In der Nähe von Damaskus

26. November 2012 04:26; Akt: 26.11.2012 06:29 Print

Acht Kinder bei Luftangriff in Syrien gestorben

Bei einem Luftangriff der syrischen Streitkräfte auf ein Dorf sind acht Kinder getötet worden. Die Rebellen haben im Gegenzug einen Militärstützpunkt eingenommen.

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Die syrischen Regierungsstreitkräfte haben bei einem Luftangriff auf ein Dorf nahe der Hauptstadt Damaskus nach Angaben der Opposition mindestens acht Kinder getötet. Auf Amateurvideos waren zwei tote Mädchen zu sehen, die auf der Strasse lagen.

Mehrere Kinder seien bei dem Angriff zudem verwundet worden, hiess es. Das Dorf Deir al-Safir liegt in der Nähe einiger Vororte von Damaskus, in denen es in den vergangenen Monaten zu Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen kam.

Rebellen erobern Militärstützpunkt

Syrische Rebellen eroberten am Sonntag einen Militärstützpunkt der Regierungstruppen nahe Damaskus. Bei den Kämpfen seien mindestens 15 Rebellen und 8 Regierungssoldaten getötet worden, sagte Rami Abdul Rahman, der Leiter der in Grossbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Rebellen zerstörten demnach auf dem Stützpunkt Mardsch al Sultan zwei Helikopter und erbeuteten einen Panzer. Anschliessend zogen sie sich wieder zurück.

40'000 Tote seit März 2011

Die Aufständischen nahmen nach eigenen Angaben am Sonntag auch ein Trainingslager der palästinensischen Organisation Generalkommando der Volksfront für die Befreiung Palästinas ein. In dem Lager wurden seit 30 Jahren Kämpfer für Aktionen gegen Israel ausgebildet. Das Generalkommando unterstützt das Regime von Präsident Baschar al Assad.

Der Krieg in Syrien, wo Aufständische für den Sturz der Regierung von Präsident Assad kämpfen, hat seit März 2011 nach Schätzungen von Aktivisten mehr als 40'000 Menschen das Leben gekostet.

(sda)