Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Angst vor Krieg wächst
13. November 2012 06:20; Akt: 13.11.2012 09:35 Print
Israel beschiesst Syrien erneut
Bereits am zweiten Tag in Folge hat die israelische Armee Stellungen im Nachbarland Syrien beschossen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte vor erneuten Grenzverletzungen.
-
Panzer schiessen: Israel meldet «direkte Treffer» auf Ziele in Syrien
-
Nahost-Konflikt: Palästinenser bereit für einen Waffenstillstand
-
Erstmals seit 1973: Israel feuert Warnschüsse auf Syrien ab
-
Treffen abgesagt: Vorerst keine atomwaffenfreie Zone
-
Verirrte Kugeln: Israelischer Panzer auf Golan beschossen
Im Nahen Osten wächst die Angst, dass Nachbarländer Syriens in den Bürgerkrieg hineingezogen werden könnten: Israel nahm den zweiten Tag in Folge Ziele in Syrien unter Beschuss und hat dabei nach Angaben der Militärführung «direkte Treffer» auf ein syrisches Militärfahrzeug gelandet. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte in einer Rede vor Botschaftern in Jerusalem wenig später am Montag an, bisher als Querschläger hingenommene Granateneinschläge auf israelischem Boden nicht länger mehr zu dulden.
Bildstrecken Israel schiesst Drohne abNetanjahu bezeichnet denIran als eine tickende Bombe.Proteste bei Rede von Ahmadinedschad vor der Uno in New YorkWer destabilisiert den Sinai? Infografik Der NahostkonfliktBlockade des Gaza-Streifens Nationaler Spendentag für SyrienHeute können bis Mitternacht über die Gratis-Telefonnummer 0800 87 07 07 Spenden angemeldet werden.
Spenden sind auch online auf glueckskette.ch oder auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Syrien» möglich.
«Wir beobachten genau, was passiert und werden entsprechend antworten. Wir werden keine Grenzverletzungen dulden und nicht zulassen, dass auf unsere Bürger geschossen wird», sagte er. Ebenfalls am Montag wurden direkt an der Grenze zur Türkei bei einem syrischen Luftangriff auf Rebellen nach türkischen Angaben bis zu 20 Menschen getötet.
Mit dem jüngsten Zwischenfall nahmen die Befürchtungen erheblich zu, die Nachbarländer Syriens könnten in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen werden. Israel hat bislang versucht, das zu vermeiden. Eine direkte israelische Beteiligung an dem Konflikt könnte Auswirkungen auf die gesamte Region haben: Die Hisbollah im Südlibanon und militante Hamas-Gruppen im Gazastreifen könnten wieder auf Konfrontationskurs gehen. Im Gazastreifen haben in den letzten Tagen bereits die Kampfhandlungen wieder zugenommen.
Israel hatte am Sonntag erstmals auf den Einschlag von Mörsergranaten auf den nach dem Sechstagekrieg 1967 annektierten Golanhöhen reagiert und einen Warnschuss in Richtung Syrien abgegeben. Vertreter der Streitkräfte gingen bislang stets davon aus, dass es sich um verirrte Geschosse aus Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und Aufständischen in Grenznähe handelte. Am Montag erklärte ein hoher Regierungsbeamter jedoch, Israel zweifle allmählich an dieser Einschätzung: «Wir dachten, das sind Irrläufer, aber heute sind wir uns nicht sicher.»
Golfkooperationsrat erkennt neue syrische Oppositionsgruppe an
Als erste internationale Organisation erkannte der Golfkooperationsrat (GCC) den neuen Dachverband der Oppositionsgruppen als legitime Vertretung des syrischen Volkes an. Nach tagelangen Verhandlungen hatten sich verschiedene Gruppen von Regimegegnern am Sonntag zur Syrischen Nationalkoalition für Opposition und Revolutionäre Kräfte zusammengeschlossen. Die Golfstaaten hofften, die Opposition habe damit «einen Schritt in Richtung eines schnellen politischen Machttransfers» unternommen, sagte GCC-Generalsekretär Abdullatif al Sajani am Montag.
China rief unterdessen erneut alle Parteien in Syrien zu Verhandlungen auf. Aussenministeriumssprecher Hong Lei wich jedoch Fragen danach aus, ob Peking die neue Führung der syrischen Regimegegner anerkenne. Am Wochenende hatte sich die Opposition nach mehrtägigen Verhandlungen in Katar neu aufgestellt und den Geistlichen Maath al Chatib aus Damaskus zum Präsidenten ihrer Organisation bestimmt, die sich Syrische Nationalkoalition für Opposition und Revolutionäre Kräfte nennt.
Auf dem Londoner Flughafen Heathrow wurde unterdessen am Montag ein Mann wegen Terrorverdachts festgenommen. Der 24-Jährige sei möglicherweise in die Planung von Terrorakten in Syrien verwickelt, teilte die britische Polizei mit. Er sei in Gewahrsam genommen und verhört worden, nachdem er am Montagmorgen mit einer Maschine aus Bahrain in Heathrow gelandet war. Im Rahmen der gleichen Ermittlung war im Oktober ein Mann festgenommen worden, der die Entführung von zwei ausländischen Journalisten in Syrien geplant haben soll.
(dapd)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 21 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt



















@alle notorischen israelkritiker
israel kann und sollte nicht einfach lächelnd zuschauen wenn von israelis bewohnte gebiete beschossen werden, dies sollte doch klar sein, die regierung hat eine verantwortung. und alle die meinen das gebiet gehört zu syrien, es wurde von israel annektiert weil von dort aus ständig nordisrael beschossen wurde.
nur nebenbei
eine annexion ist kein anerkannter völkerrechtlicher gebietserwerb, m.a.w. das gebiet gehört nicht israel und das wurde auch in einer un resolution (glaube 234) festgehalten..
stimmt
da haben sie recht sokrates, und es wurde zu recht wegen dem oben genannten grund annektiert.
die gefährlichsten Länder
Israel und Saudi Arabien sind für mich die gefährlichsten Länder im nahen Osten. Schade kriegen diese Länder nicht die selbe Aufmerksamkeit wie der Iran, Syrien und Lybien.
Verteidigung
Israel tut was jede andere normale Land tun würde!