Obama im Interview

27. Dezember 2017 14:55; Akt: 27.12.2017 20:10 Print

«Boxershorts oder Slips?»

Prinz Harry hat für die BBC Barack Obama interviewt und dabei auch sehr persönliche Fragen gestellt. Zum Beispiel nach den Unterwäsche-Vorlieben des ehemaligen US-Präsidenten.

LeBron James oder Michael Jordan? Eine Schnellfragerunde mit Barack Obama. (Video: Tamedia/BBC4)
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In seinem ersten Interview seit seinem Amtsende hat der frühere US-Präsident Barack Obama vor einer Spaltung der Gesellschaft durch die sozialen Netzwerke gewarnt. «Eine der Gefahren des Internets ist, dass die Menschen vollkommen unterschiedliche Realitäten haben», sagte Obama in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview, das der britische Prinz Harry für den Sender BBC Radio 4 mit dem Ex-Präsidenten führte.

Einige Menschen seien «in einem Kokon aus Informationen, die ihre bestehenden Vorurteile verstärken», sagte Obama mit Blick auf Tendenzen, nur Internetseiten zu konsultieren, die das eigene Weltbild bestätigen. «Die Dinge sind nicht so einfach wie sie in irgendeinem Chatroom, den man besucht hat, dargestellt werden», warnte der ehemalige US-Präsident.

Entscheidend sei daher die Frage, «wie wir uns diese Technologie auf eine Weise zunutze machen, die eine Vielzahl an Stimmen, eine Verschiedenartigkeit der Sichtweisen erlaubt, aber nicht zu einer Balkanisierung der Gesellschaft führt und es uns erlaubt, eine gemeinsame Grundlage zu finden», sagte Obama. Seinen rechtspopulistischen Amtsnachfolger Donald Trump erwähnte der US-Demokrat in dem Interview nicht namentlich.

Video: Nervöser Prinz interviewt Obama

«I'll interview you, if you want?»: Obama lockert die Stimmung vor dem Interview auf.

Prinz Harry liess Obama auch schildern, wie er sich seit seinem Amtsende vor knapp einem Jahr fühle. Er habe das Weisse Haus mit «heiterer Gelassenheit» verlassen, sagte der 56-jährige Ex-Präsident. «Es gab das Gefühl, dass wir ein gutes Rennen gelaufen sind.» Nun geniesse er die Freiheit. «Ich wache später auf, es ist wunderbar, seinen Tag kontrollieren zu können», so Obama.

Der Prinz stellte Obama als Gastredaktor auch Fragen der Art, die normalerweise Entertainern und nicht Politikern gestellt werden. So fragte Prinz Harry den ehemaligen Präsidenten in einer Schnellfragerunde, was er denn am meisten vermisse aus dem Weissen Haus, wofür er seine letzten fünf Dollar ausgeben würde und ob er Boxershorts oder Slips bevorzuge. Die Antworten zu dieser und weiteren Fragen finden Sie im obigen Video.

«Ich wache später auf, es ist wunderbar, seinen Tag kontrollieren zu können.»Barack Obama

Prinz Harry führte das nun ausgestrahlte Interview mit Obama bereits im September am Rande der sogenannten Invictus Games im kanadischen Toronto. Barack Obama und seine Frau Michelle verbindet eine herzliche Beziehung zu dem 33-jährigen Prinzen. Während ihrer Zeit im Weissen Haus unterstützten sie aktiv die Invictus Games, einen internationalen Sportwettbewerb für kriegsversehrte Soldaten, den Harry ins Leben gerufen hat.

Als der Prinz Ende November seine Verlobung mit der US-Schauspielerin Meghan Markle bekannt gab, gehörten die Obamas zu den ersten Gratulanten. Britischen Medien zufolge herrscht im britischen Regierungsapparat nun die Sorge, dass Prinz Harry Obama zu seiner Hochzeit am 19. Mai einlädt, den aktuellen US-Präsidenten hingegen nicht, und dass dies die Spannungen zwischen Trump und der britischen Regierung weiter verstärken könnte.


Bilder: Nächste royale Hochzeit in Sicht

Nächste royale Hochzeit in Sicht

(scl/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Blatti am 27.12.2017 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ihre meint wohl...

    Banalisierung und nicht Balkanisierung.

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  • Freude am 27.12.2017 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freudich

    Manche unter euch sind richtige Nörgler. Freu dich doch mal oder halte dich fern. Heilige bimbam

  • carmen diaz am 27.12.2017 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    und was genau hat das jetzt...

    ...für die schweiz eine relevanz, wenn ein britischer royal einen amerikanischen expräsidenten interviewt zum thema unterhosen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandra K am 28.12.2017 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echter Mann

    Obama ist noch ein echter Mann, nicht ein solcher W.... wie sein Nachfolger.

  • Barbarossa am 27.12.2017 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Kirche bleibt im Dorf

    Aber, aber kann doch Obama und Trump einladen. Zur Sicherheit einfach Dr. hc Federer mit Mirka dazwischen setzen und alles ist im grünen Bereich. Mir persönlich wäre Herr Trump bedeutend sympathischer.

  • Benj am 27.12.2017 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Schlaf bald gestört

    Vielleicht schläft Obama bald nicht mehr so gut. Es laufen Untersuchungen, die zeigen sollen, dass er Verfahren gegen die Drogengeschäfte der Terrororganisation Hisbollah behindert haben soll, um beim Iran besser dazustehen. Der Iran ist Schutzpatron der Hisbollah.

  • Bäuerin am 27.12.2017 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach traurig

    Ein Dunkelhäuter und ein Weisser. Beide strotzend vor Dolce Vita. Für beide kommen Steuerzahler, notabene die arbeiten, auf. Traurig.

    • UN Kraut am 27.12.2017 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bäuerin

      Lustig das der Kommentar von einer Bäurin kommt. Wer Ironie oder Sarkasmus findet darf sie behalten.

    • Aufklärer am 27.12.2017 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @UN Kraut

      Das ist wahrlich nicht lustig. Eine Bäuerin arbeitet bis zu sechzehn Stunden im Tag und diese beiden Protagonisten "are hanging around" mit peinlichen Interviews und lassen sich u.a. eben von dieser Bäuerin fürstlich bezahlen.

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  • André Gubelmann Brasilien am 27.12.2017 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Überflüssig

    Am besten ohne Unterhose,da kommt man gleich zur Sache.