250'000 Flüchtlinge

30. November 2012 16:55; Akt: 01.12.2012 06:58 Print

In Homs bahnt sich Flüchtlingsdrama an

Mehr als 250'000 Flüchtlinge haben in der Rebellenhochburg Homs Zuflucht gesucht. Sie leben in Notunterkünften und ohne medizinische Versorgung.

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, aber wohlbehütet in den Armen des Vaters. brauchen dringend Geld. . Wie die Uno Ende September berichtete treibt die Gewalt täglich bis zu 3000 Menschen in die Flucht. Die Behörden sind mit den Flüchtlingscamps völlig überfordert. . Diese hier haben sich eine Fahne gebastelt. Sie haben in den letzten Monaten bestimmt einige Flaggen gesehen. , tagsüber spielen sie. Hier flitzt ein kleiner Messi mit seinem Kumpel durch die Zeltstadt. , aber sie sind - vorläufig - in Sicherheit. . Doch ihre Gesprächspartner sind Gleichaltrige. - ihre berufliche Zukunft ist gefährdet. können sich die kleinen Kriegsopfer in den Camps erholen, finden Freunde und scherzen mit den Fotografen. . Doch für die Kleinsten ist der Wasserhahn eine richtige Dusche. , völlig verängstigte und erschöpfte Menschen in den Camps an. Auch diese Familie ist , sie überquert die Grenze zwischen der syrischen Stadt Azaz und der türkischen Stadt Kilis. Die Erleichterung der Eltern spiegelt sich im Gesicht der Jüngsten. Die älteren Kinder sind misstrauischer. finden sich immer mehr Menschen ein. Sie alle warten darauf, dass sie ihr Land verlassen dürfen. Auch diese beiden Schwestern . . Der kleine Amjad leidet an einer Lebensmittelvergiftung. Vor elf Tagen musste er sein Zuhause verlassen, weil die Bombardierungen immer schlimmer wurden. Zeit für den Mittagsschlaf - in rudimentärsten Verhältnissen nahe der Grenze zur Türkei. Unterwegs von Aleppo in die Türkei, hat es sich diese 5-Jährige mit ihrer Familie in einem Schulgebäude «gemütlich» gemacht. Auch dieses Mädchen ist mit ihrer Familie . Jetzt liegt die 5-Jährige mit einer Lungenentzündung in den Armen ihres Vaters im Wartezimmers eines provisorischen Spitals. für die tausenden Flüchtlinge im eigenen Land. In den Schulen fällt der Unterricht aus, die Räume dienen als Unterkunft für die Schutzsuchenden. . Eine Ruhepause auf der nervenzerreibenden Flucht aus Aleppo. Nachts hören sie die Bomben und Granaten, am Tag erkunden sie die Trümmer. Spuren des Kriegs, doch der Alltag geht weiter. . Dieser verletzte Junge steht nach einem Bombenangriff unter Schock. Die Bilder stammen aus dem Dar-al-Shifa-Spital in der hart umkämpften Stadt im Nordwesten des Landes. Es sind erschütternde Bilder, die die Unmenschlichkeit des Kriegs zeigen.

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Über 250'000 Menschen haben nach Angaben der UNO vor den Kämpfen in Syrien Zuflucht in der Rebellenhochburg Homs gesucht. Tausende lebten in Notunterkünften ohne Heizung, sagte eine Sprecherin des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Melissa Fleming, am Freitag in Genf.

Die Stadt könne sie oftmals nicht einmal mit dem Nötigsten versorgen, sagte Fleming. Ein Team des UNHCR habe die Stadt in der vergangenen Woche besucht.

Demnach kann die Hälfte der Spitäler von Homs nicht mehr arbeiten. Mehr als die Hälfte aller Ärzte hätten die Stadt verlassen. Es gebe kaum noch Medikamente, Decken und Kleidung. Viele Kinder seien zudem seit 18 Monaten nicht mehr in die Schule gegangen.

465'000 Flüchtlinge ausserhalb Syriens

Die UNO konnte noch vor dem Wintereinbruch 12'000 Matratzen und 19'000 Decken verteilen. Die Menschen leiden zusätzlich unter der Kälte, da viele Fensterscheiben und Türen zerstört sind.

Laut Fleming hat das UNHCR inzwischen rund 465'000 Flüchtlinge ausserhalb Syriens registriert, die Mehrzahl davon in Jordanien, im Libanon und in der Türkei. Zehntausende flüchtige Syrer hätten sich noch nicht gemeldet, davon allein bis zu 150'000 in Ägypten.

Mehr als 40'000 Menschen getötet

Besorgt zeigte sich Fleming über jüngste Berichte von syrischen Flüchtlingen in Jordanien: Sie seien auf der Flucht beschossen worden. Das UNHCR fordert deshalb die Einrichtung «sicherer Korridore» für Flüchtlinge in Syrien.

Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden seit Beginn des Aufstands gegen Staatschef Baschar al-Assad vor mehr als 20 Monaten mehr als 40'000 Menschen getötet. Das UNHCR ist mit 350 Helfern in Syrien präsent.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Amhidad am 30.11.2012 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Flüchtlinge werden produziert

    Die Kriegstreiber befinden sich ausserhalb von Syrien. Tausende Söldner werden losgeschickt um das syrische Regime zu destabilisieren. Flüchtlinge fördern die antisyrische Propaganda und werden daher medienwirksam produziert.

  • Syrerin am 30.11.2012 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    Lieber zuschauen statt handeln, nicht wahr liebe UNO?! Einigt euch endlich und tut etwas für das arme Volk für die Zivillisten, die nur noch Frieden wollen!! Ich hoffe jetzt wirklich das am 21.12.12 die Welt untergeht, den die Menscheit würde es nicht anders verdienen!!

  • O. Stern am 30.11.2012 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dringender Handlungsbedarf

    Asad soll weg! Dringend! Doch das Dilemma bleibt: wer soll danach ran? Eigentlich sollten die, welche Asad bisher im Amt gehalten haben, dazu gezwungen werden, die "Kollateralschäden" ihrer politischen Insolenz zu begleichen, allen voran China. Doch seiner Führung zählt menschliches Elend ja nichts!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Amhidad am 30.11.2012 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Flüchtlinge werden produziert

    Die Kriegstreiber befinden sich ausserhalb von Syrien. Tausende Söldner werden losgeschickt um das syrische Regime zu destabilisieren. Flüchtlinge fördern die antisyrische Propaganda und werden daher medienwirksam produziert.

  • Syrerin am 30.11.2012 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    Lieber zuschauen statt handeln, nicht wahr liebe UNO?! Einigt euch endlich und tut etwas für das arme Volk für die Zivillisten, die nur noch Frieden wollen!! Ich hoffe jetzt wirklich das am 21.12.12 die Welt untergeht, den die Menscheit würde es nicht anders verdienen!!

  • Benno am 30.11.2012 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    Desorientierung als Kriegspropaganda

    Mehr als 5000 ausländische Söldner kämpfen gegen gute Bezahlung derzeit in der Freien Syrischen Armee gegen alles was ihnen in die Quere kommt. Mehr als 5000 ausländische Söldner gemäss Syrien-Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga Mr. Lakhdar Brahimi.

  • O. Stern am 30.11.2012 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dringender Handlungsbedarf

    Asad soll weg! Dringend! Doch das Dilemma bleibt: wer soll danach ran? Eigentlich sollten die, welche Asad bisher im Amt gehalten haben, dazu gezwungen werden, die "Kollateralschäden" ihrer politischen Insolenz zu begleichen, allen voran China. Doch seiner Führung zählt menschliches Elend ja nichts!

  • Ueli am 30.11.2012 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Hergott ....

    nochmal ...was interessiert mich das in der Schweiz. Ich habe heute Samichlaus im Turnverein ... und freue mich darauf. Wenn die sich in Syrien nicht unsinnnig bekämpfen würden , könnten sich die das auch. Wer auch immer da "ans Ruder" kommt ... es wird nicht besser. Siehe Ägypten!