Bei «Aktenzeichen XY»

29. November 2012 06:36; Akt: 29.11.2012 11:23 Print

Kampuschs eindrücklicher TV-Auftritt

In der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY» baten Eltern um Hilfe bei der Suche nach ihren vermissten Kindern. Mit dabei war auch Natascha Kampusch, die einen kurzen Einblick in ihr Leben gewährte.

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Die Infografik zum Fall Natascha Kampusch.

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Sechs Jahre ist es her, seit Natascha Kampusch ihrem Peiniger Wolfgang Priklopil entkommen und wieder frei ist. Doch ganz frei ist sie noch immer nicht. «Gestern ist mir so etwas passiert, da hatte ich ganz kurz den Eindruck, in meinem Verlies zu sein.» Ihr war kalt und da wollte sie den Heizstrahler anmachen. Sie drehte sich um. «Doch natürlich war da nichts.»

Mit leiser und sehr zurückhaltender Stimme erzählt die 24-Jährige dies dem Moderator der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» in einer Spezialsendung zum Thema «Wo ist mein Kind?». Eltern berichten über die verzweifelte Suche nach ihrem vermissten Kind und erhoffen sich durch den Schritt an die breite Öffentlichkeit neue Hinweise.

In der Sendung geht es eigentlich nur ganz am Rande um Kampusch, die offensichtlich eingeladen worden war, um die Zuschauerzahlen zu erhöhen. Trotzdem bleibt von der Sendung vor allem ihr bewegender Auftritt in Erinnerung.

Lehre zur Goldschmiedin unterbrochen

Das rund sechsminütige Interview mit Moderator Rudi Cerne war zwar nicht sehr ausführlich, doch es offenbarte, wie sehr Kampusch noch immer unter ihrem Martyrium leidet. Die sechs Jahre in Gefangenschaft zu verarbeiten sei «nicht einfach» gewesen, sagt die 24-Jährige. «Aber ich versuche es.» Ihre Schulausbildung hat sie mittlerweile nachgeholt und mit einer Ausbildung zur Goldschmiedin begonnen, die sie allerdings wieder unterbrochen hat.

Kampusch redet wie bei all ihren öffentlichen Auftritten leise, aber sehr klar. Sie wirkt etwas verloren, immer wieder senkt sie den Kopf schüchtern zur Seite. Bei der Frage nach ihrer Überlebensstrategie kommt wieder einmal nur eine sehr knappe Antwort. «Für mich war es wichtig, das Beste aus der Situation zu machen und nie meine Identität aufzugeben», so das ehemalige Entführungsopfer. Die Beziehung zu ihren Eltern sei wie viele andere. «Das ist einfach ein ganz normales Verhältnis mit Aufs und Abs.»

«Es betrifft mich persönlich»

Und warum ist sie in die Sendung gekommen? «Weil mich das persönlich betrifft», gibt Kampusch schon vor der Sendung an. «Meine Familie sah sich 1998 dem Schrecklichsten ausgesetzt, das einer Familie passieren kann. Es ist wichtig, die Suche nie aufzugeben.» Auf die letzte Frage des Moderators, ob sie den anwesenden Eltern, die ihre Kinder vermissen, Hoffnung machen wolle, lächelt Kampusch nur traurig und neigt den Kopf wieder zur Seite. Denn sie weiss: «Das ist schwierig ...»


Teaser zum Kampusch-Film «3096 Tage». (Quelle: YouTube)

(pre)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sarkas am 29.11.2012 06:51 Report Diesen Beitrag melden

    Noch lange nicht alles

    Respekt vor Frau Kampusch sich wieder den Medien zu stellen. Ich hofffe aber sie ist eines Tages fähig die ganze Wahrheit über die Vorkommnisse zu berichten. Da liegt noch einiges im Dunkeln. Nicht zuletzt bei ihr selbst.

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  • Sabrina A. am 01.12.2012 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wahnsinn...

    ...was hier einige schreiben.es ist das schlimmste was es gibt,dass eigene kind zu verlieren und jeden tag aufs neue im ungewissen leben,was mit dem über alles geliebten eigenem fleisch und blut passiert ist. natascha kampusch hat schreckliches erlebt,wie kann so eine person nerven?!? wie herzlos muss man sein, um so was zu äussern?unfassbar

  • Der Gärtner am 29.11.2012 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Schauspielerin

    Diese Kampusch ist eine gute Schauspielerin, glaube kein Wort an dieser Geschichte.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sabrina A. am 01.12.2012 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wahnsinn...

    ...was hier einige schreiben.es ist das schlimmste was es gibt,dass eigene kind zu verlieren und jeden tag aufs neue im ungewissen leben,was mit dem über alles geliebten eigenem fleisch und blut passiert ist. natascha kampusch hat schreckliches erlebt,wie kann so eine person nerven?!? wie herzlos muss man sein, um so was zu äussern?unfassbar

  • Monika.G am 29.11.2012 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Es ist traurig was einige von euch hier von sich geben! Natascha war ein kleines Mädchen als sie entfhrt wurde. Hofft einfach das euch so etwas nie passiert und lässt sie in Ruhe.

  • unsägliche am 29.11.2012 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    nervensäge

    die nervt nur noch!!

  • Theodora am 29.11.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Kampusch

    Der Kampusch und ihrer Mutter knn man kein Wort glauben. Die machen nur noch Geld mit dem und die Leute glauben ihnen. Ich nicht.

  • leslie jones am 29.11.2012 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    respekt statt verurteilung

    hört doch endlich auf, auf natascha kampusch rumzuhacken. vor allem die art ihrer antwort auf die letzte frage hat gezeigt dass sie keine schauspielerin ist. wer ihr buch nicht gelesen hat sollte sowieso zurückhaltend sein mit kommentaren. schlussendlich kennt nur sie die wahrheit und die medien bauschen alles auf. dass sie bezüglich schwangerschaft nicht ehrlich war, das glaube ich.