Zu wenig Luft und Licht

29. November 2012 12:06; Akt: 29.11.2012 13:30 Print

Die Botschaft macht Assange krank

Der monatelange Aufenthalt in der ecuadorianischen Botschaft hinterlässt bei Wikileaks-Gründer Julian Assange Spuren. Er leidet an einer chronischen Lungenentzündung.

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Der Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange leidet nach Angaben von Ecuadors Botschafterin in Grossbritannien an einer chronischen Lungenentzündung. Sein Gesundheitszustand könne sich «jederzeit verschlechtern», sagte Ana Alban am Mittwoch (Ortszeit) in Quito vor Journalisten.

Assanges gesundheitliche Leiden rührten daher, dass er seit Monaten in der Londoner Botschaft Ecuadors ausharre und wenig frische Luft und Sonnenlicht bekomme. Der 41-Jährige war im Juni in die Botschaft geflohen, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo er zu Vorwürfen sexueller Vergehen vernommen werden soll.

Ecuador kümmert sich nach Angaben Albans um die Kosten für Assanges medizinische Versorgung und ermöglicht «regelmässige medizinische Untersuchungen». Darüber hinaus wollte die Botschafterin keine Angaben zum Gesundheitszustand des Internetaktivsten machen.

Assange äussert sich nicht dazu

Im Gespräch mit dem US-Fernsehsender CNN wollte Assange am Mittwoch keine Angaben zu seiner Gesundheit machen. «Ich glaube nicht, dass das wichtig ist», sagte der Australier. Ende September hatte er noch in einem Interview über seine sich «langsam verschlechternde» Gesundheit und seinen «heftigen Husten» gesprochen. Assanges Anwalt Baltasar Garzón zeigte sich Anfang November besorgt über die Gesundheit seines Mandanten.

Wikileaks hatte durch die Veröffentlichung geheimer Informationen zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie von rund 250'000 vertraulichen Diplomatendepeschen den Zorn der US-Regierung auf sich gezogen. Assange befürchtet nach eigenen Angaben, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Spionage und Geheimnisverrat drohen könnte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf Raess am 29.11.2012 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Der ehemals "freie" Westen hat nun seine

    eigenen Dissidenten. Ja, wenn zwei dasselbe tun Es kümmerst sich auch niemand um den US-Soldaten Mannings, der unmenschlich durch die US-Armee-Justiz "behandelt" wird, dem die Öffentlichkeit auch viel zu verdanken hat.

  • U. Beyeler am 29.11.2012 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Oje, der Ärmste

    Hört sich fast so an, als ob die Botschaft in einer fensterlosen, feuchten Hütte untergebracht sei. Oder haben sie ihn im Keller eingeschlossen?

  • bananenkönig am 29.11.2012 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    beweis

    assange ist der beweis, dass in derUSA und der Westen allgemein keine Meinungsfreiheit und Demokratie herrscht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ich bins am 01.12.2012 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freiwillig dort

    Ist selber Schuld.

  • leonhard am 30.11.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    so gehts

    so macht der Westen die Leute kaputt,die was aufdecken!!Aber immer den grossen Moral Apostel vorgeben,darin ist der Westen geübt,deckt man was auf,wird man fertig gemacht,und die Medien drücken brav alles was aus den DPA's kommt einfach nach,keiner recherchiert mehr was,die Journalisten gelten auch nicht mehr viel.

  • Dimi am 30.11.2012 05:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chronische Krankheiten...?

    Würde mich nicht Wundern wenn er vergiftetes Trinkwasser o.ä zu sich nimmt. Den Amis ist in solchen Fällen echt alles zuzutrauen.

    • Mata H. am 01.12.2012 19:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Dimi

      Nicht nur den Amis! So auch den Russen, Chinesen, Israel, usw.!

    einklappen einklappen
  • relavitet am 29.11.2012 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    kein Messias

    Eigentlich die Retourkutsche. Wie viele kamen wegen Ihm in die Zwangsmühle? Viele Gönner haben sich abgewendet weil sich selber ohne der Sache zu dienen in den Himmel gehoben hat

  • Antonia am 29.11.2012 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Anderes Aussehen

    Er soll sich ein anderes Aussehen zulegen. Die sollen einen plastischen Chirurgen holen, einen provisorischen OP in der Botschaft aufbauen und ihm ein neues Gesicht verpassen. Das wäre zwar schade denn ich finde, er sieht gut aus, aber es wäre hilfreich. Dann sollen sie ihm einen neuen Pass ausstellen und zusehen, dass er ungesehen rauskommt. Ich weiss, das klingt abenteuerlich, aber ich finde es verwerflich, was man mit ihm macht.