Referendum in Ägypten

17. Dezember 2012 01:01; Akt: 17.12.2012 03:58 Print

Mursi-Gegner wittern WahlbetrugMursi-Gegner wittern Wahlbetrug

Die Muslimbrüder feiern, die Opposition schäumt: Das Verfassungsreferendum in Ägypten spaltet das Land. Die Mursi-Gegner glauben an Manipulation und wollen wieder auf die Strasse gehen.

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Das ägyptische Oppositionsbündnis hat für Dienstag zu Protesten in Kairo aufgerufen. (Bild: Keystone)

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Nach der ersten Runde des Verfassungsreferendums in Ägypten hat die wichtigste Oppositionsbewegung Nationale Heilsfront für Dienstag zu landesweiten Demonstrationen aufgerufen. Sie wirft der islamistischen Muslimbruderschaft Fälschungen vor.

In einer Erklärung schrieb die Heilsfront am Sonntagabend, die Ägypter sollten «am Dienstag auf die Strasse gehen, um ihre Freiheiten zu verteidigen, Betrügereien zu verhindern und den Verfassungsentwurf zurückzuweisen». In der Heilsfront sind die wichtigsten liberalen und säkularen Oppositionsparteien des Landes zusammengeschlossen.

Unregelmässigkeiten festgestellt

Die Partei für Freiheit und Gerechtigkeit, der politische Arm der hinter Präsident Mohammed Mursi stehenden Muslimbruderschaft, hatte zuvor auf ihrer Internetseite ein vorläufiges Ergebnis veröffentlicht, wonach 56,6 Prozent der Wähler bei der ersten Runde des Referendums am Samstag für den Verfassungsentwurf stimmten.

Mehrere Nichtregierungsorganisationen sprachen allerdings von Unregelmässigkeiten. Auch die Heilsfront warf den Islamisten Manipulationen vor.

Ergebnisse erst am nächsten Wochenende

Am Samstag waren zunächst 26 Millionen Ägypter, fast die Hälfte der Wahlberechtigten, zur Abstimmung aufgerufen gewesen. Die zweite Runde für die übrigen Wahlberechtigten findet am kommenden Samstag statt. Die offiziellen Ergebnisse sollen am kommenden Wochenende bekanntgegeben werden.

Aus Sicht der Opposition garantieren die oft unscharfen Formulierungen des Verfassungsentwurfs nicht die Bürgerrechte. Zudem fürchten die Gegner, dass der Text einer islamistischen Prägung der Gesetzgebung den Weg ebnet.

Die Befürworter erhoffen sich dagegen Stabilität nach der unruhigen Übergangsphase infolge des Sturzes von Staatschef Hosni Mubarak im Februar 2011.

(sda)

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  • Bruno Krähenbühl am 17.12.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Vernunft ?

    Im Kampf der Gläubigen gegen die sogenannten Ungläubigen gibt es keinen Sieger, sondern immer nur eine grosse Verliererin: die Vernunft. Ueberall dort, wo die Religion die Vernunft vergewaltigt, ist mit schlimmen Auswüchsen zu rechnen. Armes Aegypten !

  • Florian Forster am 17.12.2012 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt..?

    Ihr wundert euch allen ernstes dass der Mursi nicht fair spielt? Ich bitte euch, das war sowas von vorherzusehen. Die Islamisten spielen nie fair, genau so wenig wie es der Papat tun würden...

  • Markus am 17.12.2012 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Islam Staat nicht schlecht

    Ein Islam Staat würde das Machtvakuum im nahen Osten verändern. Gewisse Länder könnten nicht mehr auf ihre arab. Nachbarn einhacken wie es ihnen gefällt und Amerika müsste dieses Land mehr beschützen. Und für mich als Ferienreisender, er gibt noch andere schöne Länder als Aegypten.

    • Sirius am 17.12.2012 13:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Dann leb DU doch in einem Gottesstaat als Nichtmoslem! Typisch diese Aussage von einem Ahnungslosen...

    • Markus am 17.12.2012 14:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Sirius

      Ich lebe ja nicht da. Aber scheinbar wollen es die Aegpyter, sonst würden sie diese Bruderschaft ja nicht leben. Denke übrigens auch nicht dass DU dort lebst. Typisch die Aussagen von Alleswissern.

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