007 könnts nicht besser

26. November 2012 23:33; Akt: 27.11.2012 09:06 Print

So töten Nordkoreas Agenten

Wer kopiert da wen? Man kennt die Killer-Gadgets wie Gift-Kugis und getarnte Taschenlampen aus James-Bond-Filmen – doch diese Geheimwaffen aus Nordkorea gibts wirklich. Und sie sind brandgefährlich.

Der Exklusiv-Bericht über die geheimen Agentenwaffen Nordkoreas (CNN/YouTube)
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Alles, was man fühlen würde, wäre ein kleiner Stich. Wenig später würde die Muskelstarre eintreten, der darauffolgende Erstickungstod wäre qualvoll. Wäre, denn der Plan des nordkoreanischen Agenten ging schief.

Das Ziel des Undercover-Agenten Ahn war ein Anti-Nordkorea-Aktivist namens Park Sang Hak. Park, der aus Nordkorea geflohen war, stand schon lange auf der Todesliste des kommunistischen Landes. Der Aktivist sollte während eines Treffens mit Ahn in den Strassen von Seoul ermordet werden. Doch so weit kam es nicht. Ahn wurde kurz vor dem Attentat vom südkoreanischen Geheimdienst festgenommen. Das war vor einem Jahr.

Getarnte Kugis und Taschenlampen

Ein anonymer Untersuchungsbeamter hat jetzt CNN exklusiv die drei Waffen vorgestellt, die Park hätten töten sollen. Ahn hatte diese auf sich getragen, als er verhaftet wurde. Getarnt als normale Kugelschreiber, entpuppen sich zwei als tödliche Stifte. Sie spritzen Gift unter die Haut des Opfers. Die zwei Kugelschreiber seien seit ungefähr zehn Jahren auf dem Markt, so der Untersuchungsbeamte.

Das dritte Gadget ist eine Taschenlampe. Sie soll neu sein auf dem Spionagemarkt. «Ich habe diese Waffe noch nie gesehen. Betrachtet man die Spitze der Lampe, sieht man drei Löcher mit Munition drin», so der Beamte gegenüber CNN. Eine ist jetzt leer. Man hat sie in Labortests ausprobiert. Der Schuss aus der Taschenlampe war tödlich.

Park Sang Hak hatte Glück, er kam noch einmal mit dem Leben davon. Er will weiterhin seine Anti-Pjöngjang-Propaganda verbreiten, Ballone mit Flugblättern über die Grenze senden und so das nordkoreanische Regime zur Weissglut bringen. Agent Ahn, der seit 1995 in Seoul wohnt, wurde im April zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

(kub)