Atomgespräche

10. November 2012 00:12; Akt: 10.11.2012 03:41 Print

USA wollen neue Verhandlungen mit Iran

Gelockerte Sanktionen gegen gestoppte Anreicherung von Nuklearmaterial: Mit diesem Angebot wollen die USA offenbar den Iran zurück an den Verhandlungstisch bringen.

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Die USA suchen nach neuen Ansätzen in den Verhandlungen um das umstrittene Atomprogramm des Irans. Falls Teheran die Anreicherung von Nuklearmaterial stoppe, könnten die westlichen Sanktionen schneller als bislang angeboten gelockert werden, verlautete am Freitag aus Behördenkreisen in Washington. Bislang hat der Iran bei Verhandlungen mit dem Westen Einigungen blockiert.

Unterdessen kündigte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA am Freitag an, im Dezember Atomgespräche in Teheran zu führen. Die Verhandlungen zwischen IAEA und dem Iran waren im Sommer ins Stocken gekommen, weil Teheran den Atomaufsehern Inspektionen in bestimmten Anlagen untersagte. Auch die Unterhändler aus Deutschland, den USA, Grossbritannien, China, Frankreich und Russland wollen nach Angaben einer Gewährsperson am 21. November in Brüssel zusammenkommen, um auf eine mögliche Wiederaufnahme der Atomverhandlungen mit dem Iran im kommenden Jahr hinzuarbeiten.

Iran fehlen Deviseneinnahmen

Nach Berichten aus Teheran zeigen die internationalen Sanktionen gegen den Iran Ergebnisse. Da die EU Ölimporte boykottiert, fehlen Teheran Deviseneinnahmen. Das Land ist auch vom internationalen Bankverkehr abgeschnitten worden und kann deshalb Waren aus dem westlichen Ausland nur noch über Umwege bezahlen. Zuletzt verlor auch die iranische Währung stark an Wert.

US-Beamte, die anonym bleibe wollten, sagten der Nachrichtenagentur AP, man wolle Teheran gegenüber zwar keine Konzessionen machen. Das Angebot von möglicherweise schnellerer Aufhebung von Sanktionen könne aber neue Dynamik in die Gespräche bringen. Auf der anderen Seite würden USA, EU und andere Verbündete aber auch weiter über verschärfte Sanktionen beraten, hiess es.

Der Iran nutzt sein Atomprogramm nach eigenen Angaben nur für zivile Zwecke. Der Westen geht aber davon aus, dass auch auf Atombomben hingearbeitet wird. Insbesondere Israel sieht sich dadurch bedroht und dringt darauf, dass die internationale Gemeinschaft Teheran zum Einlenken zwingt. Jerusalem hält sich zudem die Möglichkeit zu einem eigenen, präventiven Militärschlag ausdrücklich offen.

(dapd)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Loveman am 10.11.2012 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sanktionen waren ein Eigentor

    Diese Sanktionen waren ein Schuss ins eigene Knie und nun muss zurückgekrebst werden. Israels Präsident Nethanjahu sollte eh seinen Mund nicht azfmachen. Ist er es doch welcher keine Lizenz für den Besitz einer Atombombe hat.

  • Leo am 10.11.2012 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Die sagen, dass sie nur energy wollen. Wiso schickt die usa nicht einfach atomexperten runter, die ihnen dabei helfen. Wenn sie tatsächlich keine bombe wollen werden sie annehmen.

    • Tobi am 11.11.2012 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Naja

      Jaa dem feind vetrauen?? Als sie das das letzte mal taten & die liste der wissenschaftler veröffentlichten. Kamen die bei einem anschlag ums leben. Kann verstehen dass da kein grossen vertrauen mehr da ist..

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  • ga.ha am 10.11.2012 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ah ja

    ja genau zur verhandlung bringen. und später dan behaupten iran wollte die verhandlung nicht, da sieht her liebe welt was für ein schurkenstaat blabla, am besten ist es wir greifen das land an bevor es uns angreift ;) klaar

  • Tomislav Delic am 10.11.2012 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sollen die doch

    Iran soll ruhig Atombomben bauen. Mitlerweile geniessen Länder ihre Ruhe WEIL sie Nuklearwaffen haben. Hat psychologische Gründe und ausserdem ist Iran sicherlich nicht so beschäuert diese dann auch einzusetzen. Die wissen, dass sie dann pulverisiert werden. Pakistan hat schliesslich auch Atomwaffen.

  • Semi Testo am 10.11.2012 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Mal ehrlich...

    Israel darf präventiv (wie die USA auch) ein anderes Land angreifen aufgrund eines Verdachts? Israel hat auch eine Atombombe, dies aber lange Zeit geleugnet, schliesslich war es ja vertragswidrig.

    • Patrick am 10.11.2012 11:11 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht gut recherchiert

      Leider nicht so gut recherchiert: 1. Israel hat den Besitz nicht geleugnet. Es hat ihn aber weder bestätigt noch dementiert, also offen gelassen. 2. Der mutmassliche Besitz einer Atombombe durch Israel ist eben nicht vertragswidrig, weil es keinen Vertrag unterschrieben hat. Aber: Der Iran (Ahmadinedschad) hat Israel klar bedroht und dies bereits mehrmals. Israel würde bei einem präventiven Angriff nur die Atomanlagen angreifen, nicht das Land als Ganzes. Also unbedingt besser unterscheiden.

    • Ana Logie am 10.11.2012 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Israel

      Es ist zwar ein offenes Geheimnis, aber Israel hat offiziell immer noch keine Atombomben. Es wird weder dementiert noch bestätigt.

    • Tobi am 11.11.2012 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @patrick & ana

      Ganz ganz ganz schlechte ausreden. Also müsste iran nur den vertrag künden? Jaaa genau! Ahmadinedschad hat das nie si gesagt & würde das nie mit einer a-bombe tun. Selbstmord gefährdet sind die nicht.. Israel droht dem iran ja auch mit der vernichtung. Mehrmals..

    • tobi am 12.11.2012 08:54 Report Diesen Beitrag melden

      @ana und patrick

      eure kommentare sind ein witz, der iran hat den vertrag unterschrieben und es gibt keine beweise, israel hat den vertrag nicht unterschrieben und es gibt beweise. israel droht mehrmals, ahmadinedschad wurde falsch übersetz. bei nüchterner betrachtung siegt eindeutig der iran.

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