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Wikileaks-Informant
26. Juni 2012 03:18; Akt: 26.06.2012 03:31 Print
Manning darf Beweismittel einsehen
Der amerikanische Wikileaks-Informant Bradley Manning hat einen Sieg vor Gericht erzielt. Er darf Berichte der Geheimdienste über ihn lesen.
In der Affäre um die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten im Internet soll der mutmassliche Wikileaks-Informant Bradley Manning Zugang zu Beweismitteln erhalten. Ein Militärgericht gab am Montag (Ortszeit) einem entsprechenden Antrag der Verteidigung Mannings statt.
Bradley Manning muss sich vor Gericht verantworten.(Bild: Keystone)
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Der Fall Assange
Die Anwälte hatten beanstandet, dass die Staatsanwaltschaft ihnen Informationen vorenthalte, die Manning helfen könnten. Die Verteidiger versuchen seit Monaten, Berichten von Regierungsbehörden wie CIA, Aussenministerium und FBI einzusehen, in denen der mutmassliche «Schaden» bewertet wird, den Manning verursacht haben soll.
Laut den Anwälten des 24-Jährigen könnten die Berichte beweisen, dass die mutmassliche Weitergabe von US-Geheimdokumenten durch Manning keine entscheidende Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellte.
260 000 Depeschen weitergegeben
Richterin Denise Lind ordnete nun an, dass die Staatsanwalt die angeforderten Berichte der Verteidigung übermitteln müsse. Zudem soll die Anklage bis zum 25. Juli erklären, welche Dokumente ihr zur Einsicht vorlagen und warum diese bislang nicht der Verteidigung zur Verfügung gestellt wurden.
Manning soll Geheimdokumente des US-Militärs zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie rund
Am schwersten wiegt der Vorwurf der Unterstützung des Feindes. Derzeit läuft auf dem Stützpunkt Fort Meade im Bundesstaat Maryland das Vorverfahren. Bislang hat Manning nicht mitgeteilt, ob er sich schuldig oder unschuldig erklären werde.
(sda)
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