Wahl-Chaos

05. November 2012 10:46; Akt: 06.11.2012 13:51 Print

In Florida können viele ihre Stimme nicht abgeben

Wer in Florida vorzeitig wählen wollte, stand sich dieses Wochenende die Beine in den Bauch – und wurde im schlimmsten Fall abgewiesen. Ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt?

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Am Wochenende vor den Präsidentschaftswahlen erschallte vor nicht wenigen Wahllokalen der Ruf «Wir wollen wählen!» – sinnigerweise in Florida, wo die Behörden die vorgezogene Stimmabgabe einfach nicht in den Griff kriegen.

Die Demokratische Partei Floridas erstattete deswegen Anzeige, weil zahlreiche Wähler ihre Stimme nicht vorzeitig abgeben konnten, obwohl die Behörden diese Möglichkeit angekündigt hatten.

Das Elend begann früh

Die Politiker hatten dem Chaos ein Schnäppchen schlagen wollen: Die Wahllokale blieben am Samstag und an einigen Orten ausserplanmässig sogar am Sonntag geöffnet, um einen Ansturm am Dienstag zu verhindern. Das Resultat: Das Elend begann für Tausende Wähler noch früher.

Sie mussten bis zu sechs Stunden in langen Schlangen und an der prallen Sonne stehen, um ihre Stimmzettel abgeben zu können. An einigen Orten war alles Anstehen vergeblich, die Lokale schlossen bürokratisch pünktlich. «Es liegt wieder an der mangelhaften Infrastruktur», so ein erboster Wähler gegenüber der «Huffington Post».

Der zitierte Wähler liegt nicht falsch: Die Wahlinfrastruktur der USA krankt auch 2012 an missverständlichen Wahlkarten, ausfallenden Computern, überrannten Wahllokalen und vergessen gegangenen oder verschollenen Stimmen.

Das Wochenend-Wahlchaos in Florida befremdet dennoch – umso mehr, weil Florida traditionell einen hohen Anteil an Frühwählern hat und die Wahllokale bereits seit acht Tagen geöffnet sind.

Und so erinnert erneut vieles an das Wahldebakel im Jahr 2000, als der Supreme Court ein Machtwort sprach, die Auszählungen abbrach und George W. Bush den Sieg zusprach.

(gux)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mario am 05.11.2012 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Jedes Mal

    das selbe Theater in die "erste Demokratie der Welt" ... lächerlich.

  • Willy Feld am 05.11.2012 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    bush

    bush's bruder ist ja immernoch gouverneur in florida. im jahr 2000 hat fidel castro wahlbeobachter von cuba offeriert :-) `hoffe, er lässt auch dieses mal wieder eine weisheit von sich.

  • Karsten am 05.11.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlentscheidung

    und das ein weiteres Mal ine einem Swing-Staat! Auch diesmal kann es Wahlentscheidend sein

Die neusten Leser-Kommentare

  • guntern georg am 06.11.2012 00:56 Report Diesen Beitrag melden

    ist gut, wenns vorbei ist

    Wahr in den Ferien und hörte von Sandy als es schon fast vorbei wahr. Dann dachte ich mir sofort, dass sich die Wahlen etwas verzögert wird und dies kein Problem sei. Schon 2000 ein Problem. Also wenn eine Weltmacht mit so was nicht klar kommt, mit was dann? Ich möchte ja nicht wissen, wieviele Leute die Wahl manipulieren?

  • Christoph am 05.11.2012 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    10:45

    Ich ging in der Schweiz 15 Minuten vor Ende ins Wahllokal und da waren die Urnen schon geschlossen. Die armen Stimmzähler wollten offensichtlich nicht bis am Schluss offen halten. Die Schweiz ist nicht wie viele denken.

  • Danny am 05.11.2012 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Again

    Die Geschichte wiederholt sich !

  • t.ruther am 05.11.2012 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    da wundert man sich über Ami-Bashing

    haha und da wundern sich einige über die Kritik an der USA. die kriegen ja nichtmal die Wahlen hin, aber gut.. besser als in der EU wo man nicht wählen kann.. jaja im Westen ist alles besser (wer ironie findet kann sie behalten)

    • Peter Frey am 05.11.2012 15:43 Report Diesen Beitrag melden

      Tatsachenwidrig

      t.ruther: "...besser als in der EU wo man nicht wählen kann....": Bitte Belege für diese krasse tatsachenwidrige Behauptung! (Ironie habe ich keine gefunden...)

    einklappen einklappen
  • d.w. aus oberengstringen am 05.11.2012 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wählen gehen, ist das denn demokratie?

    So wie das in den USA seit vielen Jahren mit den Wahlen läuft, kann man sich getrost fragen, ob es hier noch um die Freiheit des Wählens geht. Dies bei einem Land, welches ja die Demokratie und Meinungsfreiheit so sehr hoch gehalten haben will. Es ist zumindest mit einem Abstand von einigen tausend Kilometern erkennbar, dass diese Demokratie doch nicht so "super" ist wie sie es selbst vorgibt. Noch ein Gedanke: Die USA kann Milliarden ausgeben für Waffen, aber ein funktionierendes Wahlverfahren und Gerätschaften dazu gehen nicht ? !!!