Krieg in Syrien

07. Dezember 2012 04:51; Akt: 07.12.2012 12:30 Print

Russland und USA nähern sich an

von Bradley Klapper, AP - US-Aussenministerin Hillary Clinton und ihr russischer Kollege Sergej Lawrow diskutierten gestern mit dem Syrien-Sondergesandten Brahimi über Möglichkeiten, Syrien vor dem Einsatz von Chemiewaffen zu retten.

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Hillary Clinton und Sergej Lawrow: Diskussion über Syrien am Rand der OSZE-Konferenz in Dublin. (Bild: Reuters)

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Angesichts der wachsenden Sorge vor einem Chemiewaffeneinsatz des syrischen Regimes bemühen sich Washington und Moskau um eine gemeinsame Strategie zur Beendigung des blutigen Bürgerkriegs in dem Land. Am Rande einer Menschenrechtskonferenz in der irischen Hauptstadt Dublin kamen US-Aussenministerin Hillary Clinton und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow am Donnerstag zu einem gemeinsamen Treffen mit dem Syrien-Sondergesandten Lakhdar Brahimi zusammen. Dabei sei über Möglichkeiten gesprochen worden, Syrien vor dem Abgrund zu retten, sagte Brahimi nach dem rund 40-minütigen Treffen.

«Wir haben keine sensationellen Entscheidungen getroffen. Aber ich denke, wir sind übereingekommen, dass die Situation schlimm ist», sagte Brahimi weiter. Einig sei man sich auch, dass man weiter zusammenarbeiten müsse, um die Lage unter Kontrolle zu bringen und die Krise letztlich zu lösen. Zuvor hatte Clinton erklärt, dass Moskau und Washington ein gemeinsames Ziel verfolgten. «Wir haben uns bemüht, mit Russland zusammenzuarbeiten, um das Blutvergiessen in Syrien zu beenden und einen politischen Übergang für ein Syrien nach Assad zu beginnen.»

Weiteres Treffen nächste Woche geplant

Aus Kreisen der US-Regierung verlautete, Clinton und Lawrow hätten Unterstützung für die Bemühungen Brahimis signalisiert und sich zu einem weiteren Treffen in der kommenden Woche bereiterklärt, das unter Leitung des Syrien-Sondergesandten stattfinden solle. Dabei solle gemeinsam mit ranghohen Vertretern der USA und Russlands über das weitere Vorgehen beraten werden, hiess es.

Das Treffen am Donnerstag nährte zumindest die Hoffnung, dass Russland und die USA, die in der Syrien-Frage sehr unterschiedliche Positionen einnehmen, doch noch zu einem Kompromiss gelangen könnten. Russland hatte bisher gemeinsam mit China scharfe Resolutionen gegen Syrien im UN-Sicherheitsrat verhindert. Doch auch Russland hat die Möglichkeit eines Chemiewaffeneinsatzes verurteilt. Und auch der zunehmende Druck auf Staatschef Baschar al Assad durch die Rebellen liess den Westen zuletzt hoffen, dass Moskau ihm seine Unterstützung entziehen könnte.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon rief Assad erneut auf, unter allen Umständen auf einen Einsatz chemischer Waffen zu verzichten. In einem Schreiben an Assad habe der UN-Chef auf die «grundlegende Verantwortung» des syrischen Regimes verwiesen, für die Sicherung derartiger Waffen zu sorgen, sagte UN-Sprecher Martin Nesirky am Donnerstag.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manuel am 07.12.2012 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    kriegsgrund gesucht!

    das ist so traurig. hat man den nichts aus dem irak-krieg 2003 gelernt? es kann doch nicht sein, dass die USA 9 jahre später den genau gleichen mist nochmals durchziehen kann ohne dass es einem auffällt. wie dumm ist die menschheit eigentlich???

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  • faktor am 07.12.2012 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    das könnte drit ter WK bedeuten

    Patriot Raketen in der Türkei, US- Flugzeugträger und weiteres Kriegsschiff vor syrischer Küste, US-Bodentruppen an syrischer Grenze im Irak und Jordanien, russische Atomraketen nach Ostpreussen verlegt, Chinas Beistnadspakt mit dem Iran. Propagandaberichte üner Chemiwaffen und Flucht Assads. Alles deuten auf eine westliche Intervention in Syrien, was sich aber Russlandund China nicht gefallen lassen, wo endet es?

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  • Piti Odermatt am 07.12.2012 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diktatur einzige Antwort!

    Die brauchen DIKTATUR wie der vater von assad war kein internet kein handy...!! assad gab ihnen alles und nützen sie es aus!

Die neusten Leser-Kommentare

  • S. Cheisser am 07.12.2012 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kriegstreiber Obama

    In der zweiten Amtszeit zeigt er auch sein wahres Gesicht...

    • Pragmatiker am 07.12.2012 12:03 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht Obama, Putin!

      Der hat das Blutvergiessen zu verantworten.

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  • Achmed am 07.12.2012 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    es ist wie im Hollywood Film, wenn langsam alle Verbrecher vom Superhelden geschnappt sind, hört man die herannahenden Sirenen der Cops.. Das selbe hier in Syrien, die amis riechen dass das Huhn fertig gegrillt ist und bereiten Messer und Gabel vor. Dann sagen sie am Schluss sie hätten es selbst gerupft. Dabei sind sie nicht mal eingeladen. ...Ps: es riecht nicht nur nach Hühnchen sondern auch nach 3. Weltkrieg... Ich würde einpaar Konserven im Keller lagern...

    • Roman am 07.12.2012 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      Völliger Quatsch...

      Wenigstens versucht jemand etwas gegen den Völkermord im Syrien zu unternehmen. Bisher hat man sich ja zurückgehalten, aber das ganze dauert nun schon so lange, dass auch Russland nicht mehr tatenlos zuschauen kann. Und wenn Chemiewaffen eingesetzt werden, dann ist das einfach eine Linier die überschritten wird. Das wäre übrigens auch eine riesen Gefahr für die deutschen Soldaten, die dort bald zum Einsatz kommen sollen. Mit Hühnchen essen hat das gar nichts zu tun.

    • t.ruther am 07.12.2012 11:31 Report Diesen Beitrag melden

      @roman

      lass dich von der propaganda nicht einlullen. die syrischen rebellen sind extremistische terroristen und haben schonv iele anschläge verübt, die eher weltoffenen und säkulären syrier unterstützen diese islamisten nicht, höchsten 20% der Bevölkerung möchte inen scharie-staat. assad macht also was sein volk will. der westen dafür spannt terroristen für ihre geopolitischen spiele mit ein, nur um schlussendlich eine freie hand für den iran zu haben. Die USA hat die letzten 10 Jahre ca 2 mio moslems getötet. DAS ist Völkermord!

    • olivia am 08.12.2012 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      genau so ist es!

      bravo!!! aus der seele gesprochen!!!

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  • Al Arabi am 07.12.2012 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konfliktpotential

    Wer glaubt, solche Konflikte eskalierten rein zufällig, ist wohl etwas naiv. Wem nützt diese Eskalation? dem Iran? Israel? dem Westen? dem Fernen Osten? Sie alle versprechen sich irgend etwas davon, ansonsten sie nicht fleissig zu dessen Eskalation begetragen hätten.

    • marco am 07.12.2012 11:32 Report Diesen Beitrag melden

      @al arabi

      allen ausser Assad. darum wird er auch NIE chemiwaffen einsetzen. ausserdem findet man auf youtube bereits videos, von aufständischen welche mit solchen C-Waffen herum experimentieren.

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  • chillbill am 07.12.2012 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soviel dazu

    Um den Aussenminister von Sryien zu zitieren:"Syrien betont wieder und zum zehnten und zum hundersten Mal, wenn wir solche Waffen überhaupt hätten, dann würden wir sie sicher nicht gegen unsere eigenen Leute eingesetzt. Wir begehen doch nicht Selbstmord."

  • faktor am 07.12.2012 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    das könnte drit ter WK bedeuten

    Patriot Raketen in der Türkei, US- Flugzeugträger und weiteres Kriegsschiff vor syrischer Küste, US-Bodentruppen an syrischer Grenze im Irak und Jordanien, russische Atomraketen nach Ostpreussen verlegt, Chinas Beistnadspakt mit dem Iran. Propagandaberichte üner Chemiwaffen und Flucht Assads. Alles deuten auf eine westliche Intervention in Syrien, was sich aber Russlandund China nicht gefallen lassen, wo endet es?

    • traktor am 07.12.2012 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      @faktor

      dazu kommt noch die heutige meldung, von atomwaffentests der USA.. ich ahne nichts gutes..

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