Fotograf in Nordkorea

07. Mai 2013 11:05; Akt: 07.05.2013 12:36 Print

«Wow, es gibt richtiges Leben hier»

AP-Fotograf David Guttenfelder ist einer der wenigen westlichen Journalisten in Nordkorea. Im Video-Interview spricht er über den Hochseilakt zwischen Instrumentalisierung und Unabhängigkeit.

David Guttenfelder ist der Gewinner des 2013 Infinity Award des International Center of Photography (ICP) in der Kategorie Fotojournalismus. (Video: MediaStorm/ICP)

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Das International Center of Photography (ICP)in New York hat vergangene Woche seine jährlichen Infinity Awards verliehen. In der Kategorie Fotojournalismus setzte sich David Guttenfelder durch. Der 43-jährige Amerikaner ist Chef-Fotograf für die Nachrichtenagentur AP in Asien. Bekannt ist er vor allem für seine Bilder aus Nordkorea, die auch auf 20 Minuten Online regelmässig gezeigt werden (siehe Bildstrecken).

In einem Video-Porträt, das für die Preisverleihung erstellt wurde, spricht Guttenfelder ausführlich über seine Arbeit. «Die Leute wissen nichts über Nordkorea, weil nichts aus diesem Land herausdringt», sagt er. Er wolle einen Beitrag zum besseren gegenseitigen Verständnis leisten. Nicht mit spektakulären Bildern, sondern Aufnahmen aus dem Alltag: «Es ist immer hilfreich, wenn man das Leben anderer Menschen sieht und sich vorstellen kann, dass es das eigene sein könnte.»

Die Hände habe ihm noch nie jemand vor die Linse gehalten und niemand überprüfe seine Bilder, bevor er sie veröffentlicht, so Guttenfelder. Damit geniesst er ungleich mehr Freiheiten als seine nordkoreanischen Berufskollegen. Manchmal stosse er allerdings auf Unverständnis, etwa wenn er eine leere Autobahn fotografiere. «Hätten Sie nicht warten können, bis es mehr Verkehr hat?», wird er dann gefragt. Dann muss er erklären, dass er gerade den fehlenden Verkehr mit seinem Bild zum Ausdruck bringen wolle.

Sehen Sie das ganze Porträt von David Guttenfelder im Video oben (mit deutschen Untertiteln):

(kri)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zuger am 07.05.2013 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht?

    Wäre die USA keine Weltmacht und hätte keine externen Militärbasen auf der ganzen Welt wie würde es dann aussehen? Vielleicht mehr Kriege oder weniger? Ganz ehrlich ich finde es gut dass sie da sind und auch vielleicht zu viel Weltpolizei spielen trotz den abstrakten armeeausgaben.

    • eleonor am 10.05.2013 09:39 Report Diesen Beitrag melden

      dann eindeutig weniger hollywood schauen

      oder findest du auch gut das si ca 10 mio menschen in den letzten 50ig jahren getötet haben? Ohne USA gäbs bestimmt weniger krieg.. da es vorallem krieg gibt um die rüstungsindustrie aka wirtschaft anzukurbeln.

    einklappen einklappen
  • m.landös am 07.05.2013 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hunger

    die leute fressen sich gegenseitig auf weil sie alles boykotiert bekommen haben, ihr wollt uns echt nicht weissmchen, alles ist i.O dort!

  • Der Kanadier am 07.05.2013 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    BBC Video

    BBC Panorama hat vor einigen Wochen eine 30-minütige Reportage über NK gebracht (20min hat berichtet). Dieses Video ist nur zu empfehlen (!) auch trotz der negativen Nebenberichte aufgrund der riskanten Entstehung der Reportage..

    • Ivan R. am 07.05.2013 16:51 Report Diesen Beitrag melden

      BBC ist Westlich gerichtet

      Daher kann die Reportage nur aus den Augen von westlichen demokratischen Länder sein. Es ist erstaunlich wie man selber etwas akzeptiert auch wenn man weiss, dass gepfurscht worden ist. Aber sie fühlt sich zumindest gut an.. :-) So wurden schon tausend Kriege angefangen aber die Menschheit ist immer noch nicht in der Lage dies zu erkennen.

    einklappen einklappen
  • Carlo Messerli am 07.05.2013 11:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Business as usual

    Seit Präsident Clinton's Amtszeit verhindert die USA ,einen Friedensvertrag,zwischen Nord- und Südkorea.Dann braucht es nämlich keine Amerikanische Soldaten mehr in SKorea.Man kann dann auch keine Waffen mehr an den Süden liefern! Dies muss unbedingt verhindert werden.sind die umweltfreundlichen Autobahnen in Nordkorea wirklich wichtiger! Ein Foto der hochgerüsteten US Army in Südkorea würde die Realität zeigen.

    • Lucy Liu am 07.05.2013 12:50 Report Diesen Beitrag melden

      Grenzen

      Absolut richtig, die USA brauchen einen Grund da zu bleiben. Die geben ganz bestimmt keine Posten so nahe an der Grenze zu China einfach so auf.

    • GI Joe am 07.05.2013 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Der Ami bleibt!

      Überall wo Amerikaner Kriege führten sind noch heute Truppen!

    • Lustikus am 07.05.2013 14:53 Report Diesen Beitrag melden

      Ach ja...

      @GI Joe Das halt ich mal für ein Gerücht^^ Vietnam & Mexico fallen mir da spontan als Gegenbeispiele ein, wobei es auch noch andere gibt :)

    • Sebastian am 07.05.2013 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      Selten so einen Unsinn gelesen

      Weder Nord- noch Südkorea sind momentan an einem Friedensvertrag interessiert. Der Grund dafür ist hauptsächlich Nord Korea. Andere Behauptungen sind schlicht lächerlich und wollen irgend ein Bild vermitteln, dass wohl Ihrer eigenen Vorstellung entspricht. Ich bin selbst sehr oft in Süd Korea tätig und die US Army ist dort sehr willkommen. Das Verhältnis zwischen Süd Korea und den USA ist sehr eng.

    • Danny am 07.05.2013 17:22 Report Diesen Beitrag melden

      GI Joe

      Falsch. In Vietnam, Laos, Kambodscha und Nordkorea (die Amis sind damals bis in den Norden vorgedrungen), gibt es keine US-Truppen mehr. In DE auch nur noch, weil USA und DE jetzt Verbündete sind. In der Türkei hat USA nie Krieg geführt. Es gibt aber trotzdem Basen dort. Deine Logik ist also keine.

    • effe am 10.05.2013 09:40 Report Diesen Beitrag melden

      @sebastian

      ja dann les mal die Neujahrsansprache von Kim Jong Un dieses Jahres nach, Friedensangebote an SK und USA.. aber eben.. man ist ja zu bequem sich zu informieren..

    einklappen einklappen
  • Nuku am 07.05.2013 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    graue Steinzeit

    Ich würde es sehr begrüssen, wenn man mehr über einander erfährt. Mein Bild von Nordkorea gleicht dem einer DDR auf dem Mond.

    • Informiertes Schaf am 07.05.2013 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nordkorea arm aber nicht kahl.

      DDR auf dem mond? Womöglich die beste high tech thorium anlage der menschen...was haben sie für vorstellungen? Nordkorea ist vilt arm aber es siet dort sicher nicht schlimmer aus als in diversen balkan länder die in EUROPA liegen!

    einklappen einklappen