US-Medien wissen

06. Dezember 2012 11:21; Akt: 06.12.2012 12:12 Print

Assad hält die C-Waffen bereit

US-Medien berichten, die syrische Armee mache ihre Chemiewaffen feuerbereit. Die Aussenwelt wäre gegen diesen Schritt machtlos, der Syrien-Krieg würde eskalieren.

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Geht Assad ins Exil?

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Der syrische Präsident Baschar Assad ist offenbar bereit, die durch die USA und die Nato gezogene «rote Linie» zu überschreiten und Chemiewaffen gegen die Rebellen einzusetzen. Dies zumindest schreiben amerikanische Medien am Donnerstag. In den Berichten werden US-Behörden zitiert, die vor einem baldigen Einsatz der C-Waffen wissen sollen.

Die syrische Armee habe demnach Flugbomben mit dem tödlichen Nervengas Sarin bestückt. Die tödliche Ladung könnte innert weniger Minuten von Dutzenden Jets über «feindlichem» Gebiet abgeworfen werden. Laut NBC News wartet man nur auf den Befehl Assads. Noch seien die Flugzeuge nicht mit den Bomben bestückt. Falls es Assad aber ernst meine, «kann die Aussenwelt wenig tun, um ihn zu stoppen.»

Diese Berichte sind jedoch nicht bestätigt. Und sie kommen just zwei Tage nach der Ankündigung der US-Regierung, bei einem allfälligen Einsatz von C-Waffen militärische Schritte einleiten zu wollen. Aussenministerin Hillary Clinton betonte am Dienstag erneut, die Zeit von Assad an der Macht in Syrien sei abgelaufen. Es sei lediglich eine Frage der Zeit, bis er gestürzt werde.

Assad in Bedrängnis

Indizien sprechen denn auch dafür, dass Assad immer mehr in Bedrängnis kommt. Die israelische Zeitung «Haaretz» will erfahren haben, dass er sich bereits nach möglichen Exil-Orten umschaut. Entsprechende Briefe an Kuba, Venezuela und Ecuador seien überbracht worden. Die Westmächte fürchten zudem, dass sich Assad, mit dem Rücken zur Wand, nur noch mit dem Einsatz von Chemiewaffen zu helfen wissen werde.

Das Nervengift Sarin wurde in den 80er Jahren vor allem von Saddam Hussein eingesetzt. 1988 hatte er mit einem einzigen Einsatz in Halabia 5000 Kurden getötet.

(aeg)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Kerzenmacher am 06.12.2012 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Israel,...

    als einzige Demokratie in der Region, hat offenbar vollkommen recht seine Nachbarstaaten genau zu beobachten und in diesem feindlichen Umfeld entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Abkommen oder eine enge Zusammenarbeit mit diesen Ländern scheint in absehbarer Zeit der eigenen Sicherheit halber ausgeschlossen.

  • Marcel am 06.12.2012 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Wette....???

    Um wieviel wollen wir wetten, dass an den Nachrichten nichts, aber auch GAR NICHTS dran ist...???

  • Super truper am 06.12.2012 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chance da

    Es könnte durchaus sein das das Regime in Syrien C Waffen in bestimmten ( von Rebellen kontrolierten) Gebieten einsetzt. Dagegen kann man sehr wenig machen.

  • The Dan am 06.12.2012 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schuld des Westens

    Wenn das wirklich passieren würde, wäre das die Schuld der westlichen Welt, welche wie bei Saddams C-Waffen, diese hergestellt und dann verkauft hat. Weil der Umsturz nicht wie geplant läuft kommen nun solche Meldungen aus USA und Israel (verdächtig) um einen Grund zu schaffen da einzumarschieren, natürlich nur aus humanitären Gründen...

  • Jackmans am 06.12.2012 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Grausame Sache

    Es ist eine sehr heikle Sache mit Gas. Das Assad solches Gas besitzt, hatte er selbst bestätigt, ob er auch wirklich daran denkt, es gleich wie Saddam einzusetzen bleibt die offene Frage. Die Anzeichen mögen sich hierfür verdichtet haben, doch wäre ein Säbelrasseln der Gegner Assads wohl eher unangebracht u könnte gar erst diesen Einsatz befähigen. Andererseits gäbe es keine Möglichkeit, diesen Einsatz von aussen aktiv vorher zu stoppen u probiert es auf diplomatische Weise. Jeder Versuch aber würde eh zum Scheitern verurteilt, wenn Assad es tatsächlich plant. Eine verdammt grausame Sache.