Nationaler Sammeltag

13. November 2012 23:17; Akt: 13.11.2012 23:17 Print

Die Glückskette sammelt für Syrien

Bisher spendeten Schweizer bei der Glückskette 3,5 Millionen Franken für die Kriegsopfer in Syrien. Zu wenig - deshalb haben die Schweizerinnen und Schweizer nochmals zwei Millionen Franken gespendet.

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Syrische Flüchtlinge in der Türkei.

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Nach dem erneuten Spendenaufruf der Glückskette zugunsten der Kriegsopfer und Flüchtlinge des Syrien-Konfliktes sind bis Dienstagabend schweizweit Spendenversprechen in der Höhe von knapp zwei Millionen Franken (2,069 Mio. Fr.) eingegangen.

Die Spenden sollen vor allem den Menschen zugute kommen, die zu Tausenden aus Syrien in die Nachbarländer Libanon, Jordanien, Irak und Türkei geflohen sind. Mit den zusätzlichen Mitteln wollen die Partnerhilfswerke der Glückskette weiter dringend benötigte Nothilfe in Form von Unterkünften, Nahrungsmitteln sowie medizinischer und psychologischer Betreuung leisten.

Der syrische Rote Halbmond schätzt nach UNO-Angaben, dass innerhalb des Landes mittlerweile 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht sind. In die Nachbarländer geflohen sind nach UNO-Angaben über 400 000 Menschen.

Krise ohne Bilder

Am Dienstag seien vor allem viele kleine Spenden von Privatpersonen eingegangen, teilte die Sprecherin der Glückskette, Priska Spörri, mit. Grosse Beiträge etwa von Firmen seien ausgeblieben - wohl nicht zuletzt auch wegen der politischen Dimension des syrischen Konfliktes.

Im Fall der syrischen Flüchtlinge handelt es sich laut Spörri zudem um eine «Krise ohne Bilder», die medial weniger Aufsehen errege als beispielsweise ein Tsunami. Dafür sei der Spendenverlauf durchaus zufriedenstellend.

Nach Abschluss des Sammeltages werden die neu eingegangenen Spenden zur laufenden Sammlung der Glückskette für den Syrien-Konflikt dazugezählt. Diese läuft seit dem März dieses Jahres und konnte bisher mehr als 3,5 Millionen Franken mobilisieren.

Fast 400 Freiwillige

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hatte am Morgen den nationalen Sammeltag der Glückskette eröffnet. «Die unschuldigen zivilen Opfer in Syrien sind auf unsere Unterstützung angewiesen», wird Widmer-Schlumpf in einem Communiqué der Organisation zitiert. Sie sei stolz auf eine Schweiz, die sich derart engagiere.

Die Glückskette wird für ihre Sammlung von fast 400 Freiwilligen unterstützt, die noch bis Mitternacht Spendenversprechen per Telefon entgegennehmen. Unter den Freiwilligen befanden sich auch bekannte Persönlichkeiten wie etwa SRG-Chef Roger de Weck.

(sda)