Neue Zahlen

04. Februar 2014 02:06; Akt: 04.02.2014 14:37 Print

NSA will Zugang zu Tausenden Nutzerkonten

Facebook, Google, Microsoft und Yahoo haben neue Informationen über Anfragen der Geheimdienste nach Nutzer-Daten veröffentlicht. Das Bild bleibt vage.

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Die Internet-Konzerne Facebook, Google, Microsoft und Yahoo haben am Montag neue Informationen über das Ausmass von Anfragen der Geheimdienste nach Nutzerdaten veröffentlicht. Trotz etwas detaillierteren Angaben bleibt das Bild vage.

Die US-Regierung lockerte die Einschränkungen für die Konzerne, über die Anfragen zu berichten. Erlaubt ist nun, die Anzahl der Anfragen mit Bezug zur nationalen Sicherheit von US-Behörden in Tausender-Spannweiten mitzuteilen. Die Konzerne gaben an, im ersten Halbjahr 2013 bei verschiedenen Arten von Anfragen jeweils 0-999 Anträge der US-Behörden bekommen zu haben.

Aufschlussreicher sind allerdings Zahlen zu den betroffenen Kundenkonten. So musste Yahoo auf Forderung des geheimen Auslandsspionagegerichts Inhalte aus über 30'000 Nutzer-Accounts herausrücken. Das Unternehmen durfte nur eine Spanne von 30 000 bis 30 999 angeben.

Bei Microsoft waren es 15'000 bis 15'999 Nutzerkonten, bei Google 9000 bis 9999. Facebook kam auf 5000 bis 5999 Mitgliederprofile. Die Unternehmen betonten, dass dabei verschiedene Konten derselben Menschen einzeln gezählt werden.

Nur kleiner Prozentsatz betroffen

Microsofts Chefjustiziar Brad Smith betonte, diese Zahlen bestätigten die Beteuerungen, dass unter Millionen Nutzern nur wenige von solchen Behörden-Anfragen betroffen seien. Zugleich bekräftigte er aber die Kritik an Versuchen der Geheimdienste, sich Informationen an der rechtlich vorgeschriebenen Prozedur vorbei zu beschaffen.

Die Veröffentlichung der Zahlen sei «ein Schritt in die richtige Richtung», schrieb Richard Salgado, der bei Google für juristische Fragen und Internet-Sicherheit zuständig ist, im Blog des Unternehmens. Trotzdem sei noch «mehr Transparenz» nötig, damit jeder Bürger die Überwachungsgesetze besser verstehen und sich eine Meinung darüber bilden könne.

Facebooks Chefjurist Colin Stretch schrieb in einem Unternehmensblog, die Regierung habe zwar die «wichtige Pflicht», die Bevölkerung zu schützen. Es sei aber möglich, sich dabei «transparent» zu verhalten.

Die «Washington Post» hatte berichtet, dass sich der US-Abhördienst NSA in den Datenverkehr zwischen den Rechenzentren eingeklinkt habe. Das Weisse Haus und andere Regierungen hätten solchen Methoden nicht öffentlich abgeschworen, kritisierte Smith.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pierre Büchler am 04.02.2014 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Höchst undemokratisch

    Was da angeblich zum Schutz der Demokratie passiert, ist höchst undemokratisch.

  • Tom Müller am 04.02.2014 06:47 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Augenwischerei

    Hundertausende Angestellte überprüfen dann also die paar Tausen Nutzerprofile? Ja ist alles klar. In Wirklichkeit wird alles und jeder überwacht und das 24 Stunden in 365 Tagen im Jahr.

  • Uncle Sam am 04.02.2014 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Die USA samt NSA, Homeland security etc.

    können mir den Buckel runter rutschen und unter mit der Zunge bremsen. L.m.a.A.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Wurst am 04.02.2014 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uninteressant..........

    Warum schauen alle rüber nach USA? Bei uns läuft auch einiges nicht sauber. Was glaubt ihr eigentlich wer das spähen überhaupt möglich gemacht hat? Ich lach mich weg...

  • Cloudy am 04.02.2014 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habe nichts zu verbergen, darum auch kein Problem

    Warum regt ihr euch alle so auf? Wir sind überall kontrollierbar und das nicht nur von der NSA! Viele finden es ja so cool überall vernetzt zu sein.... That its.

  • Uncle Sam am 04.02.2014 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Die USA samt NSA, Homeland security etc.

    können mir den Buckel runter rutschen und unter mit der Zunge bremsen. L.m.a.A.

  • Pierre Büchler am 04.02.2014 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Höchst undemokratisch

    Was da angeblich zum Schutz der Demokratie passiert, ist höchst undemokratisch.

  • Tom Müller am 04.02.2014 06:47 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Augenwischerei

    Hundertausende Angestellte überprüfen dann also die paar Tausen Nutzerprofile? Ja ist alles klar. In Wirklichkeit wird alles und jeder überwacht und das 24 Stunden in 365 Tagen im Jahr.