Stimmen ausgezählt

10. November 2012 19:30; Akt: 11.11.2012 00:01 Print

Obama hat auch in Florida gewonnen

Jetzt ist die Auszählung der Stimmen auch in Florida beendet: Die örtliche Wahlkommission hat heute mitgeteilt, dass US-Präsident Barack Obama 50,01 Prozent der Stimmen geholt hat.

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Jetzt ist auch der Kampf um den Bundesstaat Florida entschieden: Vier Tage nach der Wahl ist die Auszählung der Stimmen beendet - Barack Obama hat mit 50,01 Prozent der Stimmen gewonnen. Das war der Wahltag: In New York hat Obama 61 Prozent der Stimmen erhalten. Die präsidiale Rede rührt manch eine Anhängerin zu Tränen. Barack Obama beschwört - wie vor vier Jahren - die Einheit des Landes: «Ich will mit den Führern beider Parteien zusammenabreiten.» Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama betritt die Bühne, um zum Volk zu sprechen. Begleitet wird er von seiner Frau Michelle und den Töchtern Sasha (l.) und Malia. Der unterlegene Kandidat, Mitt Romney, gratuliert Präsident Obama zum Sieg. «Ich bin allen von euch so dankbar für eure Unterstützung und eure Gebete«, twittert die First Lady. Der Wahlkrimi ist noch nicht beendet - Mitt Romney will die Wiederwahl nicht akzeptieren. Der Jubel im Obama-Lager in Chicago ist grenzenlos. Gefeiert wird etwa in Baltimore, Maryland, ... ... in New York, ... ... nochmal New York, ... ... in Denver, Colorado, ... ... und in Detroit, Michigan. So gross wie die demokratische Freude ist der republikanische Frust. Zum Beispiel in Boston, Massachusetts, ... ... in Bloomington, Minnesota, ... ... nochmals in Boston, Massachusetts, ... ... und in Des Moines, Iowa. US-Präsident Barack Obama ist wiedergewählt! Durch die Wahlstimmen von Kalifornien, Hawaii, Washington und Iowa kommen die 270 Punkte, die nötig sind für die Wiederwahl Barack Obamas, in greifbare Nähe. Mitt Romney sichert sich inzwischen Idaho, Montana und Missouri. In Florida sind bereits 90% aller Stimmen ausgezählt. Obama kann einen sehr dünnen Vorsprung halten. Obama gewinnt 9 Wahlstimmen mit Minnesota und Romney 10 mit Arizona. Obama gewinnt New Hampshire und verringert dadruch seinen Abstand auf Herausforderer Mitt Romney auf 11 Stimmen. Alle Augen liegen auf Florida. Als 80 Prozent der rund sieben Millionen Stimmen abgegeben waren, lag Romney mit nur 636 Stimmen vorne! Wenige Minuten später drehte die Lage und Obama übernahm die Führung. Obama holt auf. Pennsylvania und Wisconsin gehen an den amtierenden Präsidenten. Im wichtigen «Swing State» Ohio bleibt es weiterhin spannend. Obama liegt nach der Auszählung von einem Viertel der Stimmen leicht vorne. Weitere 14 Staaten haben Ihre Wahlstimmen abgegeben. Obama erhielt die Stimmen aus den Staaten Michigan, New Jersey und New York City. Romney hingegen konnte Wyoming, Alabama, Arkansas Kansas, Louisiana, Mississippi, Nebraska, North Dakota, South Dakota, Tennessee und Texas für sich verbuchen. Somit geht Mitt Romney mit 152 Stimmen in Führung. Obama hat lediglich 123 Stimmen. Obama gewinnt verschiedene Staaten für sich. Mit den Wahlmännerstimmen von Connecticut, Delware, District of Columbia, Illinois, Maine, Maryland, Massachusetts und Rhode Island bringt er es auf insgesamt 64 Stimmen. Romney konnte Oklahoma und Georgia überzeugen und steht bei 56 Stimmen. Mitt Romney gewinnt Indiana, Kentucky, South Carolina und West Virginia. Damit kommt er auf insgesamt auf 33 Wahlmännerstimmen. Obama hingegen gewinnt Vermont, welches ihm 3 Wahlmännerstimmen einbringt. Die ersten Wahllokale haben geschlossen. Erst richtig spannend jedoch wird es, wenn die Wahllokale in den Swing States schliessen. Dies wird voraussichtlich etwa um 1 Uhr MEZ geschehen. Manche scheinen sich erst kurz vor der Stimmabgabe entscheiden zu können, wie hier die 91-jährige Alvina DeVault, die nochmals kurz innehält, bevor sie sich entgültig entscheidet. Sie hat, nach eigenen Angaben, es bei keiner Präsidentschaftswahl verpasst ihre Stimme miteinzubringen und das seit Franklin D. Roosevelt Präsident wurde. in New York als Wahlbarometer. Eine rote Lichtsäule (für Romney) und eine blaue (für Obama) werden nach Schliessung der Wahllokale anzeigen, welcher Kandidat vorne liegt. In der Nacht auf Freitag fand ein Testlauf statt. Im Wahllokal, dass sich in der Benjamin Franklin Elementarschule in Philadelphia befindet, sorgte ein Wandbild von Präsident Obama unter den Republikanern für rote Köpfe. Es befand sich genau hinter zwei Wahlkabinen, deshalb wurde eine Beschwerde eingereicht und das Bild musste überdeckt werden. Showdown auf dem Rollfeld in Cleveland: Im möglicherweise wahlentscheidenden Staat Ohio kam es zu einem symbolträchtigen Aufeinandertreffen beider Lager auf dem Rollfeld des Flughafens von Cleveland, der zweitgrössten Stadt Ohios. Während Romney noch auf dem Flughafen auf die Ankunft Ryans wartete, platzte dort überraschend der demokratische Vizepräsident Joe Biden hinein, dessen Maschine unangekündigt in Cleveland landete. Romney und Ryan hatten kurzfristig den als entscheidend geltenden US-Staat Ohio sowie Pennsylvania auf ihre Agenda am Wahltag gesetzt - mit einem Abstecher ins Fast Food Restaurant Wendy's in Richmond Heights, Ohio. Obama bedankte sich in Chicago per Telefon bei drei seiner freiwilligen Helfer in Wisconsin. Eine der Damen an anderen Ende der Leitung hatte wirklich grad eine lange Leitung, sozusagen. «Hier ist Barack Obama. Wissen Sie, der Präsident?» Nach dem Gespräch meinte Obama schmunzelnd: «Sie war sehr nett, obwohl sie zu Beginn gar nicht wusste, mit wem sie sprach.» Romney gibt seine Stimme zusammen mit seiner Frau Ann in Belmont (Massachusetts) ab. Auf die Frage, für wen er gestimmt habe, antwortete er: «Ich glaube, das wissen Sie!» Obama hingegen hat seine Stimme scho vorzeitig abgegeben und spielt mit Freunden in Chicago Basketball, wie er es schon bei seiner ersten Wahl getan hatte. Der demokratische Vizepräsident Joe Biden (hier mit seiner Frau Jill) ist am Dienstag überraschend in Cleveland eingetroffen, der zweitgrössten Stadt des umkämpften US-Staates Ohio. Ohio will er nicht ganz den Republikanern überlassen. In Miami stehen die Leute Schlange um ihre Stimme abzugeben. CNN zeigte Bilder, in denen die Menschenansammlung über die Strasse bis zum nächsten Häuserblock reichte. Auch in den von Wirbelsturm «Sandy» gebeutelten Regionen hat die Wahl begonnen. An einigen Orten in New York wird in Zelten abgestimmt. Menschen, die ihr Zuhause in New Jersey verlassen mussten, dürfen auf Anweisung von Gouverneur Chris Christie per E-mail oder Fax wählen. Obama wartet das Wahlergebnis in Chicago, seiner Heimatstadt, ab. Hier signiert er einen Schuh von einem Fan. Die Wahl kommt in Fahrt. Der erste hart umkämpfte Staat Virginia bittet die Wahlberechtigten zur Urne. Auch in den möglicherweise wahlentscheidenden Swing States Ohio und Florida wurden die Wahllokale eröffnet. In den letzten Umfragen in Ohio lag Obama vorne. Ein Sieg in Ohio ist für beide Kantidaten von äusserster Wichtigkeit. Der Bundesstaat Vermont öffnet, um fünf Uhr Ortszeit, seine Wahllokale. Kurze Zeit darauf öffnen auch die ersten Wahlurnen in anderen Ostküstenstaaten, darunter Virginia und Conneticut. Die Präsidentschaftswahlen in den USA werden auch im Ausland gespannt verfolgt, doch wahrscheinlich nirgendwo so sehr wie in dem Dorf Kogelo im Westen Kenias. «Ich bete für ihn, dafür, dass ihm Gott zur Seite steht», sagte am Dienstag in Kogelo die 90-jährige Sarah Obama, die Grossmutter von US-Präsident Barack Obama. Erster kleiner Sieg für Obama. In der Ortschaft Hart's Location, ebenfalls in New Hampshire, gewinnt Obama mit 23 Stimmen. Romney erhielt lediglich 9 Stimmen. Es geht los! Als erste Ortschaft hat Dixville Notch sein Wahllokal kurz nach Mitternacht Ortszeit geöffnet. In der kleinen Ortschaft im Bundesstaat New Hampshire gab es ein Patt: Fünf Stimmen für Obama und fünf für Romney.

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Abschliessender Erfolg für Barack Obama: Vier Tage nach der US-Präsidentschaftswahl hat auch der Bundesstaat Florida die Auszählung der Stimmen beendet - und den Amtsinhaber zum Sieger erklärt. Obama habe 50,01 Prozent der Stimmen geholt, teilte die örtliche Wahlkommission am Samstag mit. Obamas republikanischer Herausforderer Mitt Romney konnte demnach 49,14 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten betrug nach Angaben der Kommission am Ende rund 74 000 Stimmen.

«Florida hat sich deutlich dafür ausgesprochen, unsere Nation voranzubringen», kommentierte Obamas Wahlkampfmanagerin für Florida, Ashley Walker, das Ergebnis. Gail Gitcho, Kommunikationsdirektor von Romney, sagte, sein Team habe keinen Kommentar. Laut Wahltagsbefragungen der Nachrichtenagentur AP bekam Obama in Florida neun von zehn Stimmen der afroamerikanischen Wähler und lag auch bei den hispanischen Bürgern mit drei von fünf Stimmen klar vorn. Romney punktete demnach bei weissen und älteren Wählern.

Obama hat in acht der neun Swing-States gewonnen

Für den Ausgang der Präsidentschaftswahl hatte das Ergebnis keine entscheidende Bedeutung mehr, da der Wahlsieger Obama auch ohne Florida schon genügend Wahlmännerstimmen auf dem Konto hatte. Das Endergebnis bei den Wahlmännern lautet 332 für Obama und 206 für Romney. Bei der Auszählung am 6. November hatte Obama hauchdünn vor Romney gelegen. Daher kam es auf die sogenannten provisorischen Stimmen an - Stimmzettel, die erst noch überprüft werden mussten.

Formell werden die Wahlmänner nun am 17. Dezember ihre Stimmen für den Präsidenten und dessen Stellvertreter abgeben. Ausgezählt werden die Stimmen am 6. Januar bei der ersten Sitzung des neuen Kongresses. Die Amtseinführung Obamas und seines Vizepräsidenten Paul Joe Biden findet dann am 20. Januar statt. Das Team gewann bei der US-Wahl in acht der neun besonders umkämpften US-Staaten: Florida, Ohio, Iowa, New Hampshire, Wisconsin, Virginia, Colorado und Nevada. Nur in North Carolina lag Romney vorne.

(sda/dapd)