Angst um Sicherheit

17. Dezember 2012 04:03; Akt: 17.12.2012 04:14 Print

Libyen schliesst Grenzen zu vier Nachbarstaaten

Libyen hat die vorübergehende Schliessung seiner Grenzen zu Tschad, Niger, Sudan und Algerien angekündigt. Begründet wurde der Entscheid mit der schlechten Sicherheitslage im Süden des Landes.

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Libyen hat die vorübergehende Schliessung seiner Grenzen zu vier seiner Nachbarländer angekündigt. Die Nationalversammlung in Tripolis beschloss die Massnahme am Sonntag aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage im Süden des Landes, wie aus Regierungskreisen verlautete.

Der Süden des Landes wurde zu einer «geschlossenen Militärzone» erklärt. Im von der libyschen Nachrichtenagentur Lana verbreiteten Entschliessungstext hiess es, die Landesgrenzen zum Tschad, Niger, Sudan und zu Algerien würden bis zur Regelung des Personen- und Güterverkehrs mit den Nachbarn «vorübergehend geschlossen».

Illegale Einwanderer aus Mali

Eine Abgeordnete sagte, die Massnahme solle in Kraft bleiben, bis die Sicherheit in der Region wieder hergestellt sei. Sie verwies auf eine wachsende Zahl illegaler Einwanderer, die aus Furcht vor einer möglichen internationalen Militärintervention im Norden Malis über die Grenze kämen, sowie auf einen Anstieg von Gewalt und Drogenkriminalität in der Region.

Islamisten hatten in Mali nach einem Putsch unzufriedener Soldaten gegen die Regierung den Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Mali grenzt an den Süden Algeriens.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ueli am 18.12.2012 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    illegale einwanderer

    "Illegale Einwanderer aus Mali" nur schon bei dieser Ausdrucksweise wird mir schlecht! In Mali herrscht krieg! (Tuaregs sind eingefallen - informationen gibts nur sehr spärlich) Bei wahren Asylanten von illegalen einwanderern zu reden könnte von uns schweizern stammen! Da müsste man eigentlich gleich alle Asylanten (illegale Einwanderer!) aus Lybien nach Hause schicken! Ich weiss aber nicht, ob Mali damals Lybier Asyl gewährten als die bekriegt wurde...... aber Hauptsache unsere Ölfelder werden gut von der Nato bewacht.

  • Libya am 17.12.2012 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ghadaffi-Tod

    Erst jetzt sieht man, was Ghadaffi bedeutet. Seit dem Tod des Diktators geht es in Libyen bergab, brauchte es diesen Sturz?

    • Ali Mansour am 18.12.2012 12:10 Report Diesen Beitrag melden

      That's the plan

      Soweit wird doch heutzutage nicht mehr überlegt. In Syrien wird nach Bashar al-Assad auch das Chaos herrschen. Da dies absehbar ist, muss man sich fragen, ob dieses Chaos vielleicht vorsätzlich herbeigerufen wird. Ein grosser Teil der Iraker hätte sogar gerne wieder Saddam Hussein zurück, da sie seit seinem Sturz in ständiger Unsicherheit leben.

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  • G. Waser am 17.12.2012 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schlaf der "Gerechten"

    Mit einer ziemlich einfachen, aber wirksamen Doktrin und vorallem viel Geld aus streng isalmischen Ländern schaffen sich Islamisten immer mehr Einfluss auf immer mehr Gebiete. Auf gemässigte Moslems und Andersgläubige wird es immer ungemütlicher, ja lebensgefährlicher. Und hierzulande gibt es immer noch viele, die lieber ihre Augen vor diesem grössere werdenden Problem verschliessen. Sie sprechen lieber von der angeblichen Intoleranz gegenüber dem Islam. Hoffe, dass auch diese aufwachen, bevor es zu spät ist.

    • t.ruther am 18.12.2012 09:23 Report Diesen Beitrag melden

      @walser

      diese streng islamischen länder werden extrem durch die westlichen industrienationen unterstützt. wir fördern also diese islamismus und terrorismus. das ist ein grossen spiel um geld macht und geopolitik.

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  • unbelievable am 17.12.2012 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Neues Lybien

    Schon lustig wie mittlerweile alle grossen Medienhäuser in Europa und der Schweiz nach einem neuen Lybien in Syrien schreien und dabei Irak, Lybien und Ägypten völlig aus dem Sinn verloren haben. Anstatt die durch unsere westliche Kolonialarmee Nato zerstörten Länder wieder in eine stabile Lage zu bringen und wieder aufzubauen wollen wir bereits wieder das nächste Land ins Chaos stürzen? Schon komisch dass man nie etwas hört oder sieht über die aktuelle Lage in den besagten Ländern. Wir werden nonstop von überall her belogen und niemand merkts?

    • S. Demuth am 17.12.2012 16:36 Report Diesen Beitrag melden

      Touristische Umorientierung

      Man kann gespannt sein, wie sich Lybien in den nächsten Jahren entwickelt. Bei seinen Nachbarn Tunesien und Aegyten mehren sich die Zeichen, dass mit dem Geld der Saudis eine islamistische Gesellschaft erzwungen werden soll. Lybien hat da mehr Chancen, sich dank eigenen Oeleinnahmen auf Distanz zu den Extremisten zu halten. Die Milionen von Touristen, die bisher nach TU oder AE in die Ferien gingen, werden sich wohl bald umorientieren müssen.

    • theresa woerndl am 17.12.2012 22:12 Report Diesen Beitrag melden

      promise

      Ja, wir werden sehr belogen und alle Nachrichten sind gefiltert. Aber wir können nicht Länder " aufbauen", wir können sie auch nicht stabilisieren. Das können nur diese Bewohner selbst.

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