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Besuch in Bamako
02. Februar 2013 23:10; Akt: 02.02.2013 23:17 Print
Hollande will Maliern Racheakte ausreden
François Hollande hat sich in einer kurzen Rede an die malische Bevölkerung gewandt. Er versprach Hilfe und bat, Plünderungen und Gewalakte zu unterlassen.
Der französische Präsident François Hollande hat die Menschen in Mali ermahnt, nach der Vertreibung der Islamisten aus den Städten auf Racheakte zu verzichten. «Kein Leiden kann die Plünderungen oder die Gewalttaten entschuldigen», sagte Hollande am Samstagabend in einer Ansprache vor rund tausend Menschen in Malis Hauptstadt Bamako. «Die Terroristen müssen unter Respektierung der Menschenrechte gejagt werden», forderte der Staatschef in seiner 15-minütigen Ansprache vor den jubelnden Menschen auf dem Unabhängigkeitsplatz.
Bildstrecken Hilfe für Malis Regierung Video
Viele Opfer bei Kämpfen in Mali
Hollande sagte, der Kampf gegen die Islamisten sei noch nicht zu Ende. «Der Terrorismus wurde zurückgeschlagen, gejagt, aber er wurde noch nicht besiegt.» Die frühere Kolonialmacht werde so lange in Mali bleiben, bis die Afrikaner die Aufgaben der französischen Soldaten übernehmen könnten. «Frankreich wird so lange wie nötig bei euch bleiben.»
Racheakte der Armee
Auch der malische Übergangspräsident Dioncounda Traoré hatte zuvor gemahnt, keine Racheakte an mutmasslichen Islamisten zu verüben. «Keine Exzesse», sagte Traoré, der vor Hollande zu der Menge sprach. «Seid das, was ihr immer wart: ein zivilisiertes Volk».
Menschenrechtsorganisationen hatten vor Hollandes Besuch Gewalttaten an Zivilisten angeprangert, die mit den Islamisten in Verbindung gebracht werden. Auch aus Gao und Timbuktu, das der französische Präsident am Vormittag besuchte, wurden solche Übergriffe gemeldet. In einigen Fällen waren malische Soldaten laut Augenzeugen die Täter.
(dapd)

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