«Davids Schleuder»

26. November 2012 04:01; Akt: 26.11.2012 12:49 Print

Israel hat neue Waffe im Kampf gegen Raketen

Israel hat erfolgreich ein neues Raketenabwehrsystem getestet. Das System «David's Sling» (Davids Schleuder) habe im Süden des Landes eine Rakete vom Himmel geschossen, teilte das israelische Militär mit.

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Mit «David's Sling» verbessert Israel sein Raketenabwehrsystem weiter. (Bild: Keystone)

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Der Test des Raketenabwehrsystems sei unter der Federführung der Waffenschmiede Rafael ausgeführt worden und zeige, dass es möglich sei, ballistische Raketen mit einer Reichweite zwischen 50 und 250 Kilometern in Echtzeit abzufangen, hiess es im israelischen Fernsehen. Damit will sich Israel vor allem vor Attacken der radikalislamischen Hisbollah schützen, die aus dem Libanon drohen.

«David's Sling» wurde in Zusammenarbeit mit dem US-Rüstungskonzern Raytheon Company entwickelt. Es ist nach israelischen Angaben der dritte Teil des eigenen Raketenabwehrsystems. Zur Abwehr weiter reichender Raketen etwa aus dem Iran wurde das Arrow-System aufgebaut. Vor der Bedrohung durch Kurzstreckenraketen aus dem Gazastreifen soll «Iron Dome» schützen.

Auch «Arrow 3» in der Entwicklung

Mit dem System «Iron Dome» wurden in den vergangenen Tagen während der Auseinandersetzungen mit der radikalen palästinensischen Organisation Hamas rund 85 Prozent aller Raketen abgeschossen. Das zeige die «immense Wichtigkeit» des Systems, erklärte der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak.

In der Entwicklung ist noch ein System, das sich «Arrow 3» nennt und 2016 einsatzbereit sein soll. Damit sollen Raketen ausserhalb der Atmosphäre abgefangen werden können.

(sda/dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ü. Berhaupt am 26.11.2012 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverteidigung

    Muss legitim bleiben - aber nicht die Unterdrückung der eigenen Nachbarn.

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  • Karl am 26.11.2012 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Problem bleibt bestehen

    Das System ist sicherlich ein Meilenstein in der Racketenabwehr aber es löst das Problen nicht. Zweitens scheint Israel momentan nicht in der Lage zusein erfolgreich am Boden gegen die Hamas vorzugehen ohne hohe Verluste zu Riskiern. Somit wir die Hamas an Stärke gewinnen und das ist nicht Gut für Israel.

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  • B.Cosandey am 26.11.2012 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdrehte Rollen

    Seltsam. Fuer mich wie fuer viele Zeitgenossen verkoerpert Palaestina David und Israel Goliath. Jetzt soll dies ploetzlich umgekehrt sein? Das passt nicht zur agressiven Offensivstreitkraft mit Atomsprengkoepfen in ihren Mittel- und Langstreckenraketen. Dagegen sind die Handmade Raketen aus Alten Gaspipeline-Rohren erbaermlich und aehneln doch viel besser dem geschichtlichen Machtvergleich!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizer am 26.11.2012 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Endlich mal ein Land, dass seine Bürger verteidigt und dessen Staatsmänner noch richtige Männer sind und nicht gebückt und demütig durch die Welt tigern, wie die unseren.

    • Sebastian Jetzer am 26.11.2012 11:24 Report Diesen Beitrag melden

      ja - aber..

      Verteidigt ja, jedoch zu welchem Preis? Den Kindern in Israel wird schon früh eingetrichtert, dass sie von allen "Anderen" gehasst werden. Alles was "anders" ist ist schlecht, gefährlich, feindseelig,... Wenn man die Geschichte betrachtet ist dies zwar verständlich, jedoch keinesfals gerechtfertigt!

    • Philipp Werren am 26.11.2012 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      naja

      ich finde es schön und gut was israel für seine Bevölkerung als Schutz unternimmt, jedoch sollte man nicht vergesse wer hier wem das Lande geklaut hat...

    • onkel doktor am 26.11.2012 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      @schweizer

      der krieg dort dient allen und niemandem. er dient poltiker, führern und eliten auf beiden seiten. um von anderen themen ablenken zu können und/oder sich als starker mann zu präsentieren. ein volk das in angst und chaos lebt ist einfacher zu kontrollieren. Propaganda auf beiden seiten, wie sebastian auch erwähnt hat, bläuen das opfer/täter prinzip täglich ein. man meint also die gegenseite hasse inem und möchte jeden juden/moslem töten. die wenigsten soldaten/menschen kapieren nicht dass sie mit dem gegner mehr gemeinsam haben als mit den politikern/führer für die sie in den krieg ziehen.

    • Zweifler am 26.11.2012 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Hass

      @Sebastian Jetzer: Hm, mir scheint, in Hamas-Kindergärten (und bei der Fatah übrigens auch) werde den Kindern ungleich mehr Hass eingetrichtert.

    • marco am 27.11.2012 09:34 Report Diesen Beitrag melden

      @zweifler

      wieso? die opferpropaganda der israelis ist wirklich sehr extrem. ers wird einem täglich und überall eingebläut.

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  • Karl am 26.11.2012 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Problem bleibt bestehen

    Das System ist sicherlich ein Meilenstein in der Racketenabwehr aber es löst das Problen nicht. Zweitens scheint Israel momentan nicht in der Lage zusein erfolgreich am Boden gegen die Hamas vorzugehen ohne hohe Verluste zu Riskiern. Somit wir die Hamas an Stärke gewinnen und das ist nicht Gut für Israel.

    • nurmalso am 26.11.2012 10:58 Report Diesen Beitrag melden

      Sie könnten schon

      Die eigenen Verluste sind nicht der Hauptgrund. Warum Israel nur sehr ungern in den Gazastreifen geht liegt in der Taktik der Hamas begründet, die darauf abzielt Verluste der eigenen Bevölkerung so weit wie möglich zu maximieren um diese anschliessen Medienwirksam zu "vermarkten".

    • Hans Schmidt am 26.11.2012 11:56 Report Diesen Beitrag melden

      Propaganda

      @nurmalso ...und als Donald Rumsfeld dazumal die Selbstmorde von Kriegsgefangenen als Akt der psychologischen Kriegsführung gegen die USA bezeichnet hat, das haben Sie auch geglaubt!?

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  • nurmalso am 26.11.2012 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Aha...

    Selbst wenn die Israelis ein 100% defensives Waffensystem entwickeln ist das scheinbar böse. Im Unterschied zu gewissen anderen Gruppierungen empfinden sie den Tod von Landsleuten nunmal als Tragödie, die es unter allen Umstädnen zu verhindern gilt, und nicht als Propagandagelegenheit....

  • Noldi Schwarz am 26.11.2012 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Testgelände Gaza

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass bei diesem Krieg, wie beim letzten von Israel und den USA die neuesten Waffen auf ihre Einsatzfähigkeit unter realen Bedingungen getestet wurden. Letztes Mal Napalm und Streubomben neuester Art, Raketen für gezielte Abschüsse, Drohnen. Dieses Mal diverse Raketenabwehrschilder. Den Terror wird es nicht eindämmen. Auch die Gegenseite wird aufrüsten.

    • Rolf Steiner am 26.11.2012 08:45 Report Diesen Beitrag melden

      Beidseitig ...

      Und wenn dem auch so wäre, meinen Sie, dass die Gegenseite ( Iran, etc. ) nicht das gleiche tun ???

    • kanngutsein am 26.11.2012 08:46 Report Diesen Beitrag melden

      @noldi

      man will sich auf den Iran oder den 3. WK vorbereiten..

    • André am 26.11.2012 09:02 Report Diesen Beitrag melden

      Hamas testet Israels Abwehrraketen???

      Warum soll die Hamas daran interessiert sein Israels Abwehrraketen zu prüfen? Das jedenfalls möchten Sie uns weismachen Herr Schwarz, denn sonst würde man nicht verstehen warum die Hamas diesen Krieg mittels konstantem beschuss von Südisraelischen Städten provoziert hat. Durchsuchen Sie die Nachrichten im Internet bevor Israel mit den Luftangriffen begann und Sie werden sehen...

    • Fabienne B. am 26.11.2012 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Unwissen

      Herr Schwarz, Nepalm wurde im Vietnamkrieg verwendet und nicht 2008 im Gazakrieg und Streubomben gibt es schon lange. Im aktuellen Syrienkrieg werden sie z.B. von Assad verwendet. Also, ich würde ihnen raten mal ein paar geschichtsbücher zu lesen.

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  • B.Cosandey am 26.11.2012 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdrehte Rollen

    Seltsam. Fuer mich wie fuer viele Zeitgenossen verkoerpert Palaestina David und Israel Goliath. Jetzt soll dies ploetzlich umgekehrt sein? Das passt nicht zur agressiven Offensivstreitkraft mit Atomsprengkoepfen in ihren Mittel- und Langstreckenraketen. Dagegen sind die Handmade Raketen aus Alten Gaspipeline-Rohren erbaermlich und aehneln doch viel besser dem geschichtlichen Machtvergleich!!!

    • Tom Dubach am 26.11.2012 09:01 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur Kassam-Raketen!

      Die Fadjr-3 und Fadjr-5 sind keine Eigenbauten, sondern aus iranischer Produktion. 250 Kg schwer und die Logistik diese in den Gaza zu schmuggeln nicht ganz einfach. Fraglich ist auch, wer die ganze Aufrüstung finanziert.

    • André am 26.11.2012 09:14 Report Diesen Beitrag melden

      Nich auf Palestina Dezimieren!

      Das kleine Israel mit nur ca. 6 Mio. Einwohner und ein Landanteil von 20'000 Quadratkilometer liegt zwischen über 15 feindliche Arabische Länder mit über 290'000'000 Bürger und ein Landanteil von über 13,5 Millionen Quadratkilometer. Wie kann man sich gegen so etwas schützen? Israel muss sich Militärisch aufrüsten um ein gewisses Gleichgewicht zu erlangen! Israel's Militär heist nebenbei (IDF) Israel Defence Forces (Israelische Verteidigungskräfte), mit dem NAchdruck auf "Verteidigung"!

    • kangawa am 26.11.2012 10:09 Report Diesen Beitrag melden

      @andré

      vielleicht sollte man dann halt mal freundschaft statt mit bomben kommen! die NATO ist auch ein Verteidigungsbüdnis, aber führt einen Angriffskrieg nach dem anderen. gleich wie Israel. Solche Begriffe sind rein propagandistischer Natur.. wie Freunde Syrischer Armee, oder Rettungschirm, Flugverbotszone etc.

    • George Hertl am 26.11.2012 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wer ist der Agressor?

      @kangawa was behaupten sie hier? Alle die Kriege in Palästina wurden von den Araber iniziert. Wussten Sie das nicht? Die Landgewinne Israels sind die Resultate der Kriegen, die die Araber angezettelt haben, und am Ende verloren!

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