US-Kongresswahlen

07. November 2012 03:58; Akt: 07.11.2012 09:41 Print

Republikaner behalten das Repräsentantenhaus

Das US-Repräsentantenhaus bleibt für zwei weitere Jahre in der Hand der Republikaner. Bei der Kongresswahl vom Dienstag konnten sie dort ihre Mehrheit verteidigen und 221 Sitze erringen.

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Das provisorische Resultat der Kongresswahlen

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Das US-Repräsentantenhaus bleibt in republikanischer Hand. Bei den Wahlen zum US-Kongress bleiben die bestehenden Verhältnisse unverändert. Der Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, wurde ohne Gegenkandidaten in seinem Wahlkreis im Staat Ohio wiedergewählt. Auch der republikanische Mehrheitsführer Eric Cantor aus Virginia zog wieder ins Repräsentantenhaus ein. In Kentucky schlug der Republikaner Andy Barr den demokratischen Amtsinhaber Ben Chandler. In North Carolina eroberten die Republikaner zwei frei gewordene Sitze.

Zum ersten Mal nach zwei Jahrzehnten hat auch wieder ein Kennedy-Spross den Sprung ins Repräsentantenhaus geschafft. Mit dem 32-jährigen Joe Kennedy III ist der Clan wieder in der nationalen Politik vertreten. Kennedy wurde in den 4. Kongresswahlbezirk von Massachusetts gewählt und triumphierte damit über den Republikaner Sean Bielat. Er übernimmt den frei gewordenen Sitz des bekannten Demokraten Barney Frank, der zu Jahresbeginn seinen Rückzug aus der Politik bekannt gegeben hatte.

Nach den ersten provisorischen Auszählungen erreichten die Rebublikaner 221 Sitze. Die Demokraten kämen lediglich auf 159. Somit verfügen die Republikaner locker über eine Mehrheit im Repräsentantenhaus, 218 Sitze sind dafür nötig. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus werden bei der Wahl neu besetzt.


Nelson setzt sich in Florida trotz millionenschwerer republikanischer Kampagne durch

Bei den Wahlen in den Senat verloren die Republikaner im Staat Maine einen Sitz an den unabhängigen Kandidaten Angus King. Der frühere Demokrat äusserte sich bislang nicht zu der Frage, welcher Fraktion er sich anschliessen wird. Zuvor wurde Maine im Senat von der Republikanerin Olympia Snowe vertreten.

In Florida wurde der demokratische Senator Bill Nelson für eine dritte Amtszeit gewählt. Republikanische Interessengruppen hatten Millionen in den Wahlkampf ihres Kandidaten Connie Mack investiert, doch Nelson gilt selbst als begnadeter Spendensammler und wurde auch von einigen Republikanern unterstützt.

In Vermont wurde der unabhängige Senator Bernie Sanders mit grosser Mehrheit wiedergewählt. In Rhode Island setzte sich der Demokrat Sheldon Whitehouse durch, seine Parteifreunde Ben Cardin und Tom Carper wurden in Maryland und Delaware wiedergewählt. In Connecticut siegte der Demokrat Chris Murphy, in West Virginia sein Parteifreund Joe Manchin. Die demokratischen Senatoren Debbie Stabenow in Michigan, Kirsten Gillibrand in New York, Bob Menendez in New Jersey und Amy Klobuchar in Minnesota wurden ebenfalls wiedergewählt.

Vertreter der «Tea Party»-Bewegung zieht in den Senat ein

In Tennessee konnte sich der Republikaner Bob Corker eine zweite Amtszeit im Senat sichern. Für Texas zieht der von der ultrakonservativen Tea Party Bewegung unterstützte Kandidat Ted Cruz in den Senat ein. Er wird der dritte hispanischstämmige Senator in Washington sein.

Derzeit verfügen die Demokraten im US-Senat über eine Mehrheit von 53:47. Zur ihrer Fraktion gehören zwei unabhängige Senatoren, die üblicherweise mit den Demokraten stimmen. Um die Kontrolle über den Senat zu übernehmen, müssen die Republikaner vier Sitze hinzugewinnen. Sollte Mitt Romney die Präsidentschaftswahl gewinnen, reichen drei zusätzliche Sitze für die Mehrheit.

(sda/dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc N. am 07.11.2012 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Congratulations Mister President !

    Gratulation an Obama, der mit 4 weiteren Jahren nun eine echte Chance hat, seine guten und immens wichtigen Ideen umzusetzen. Ich hoffe nur, dass der republikanisch dominierte Kongress diesmal, wie es auch Romney hofft, mitspielt, und Obama nicht immer nur Stolpersteine in den Weg stellt, denn so kann auch der beste Präsident nur relativ wenig erreichen.

  • JLoon am 07.11.2012 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe nicht

    Kann mir jmd erklären, wie soll es möglich sein, dass Obama gewinnt aber das Repräsentantenhaus in republikanischer Hand bleibt ?!?

  • Shinji Schneider am 07.11.2012 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Stillstand

    Freuen wir uns auf weitere vier Jahr politische Nullrunde in den USA. Das Repräsentantenhaus wird sich darauf konzentrieren Obamacare loszuwerden und alles andere von Obama zu blockieren. Lächerlich

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Die neusten Leser-Kommentare

  • JLoon am 07.11.2012 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe nicht

    Kann mir jmd erklären, wie soll es möglich sein, dass Obama gewinnt aber das Repräsentantenhaus in republikanischer Hand bleibt ?!?

  • Marc N. am 07.11.2012 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Congratulations Mister President !

    Gratulation an Obama, der mit 4 weiteren Jahren nun eine echte Chance hat, seine guten und immens wichtigen Ideen umzusetzen. Ich hoffe nur, dass der republikanisch dominierte Kongress diesmal, wie es auch Romney hofft, mitspielt, und Obama nicht immer nur Stolpersteine in den Weg stellt, denn so kann auch der beste Präsident nur relativ wenig erreichen.

  • Shinji Schneider am 07.11.2012 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Stillstand

    Freuen wir uns auf weitere vier Jahr politische Nullrunde in den USA. Das Repräsentantenhaus wird sich darauf konzentrieren Obamacare loszuwerden und alles andere von Obama zu blockieren. Lächerlich

    • Shinji Schneider am 07.11.2012 11:00 Report Diesen Beitrag melden

      Nachtrag

      Aber lieber Stillstand als der "Fortschritt" den wir unter Romney gehabt hätten

    • Tom am 07.11.2012 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Blödsinn!!

      Die USA auf eine gute Bahn zu lenken braucht sehr viel Zeit und hat mit Stillstand absolut nichts zu tun!! Das einzige, was Mitt Romney in Bewegung gesetzt hatte, wäre genau die Entwicklung der Wirtschaft, welche die Staaten und übrigens auch uns in diese unsägliche Krise führten!!

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