Angriffe gehen weiter

17. November 2012 23:30; Akt: 18.11.2012 08:51 Print

Israel bombardiert Medienzentrum in Gaza

Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas gehen weiter. Doch hinter den Kulissen laufen diverse diplomatische Bemühungen, um den Konflikt zu entschärfen.

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Die Waffenruhe hält: Am Donnerstag, 22. November gab es keine Raketen mehr. und feierten, so etwa diese jungen orthodoxen Juden im Süden Israels. Am 21. November 2012 um 20.00 Uhr MEZ tritt die Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft. Palästinenser in Gaza . Am Abend des 21. Novembers verkündete Ägypten eine . Beide Seiten bestätigten dies. Für 72 Stunden sollen die Waffen schweigen, während über eine längerfristige Lösung verhandelt wird. Im Bild ein israelischer Panzer im Norden des Gazastreifens. In der Nacht auf den Mittwoch, 21.11.2012, fliegen wieder Raketen. Die erhoffte Feuerruhe blieb aus. Nach der gescheiterten Einigung auf eine Waffenruhe am Dienstag, 20. November, ist US-Aussenministerin Hillary Clinton in den nahen Osten gereist. Zusammen mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi will sie eine diplomatische Lösung des Konflikts anstreben. Am 20. November schlägt eine - zum zweiten Mal. Diese Mädchen suchen Deckung als die Sirenen ertönen. In der Nacht auf Dienstag, 20. November bombardierte die - über sie wickelt die Hamas ihre Zahlungen ab. Mehrere Personen wurden verletzt. Auch in der Nacht auf Montag, 19. November gingen die . Hier wird eine Palästinenserin nach einer Bombardierung am Montagmorgen in Sicherheit gebracht. Am Abend des 18. November 2012 gehen gegen die israelische Militär-Operation in Gaza. Der . Mursi möchte in dem Konflikt vermitteln. Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen kamen am 18. November , darunter mehrere Zivilisten. Im Westjordanland werfen Palästinenser Steine gegen israelische Soldaten, die in Hebron jüdische Siedlungen bewachen. Die im Gazastreifen. In Israel schlugen am 18. November ein: Ein beschädigtes Haus in der Stadt Ofakim. Teile einer abgefangenen palästinensischen Rakete setzen bei Tel Aviv am selben Tag Über Verletzte gab es keine Berichte. Das israelische Raketenwehrsystem zerstört die meisten anfliegenden Geschosse noch in der Luft. Eingeschlagen hat auch eine Rakete in Aschkelon am 18. November. Beim Treffer wurden Ebenfalls in Aschkelon hat eine Rakete Ein israelischer Sprengstoffexperte trägt , die in Ofakim eingeschlagen ist. Leben im Bunker: Ein im Kibbutz Reim, nahe des Gazastreifens. Die im Gazastreifen. Ein Soldat bereitet einen Panzer vor nahe des Gazastreifens. International laufen . So warnte der britische Aussenminister am 18. November, dass mit einer Bodenoffensive die internationale Unterstützung nachlassen werde. In der Morgendämmerung des 18. Novembers steigt auf, nachdem eine Rakete ein Gebäude in Gaza-Stadt getroffen hat. Auch am Sonntag kamen im Gazastreifen mehrere Personen bei israelischen Luftschlägen ums Leben. Rauch über Gaza-Stadt. Palästinensische Feuerwehrleute löschen nach einem Luftangriff Ein zerstörtes Haus in Gaza-Stadt. In der griff die israelische Armee auch ein Gebäude an, in dem die von der Hamas geführte Fernsehstation Al-Aqsa TV und andere Medien untergebracht sind. Das Bild zeigt einen Kameramann des Press TV Networks im Schutzraum. Israelische Kinder jubeln am 17. November einem zu. Dauerfeuer im Nahostkonflikt: Seit Beginn der israelischen Offensive am haben die Streitkräfte nach eigenen Angaben mehr als 800 Ziele im Gazastreifen getroffen. Allein in der Nacht zum 17.11. sind mehr 180 Luftangriffe geflogen worden. Dabei wurde ... ... auch das Hauptquartier der Hamas bombardiert und in Schutt und Asche gelegt. Israelische Soldaten könnten bereits nächste Woche mit einer Bodenoffensive starten. Seit dem 14.11.12 kamen auf palästinensischer Seite mindestens 35 Menschen ums Leben (auf dem Bild ein verletztes Kind aus Beit Lahia), darunter 13 Zivilisten. Israel beklagte den Tod von drei Bürgern. Ein israelischer Soldat steht im Morgengrauen einsatzbereit auf einem Panzer an der Grenze zum Gazastreifen. Währenf die Angst vor einer Bodenoffensive wächst, intensivieren die israelischen Streitkräfte ihre Luftangriffe auf den Gazastreifen am frühen Samstagmorgen, 17. November. Palästinenser inspizieren, was vom Haus eines militärischen Führers der Hamas übriggeblieben ist, nachdem die israelische Luftwaffe es am Freitag angegriffen hatte. Trotz eines von Israel angekündigten Waffenstillstands schlägt am 16. November im Norden des Gazastreifens eine Bombe ein, die aus einem israelischen Kampjet abgeworfen wurde, während ... ... der ägyptische Regierungschef Hischam Kandil (links, mit Hamas-Regierungschef Ismail Haniyeh) in Gazastadt zu Besuch war. Er will im Konflikt vermitteln. Auf israelischem Gebiet schlugen derweil Raketen ein, die von Seiten der Hamas abgefeuert worden waren. In Ashdod wird eine Frau evakuiert, deren Haus unter Beschuss geraten war. Auch in der Nacht auf den 16. November ging der Beschuss des Gazastreifens durch die israelische Luftwaffe weiter. In Gaza-Stadt ist beim Gebäude des Innenministeriums ein Feuer ausgebrochen. Palästinenser versuchten, den Brand zu löschen. Am späten Donnerstagabend wurde in verschiedenen israelischen Medien berichtet, dass die Armee eine Bodenoffensive plane. Die Streitkräfte dementierten die Berichte jedoch und erklärten, bislang sei noch keine Entscheidung über einen Einmarsch in den Gazastreifen gefallen. Ein zerstörtes Gebäude in Gaza-Stadt. Allerdings sollen nach israelischen Angaben am Donnerstag (15.11.2012) auch fast 150 Raketen auf Israel abgefeuert worden sein, einige reichten offenbar bis kurz vor Tel Aviv, wo es Luftalarm gab und die Menschen Deckung suchten. In der Stadt war eine Explosion zu hören, verletzt wurde aber niemand. Die Tötung des Hamas-Militärchefs vom 14. November 2012 markiert den Beginn der israelischen Offensive «Säule der Verteidigung». Damit habe Israel das «Tor zur Hölle» aufgestossen, erklärte die Hamas. Hier rennt ein palästinensischer Steinewerfer in der Nähe von Ramallah im Dunst des Tränengases israelischer Sicherheitskräfte. Soldaten suchen Schutz während Sirenen vor einem Raktenangriff in der israelischen Stadt Kiryat Malachi warnen. «Iron Dome», das israelische Raketenabwehrsystem, fängt eine aus Gaza abgefeuerte Rakete über der Stadt Sederot im Süden Israels ab. Israelische Panzerfahrer in der Nähe der Gaza-Grenze. Israelische Sodaten warten bei ihrer Basis ausserhalb des Gaza Streifens auf ihren Einsatz. Am Donnerstag, 15. November hat Israel Reservisten einberufen. Dies wird als Zeichen für eine geplante Bodenoffensive gewertet. Soldaten im israelischen Südbezirk Aschdod. Panzer werden zum Gaza-Streifen transportiert. Ein palästinensischer Steinewerfer wird von israelischen Sicherheitskräften im Osten Jerusalems abgeführt. Eine palästinensische Rakete wird unschädlich gemacht. Am 14. und 15. November beschiesst Israel den Gazastreifen massiv. Innerhalb von zwei Tagen hat die israelische Armee 230 Ziele bombardiert. Die radikalislamische Hamas feuerte zurück. Sie schoss rund 250 Bomben auf israelische Ziele ab. Hier sieht man eine israelische Abfang-Rakete, die in der Nähe der israelischen Stadt Sederot abgefeuert wird. Am Morgen des 15. Novembers wurde der Gazastreifen massiv beschossen. Im Gazastreifen rief die regierende Hamas den Notstand aus. Schulen blieben geschlossen, am Donnerstag waren die meisten Strassen in Gaza-Stadt verwaist, viele der 1,6 Millionen Einwohner in der Küstenregion suchten zu Hause Schutz. 15 Palästinenser wurden bei den Angriffen der ersten beiden Tage getötet, mehr als 150 verletzt. Unter den Toten waren den Angaben einer palästinensischen Nachrichtenagentur zufolge auch zwei Kinder und eine schwangere Frau. Die Luftangriffe der Israeli haben massive Schäden angerichtet. Ein Palästinenser sitzt in den Trümmern seines Hauses. Dieser Mann hält sein Baby in den Armen, das bei einem israelischen Luftangriff starb. In der Nacht auf den 15. November 2012 gingen rund hundert Geschosse über den Gazastreifen nieder. Die israelische Armee hat am 14. November 2012 eine neue Offensive namens «Säule der Verteidigung» gestartet. Dabei tötete sie im Gazastreifen gezielt den Militärchef der islamistischen Hamas, Ahmed al-Dschabari. Ahmed al-Dschabari war im Auto in Gaza unterwegs. Der Hamas-Militärchef hatte keine Überlebensschance. Hier löschen Palästinenser sein brennendes Auto.

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Der Raketenbeschuss auf Israel aus dem Gazastreifen hat nach israelischen Militärangaben in der Nacht zum Sonntag nachgelassen. Palästinensische Extremisten hätten seit Samstagabend keine Angriffe mehr gegen Israel gestartet. Dies ist wohl ein Anzeichen dafür, dass die Bemühungen Ägyptens um eine Waffenruhe zwischen den beiden Konfliktparteien allmählich Wirkung zeigen. Die israelischen Streitkräfte halten unterdessen an ihrer Offensive im Gazastreifen fest.
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Die Bombenangriffe gehen trotz den Gerüchten über einen bevorstehenden Waffenstillstand Israels mit der radikalislamischen Hamas weiter: Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht ein Medienzentrum in Gaza-Stadt unter Feuer genommen. Bei dem Angriff seien mindestens drei Journalisten verletzt worden, berichteten palästinensische Ärzte.

Palästinensischen Angaben zufolge wurden dabei mindestens acht Palästinenser getötet, darunter neben Vertretern radikaler Gruppierungen auch unschuldige Zivilisten. Die israelische Armee dagegen berichtete gegen Mitternacht, dass seit drei Stunden keine Raketen mehr aus dem Palästinensergebiet auf Israel abgeschossen worden seien.
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Auch die Hamas hat einem Bericht der israelischen Zeitung «Jediot Achronot» zufolge Bedingungen für ein Ende der Raketenangriffe auf Israel genannt. Die seit 2007 bestehende Blockade der Enklave durch Israel und Ägypten müsse aufgehoben und die Tötungen von Mitgliedern militanter Palästinensergruppen durch Israel aufhören.

Nach Medienberichten soll ein israelischer Unterhändler nach Kairo gereist sein, um den Entwurf einer Vereinbarung über ein Ende der Gewalt zu prüfen. Nach Angaben des Hamas-Sprechers Usama Hamdan war auch Hamas-Chef Chaled Maschaal in der ägyptischen Hauptstadt an den Kontakten für einen Waffenstillstand beteiligt.
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Hinter den Kulissen laufen diverse diplomatische Bemühungen, um den Konflikt zwischen Israel und der Hamas zu entschärfen. Nach dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi spricht nun auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von einem möglichen Waffenstillstand. Er will die Angriffe im Gazastreifen beenden, wenn zugleich die Raketenattacken auf Israel eingestellt werden. Dies habe er in Telefongesprächen US- Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt, berichtete die Zeitung «Haaretz».
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Der ägyptische Präsident Mohammed, der im Konflikt eine Vermittlerrolle innehat, sieht in Gaza Anzeichen für eine Feuerpause. Konkreter äußerte sich Mursi nach einem Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan jedoch nicht, berichtet die Nachrichtenagentur «DPA». Israelische Medien hatten vorher schon von Gerüchten eines möglicherweise noch in der Nacht beginnenden Waffenstillstands berichtet. Eine Bestätigung gab es zunächst nicht.

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Hisbolla-Führer Hassan Nasrallah warnt Israel vor einer Bodenoffensive: «Sie begehen einen dummen Fehler, wenn sie eine Bodenoperation starten», sagte er während einer religiösen Zeremonie in Beirut, wie «DPA» berichtet. «Der Widerstand in Gaza hat an Macht, Entschlossenheit und Fähigkeiten zur Planung gewonnen.»

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Israel hat nach palästinensischen Angaben fünf weitere Mitglieder militanter Gruppen im Gazastreifen getötet. Zwei Männer seien auf einem Motorrad östlich von dem Ort Deir al-Ballah von einer Rakete getroffen worden, zitiert «Welt.de» den Sprecher des Gesundheitsministeriums der Enklave, Aschram al-Kedra. Zwei weitere Männer seien im Zentrum und einer im Süden des Gazastreifens getötet worden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer seit Mittwoch auf 45, darunter 14 Zivilisten.
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Dieses Video zeigt, wie eine Hamas-Rakete über Tel Aviv fliegt und von einer israelischen «Iron Dome»-Rakete abgeschossen wird.


(Video: Youtube/emilykschrader)
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Die israelische Polizei plant «aus Sicherheitsgründen» eine Räumung der illegal in Israel lebenden Palästinensern. Unterdessen demonstrieren Hunderte von Menschen in Tel Aviv gegen die Operation in Gaza.
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Der israelische Innenminister Eli Yishai stimmt ins Säbelrasseln mit ein: «Das Ziel der Operation ist es, Gaza zurück ins Mittelalter zu schicken. Nur dann wird Israel für die nächsten vierzig Jahre Ruhe haben.»

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert, um sich setzt sich für ein schnelles Ende des Konflikts einzusetzen. Merkel sei sich mit Netanjahu einig, dass schnellstmöglich ein vollständiger Waffenstillstand erreicht werden müsse, um weiteres Blutvergiessen zu vermeiden, erklärte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Samstag in Berlin nach dem Telefonat. Merkel sprach demnach auch mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi und ermunterte ihn, seine Vermittlerrolle weiter auszuüben.
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Seit dem Beginn der Operation «Säule der Verteidigung» habe Israel 246 Raketen der Hamas abgeschossen. Am Samstag seien 57 Bomben auf israelischem Gebiet explodiert, berichtet «Haaretz» - im ganzen waren es somit 410.
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Die Hackergruppe Anonymous stellt sich im Cyberkrieg auf die Seite der Palästinenser. Die Netz-Aktivisten legten rund 600 israelische Websites lahm, wie «Gizmodo» berichtet. Unter anderem wurden die Datenbanken des israelischen Aussenministeriums und der Bank von Jerusalem gelöscht. Zudem veröffentlichte Anonymous über 2000 E-Mail-Adressen und Passwörter.

«Viel zu lange hat Anonymous der barbarischen, brutalen und verachtenswerten Behandlung des palästinischen Volkes zugesehen», schreibt Anonymous in einem Statement. «Aber als die israelische Regierung öffentlich damit drohte, die Internetverbindungen in ganz Gaza lahmzulegen, sind sie zu weit gegangen. Wie der ehemalige ägyptische Präsident Mubarack auf die harte Tour lernte: Wir sind Anonymous und niemand schaltet das Internet aus, so lange wir da sind


(Quelle: Youtube/Crypt0nymous)
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Den dritten Tag in Folge haben palästinensische Extremisten die israelische Grossstadt Tel Aviv beschossen. Dort wurde am Samstag Luftalarm ausgelöst. Explosionen waren zu hören. Die Hamas im Gazastreifen teilte mit, sie habe eine Rakete des iranischen Typs «Fadschr 5» abgefeuert. Die israelischen Streitkräfte erklärten, die Rakete sei abgeschossen worden.
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Die USA haben Israel grünes Licht für einen Angriff auf Gaza gegeben. Das erklärte Israels Botschafter in Washington amerikanischen Medien.
«Die USA haben uns volle Rückendeckung dafür gegeben, alle nötigen Massnahmen zu ergreifen, um unsere Staatsbürger vor dem Terror der Hamas zu schützen», sagte Botschafter Michael Oren nach einem Bericht der Zeitung «New York Daily News» vom Samstag. «Israel hat von den Vereinigten Staaten überragende und unmissverständliche Unterstützung bekommen», sagte Oren dem Bericht zufolge. Dies betreffe das Weisse Haus ebenso wie den Kongress, in dem Israel Zustimmung von allen Parteien erfahren habe.
Obama hatte am Freitag in Washington bekräftigt, dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung habe. Dagegen versuchte Aussenministerin Hillary Clinton, ihre Amtskollegen in Israel und Ägypten dazu zu bewegen, zur Entschärfung der «sehr, sehr gefährlichen Situation» beizutragen, wie ihr Ministerium mitteilte.
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«Wenn Bodentruppen in Gaza eindringen, können wir keine halbe Sachen machen, dann müssen wir das bis zum Schluss durchziehen», sagt Aussenminister Avigdor Liberman gemäss «Jerusalem Post» an einem kulturellen Anlass in der Stadt Kiryat Motzkin.
Liberman sagte weiter: Weil das Land 2008 eben nicht konsequent geblieben sei, die Operation «Cast Lead» bis zum Schluss durchgeführt habe, habe Isreal einen «hohen diplomatischen Preis» zahlen müssen. «Die Operation hat drei Ziele: Ruhe in den Süden zu bringen, die israelische Abschreckung wieder herzustellen und die Langstrecken-Raketen der terroristischen Organisationen aus dem Gaza-Streifen zu zerstören», so der israelische Aussenminister.
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Der tunesische Aussenminister Rafik Abdesslem hat bei einem Solidaritätsbesuch im Gazastreifen die israelischen Angriffe auf das Palästinenser-Gebiet als völkerrechtswidrig verurteilt. «Was Israel tut ist illegitim und überhaupt nicht hinnehmbar», sagte Abdesslam. Israel geniesse keine totale Immunität und stehe nicht über dem Völkerrecht, sagte der Minister auf den Trümmern des bei einem nächtlichen Luftangriff zerstörten Amtssitzes von Hamas-Ministerpräsident Ismail Hanijeh am Samstag.
(Der tunesische Aussenminister Abdesselem (mitte) bei seinem Besuch in einem Spital in Gaza, Bild Reuters)
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«Wir schwören Rache für Tod und Schrecken, die die Besatzer über unsere Menschen bringen», hiess es in einer am Samstag verbreiteten schriftlichen Mitteilung des Hamas-Sprechers Sami Abu Suhri. Israel werde einen «hohen Preis für seine Verbrechen» zu zahlen haben.
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Der Sprecher des militärischen Arms der regierenden Hamas, Abu Obeida, sagte: «Die Botschaft ist kurz und einfach: Es gibt keine Sicherheit für die Zionisten (..) und wir planen mehr Überraschungen.» Ausgelöst worden war die israelische Offensive durch fortdauernden Beschuss aus dem Gazastreifen.
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Auch die Hamas gibt sich unversöhnlich: «Die palästinensische Regierung unterstreicht ihre Standfestigkeit und ihre Unterstützung für den palästinensischen Widerstand», schrieb Regierungssprecher Ihab Hussein am Samstagmorgen in einer Nachricht an Journalisten. «Sie steht an der Seite des Volkes, das dieser Aggression ausgesetzt ist.»
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Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman Vergeltung für die anhaltenden Raketenangriffe an und schloss selbst eine gezielte Tötung von Ministerpräsident Ismail Hanijeh nicht aus. «Jedes Mal, wenn die Hamas schiesst, wird die Antwort noch heftiger ausfallen», sagte er dem Fernsehsender Channel 2. «Ich rate der gesamten Hamas-Führung, uns nicht auf die Probe zu stellen (...) Keiner dort ist unantastbar - weder Hanijeh noch sonst irgendjemand.»
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International richteten sich Hoffnungen auf den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi, auf die Konfliktparteien einzuwirken. Auch US-Präsident Barack Obama telefonierte am Freitag mit Mursi.
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Das israelische Heer zieht in der Grenzregion immer mehr Soldaten zusammen.
Im Dezember 2008 hatte Israel das letzte Mal Bodentruppen gegen die militante Hamas im Gazastreifen eingesetzt.
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(Bild AFP)
Rauch steigt am frühen Samstagmorgen bei der Stadt Rafah auf: Die israelische Luftwaffe intensiviert ihre Angriffe und nimmt vermehrt auch die Schmuggeltunnels im südlichen Gazastreifen ins Visier.
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Dasm israelische Kabinett hat die Einberufung von bis zu 75'000 Reservisten bewilligt. Am Freitag war noch von 30'000 die Rede gewesen. Der israelische Premierminister Netanyahu hat heute Morgen mit mehreren Ministern eine Strategiesitzung abgehalten, wie der britische «Guardian» berichtet. Dies nährt die Befürchtung einer Eskalation weiter. Grossbritannien warnte Israel, dass eine Bodeninvasion in Gaza Israel internationale Unterstützung kosten könnte.
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Die israelischen Streitkräfte haben bei ihren Luftangriffen im Gazastreifen nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Ziele getroffen. Das Militär erklärte, allein in der Nacht habe die Luftwaffe rund 180 Angriffe geflogen. Aus dem Gazastreifen wurden rund 500 Raketen auf Israel abgefeuert.
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Die Wahrscheinlichkeit einer israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen wird immer grösser. Das machte der israelische Vize-Aussenminister bereits gestern gegenüber CNN klar: Sollte die Hamas weitere Raketen abfeuern, könnten dies zu einer Boden-Offensive führen – noch dieses Wochenende. «Wir sind etwas zögerliche Krieger», sagte Danny Ayalon. «Wir wollen nicht nach Gaza, wenn wir nicht müssen.» Aber wenn in den nächsten 24 bis 36 Stunden mehr Raketen gefeuert würden, werde der Auslöser für den Einsatz von Bodentruppensein.
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Die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf Ärzte: Beim neusten israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen kamen vier Palästinenser ums Leben. Seit Mittwoch kamen bei den Angriffen auf palästinensischer Seite mindestens 30 Menschen ums Leben. In Israel wurden drei Menschen getötet.
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Das geschah in der Nacht auf Samstag:

Die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen in der Nacht zum Samstag wieder verschärft. Nach palästinensischen Angaben bombardierte sie mehrfach die Zentrale der radikalislamischen Hamas-Regierung in Gaza-Stadt.

Augenzeugen berichteten von schwersten Schäden an dem Gebäude. Die israelischen Streitkräfte trafen bei ihren Luftangriffen im Gazastreifen nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Ziele. Allein in der Nacht habe die Luftwaffe rund 180 Angriffe geflogen.

Dabei kam nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen ein Mensch ums Leben. Dutzende weitere seien verletzt worden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf palästinensischer Seite seit Mittwoch auf 30. Im gleichen Zeitraum wurden drei Israelis getötet.

Hamas-Regierungssitz zerstört

Das Innenministerium in Gaza teilte mit, die israelischen Kampfflugzeuge hätten Verwaltungsgebäude von Regierung und Polizei, Schmugglertunnel und ein dreistöckiges Wohngebäude getroffen. Zudem zerstörte die Luftwaffe fünf Transformatoren. Über 400'000 Menschen im Gazastreifen seien ohne Strom.

Die israelische Luftwaffe habe auch den Sitz von Premierminister Ismail Hanija beschossen, teilte ein israelischer Armeesprecher mit. Nach Angaben der Hamas und von Bewohnern legten die israelischen Bombardements Hanijas Amtssitz in Schutt und Asche.

Vor dem Amtssitz hatten führende Hamas-Mitglieder am Freitagmorgen noch Ägyptens Ministerpräsidenten Hischam Kandil zu einem kurzen Solidaritätsbesuch im Gazastreifen empfangen. Eigentlich wollte Kandil zwischen beiden Seiten schlichten und für einen Waffenstillstand werben. Doch eine für den Besuch verabredete Feuerpause hielt nicht, Kandil beendete ihn daraufhin vorzeitig.

Offener Krieg droht

Seit der gezielten Tötung von Hamas-Militärchef Hamas- Militärchefs Ahmed al-Dschabari am Mittwoch steuert der Dauer- Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Bewegung, die seit 2007 den Gazastreifen kontrolliert, auf einen offenen Krieg zu.

Auf ununterbrochene israelische Luftangriffe folgten hunderte Raketenangriffe auf israelisches Gebiet. Erstmals wurden auch Tel Aviv und Jerusalem beschossen, zu Schaden kam dabei jedoch niemand.

Unterdessen beschleunigte Israel die Vorbereitungen zu seiner angedrohten Bodenoffensive gegen die Hamas. Nach der Einberufung von 16'000 Reservesoldaten am Donnerstag und Freitag billigte das Kabinett am Freitagabend laut dem israelischem Fernsehen die Mobilisierung von bis zu 75'000 Reservisten.

Korrespondenten berichteten von Panzern, gepanzerten Truppenfahrzeugen und Planierraupen, die in der Grenzregion zum Gazastreifen zusammengezogen würden. Diese wurde zum militärischen Sperrgebiet erklärt.

Diplomatische Lösung

Angesichts der wachsenden Gefahr einer Gewaltexplosion im Nahen Osten verstärkten die USA ihre Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Konflikts. US-Präsident Barack Obama telefonierte mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und dem ägyptischen Staatschef Mohammed Mursi, um nach Wegen zu suchen, die Lage zu entschärfen.

Der Präsident bedauerte den Tod von Israelis und Palästinensern. Er lobte Mursis Bemühungen um eine Entspannung der Situation, bekräftigte aber gleichzeitig Israels Recht auf Selbstverteidigung.

(sda)