George W. Bush witzelt

08. März 2018 17:14; Akt: 08.03.2018 17:17 Print

«Trump lässt mich ziemlich gut dastehen»

Hinter vorgehaltener Hand zieht Ex-Präsident George W. Bush offenbar gern über Donald Trump her. Er könne das Witzeln nicht lassen, so eine anonyme Quelle.

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Der frühere US-Präsident George W. Bush macht offenbar häufiger Scherze über den jetzigen Präsidenten und die chaotischen Zustände im Weissen Haus. Das zumindest berichtet das «National Journal» unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus den Reihen der Republikaner.

Demnach kann sich Bush oft kaum zurückhalten, wenn es darum geht, auf Kosten von Donald Trump Witze zu reissen. «Bush kann oft sein typisches Grinsen nicht unterdrücken und sagt: ‹Das lässt mich ziemlich gut dastehen, oder?›», zitiert der «Independent» die Quelle.

Bush musste selbst Kritik einstecken

«Er schüttelt seinen Kopf wie jeder andere auch und fragt sich, warum sie (das Trump-Team im Weissen Haus, Anm. d. Red.) sich nicht zusammenreissen können», so die Quelle weiter. Bei «sie» ist wohl das Trump-Team im Weissen Haus gemeint.

Bush junior wolle, dass Trump Erfolg habe, aber er glaube, dass viele Probleme des aktuellen US-Präsidenten selbstverschuldet seien. George W. Bush war in der Vergangenheit selber massiv in die Kritik geraten – vor allem wegen der Feldzüge gegen Afghanistan und den Irak und wegen des «Patriot Act» nach dem 11. September 2001, der die Bürgerrechte einschränkte.

Mit offener Kritik an seinem Nach-Nachfolger hat sich George W. Bush bisher zurückgehalten – abgesehen von einer Rede im Oktober 2017, in der er die Missstände in den USA und damit indirekt den Präsidenten kritisierte. Ganz im Gegensatz zu Ex-Präsident Barack Obama, der Trumps Performance bereits mehrmals bemängelte – und auch im Gegensatz zu Bushs eigenem Vater, George H. W. Bush, seines Zeichens selbst US-Präsident von 1989 bis 1993.

«Ich mag ihn nicht»

In dem Buch «The Last Republicans» zitiert der Autor Mark Updegrove den Ex-Präsident Bush senior mit den Worten: «Ich mag ihn nicht. Ich weiss nicht viel über ihn, aber ich weiss, dass er ein Prahlhans ist. Und ich bin nicht allzu begeistert von ihm als Anführer.» Gefallen sind diese Worte über Donald Trump gemäss «Huffington Post» im Mai 2016 – fünf Monate vor den US-Wahlen.

Dennoch: Obwohl Trump viel Kritik aus den eigenen Reihen erhält, stehen die Republikaner im Kongress bisher an seiner Seite.

(mlr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin Brändle am 08.03.2018 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Ich dachte, nach Bush könne es nicht mehr schlimmer werden. Aber 8 Jahre später wurde ich eines besseren belehrt....

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  • Jack Lässig am 08.03.2018 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sagte

    der Präsident der 2 Kriege und unzählige Menschenleben auf dem Konto hat und lief davon.......

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  • Heidi Heidnisch am 08.03.2018 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vom Regen in die Teaufe

    Da trifft das Sprichwort wohl den Nagel auf den Kopf. Ich frage mich schon, mit welchen Chemikalien die Amerikanischen Wähler behandelt werden, dass sie immer wieder Republikaner wählen, obwohl seit Reagen, Bush-Bush und Trump, keiner für das Volk regiert, sondern nur für die milliardenschweren Absahner.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike Meier am 09.03.2018 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Mist gebaut

    Die zwei mit Abstand schlechtesten US-Präsidenten üben sich im Lästern...das macht ihren Leistungsausweis keinesfalls besser. Die kann sich glücklich schätzen, dass nicht noch ein dritter Bush ans Ruder gekommen ist.

  • Rüedu am 09.03.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Soweit richtig

    Bush hat insoweit Recht, dass er erst NACH seinem Abgang und der Aufklärung zum Irakkrieg zur massiven Belasung für seine Partei wurde und in den Wahlkämpfen gegen Obama und Clinton keine Rolle spielen durfte. Nun ist ein Trump im Amt, der es geschafft hat innert eines Jahres, die Mehrzahl der republikanischen Kandidaten bei den "midterms" in die unangenehme Lage zu bringen, sich vom amtierenden Präsidenten der eigenen Partei distanzieren zu müssen, um eine intakte Wahlchance zu haben. Eine ideologische Radikalisierung, die die Grundwerte republikanischem Konservatismus grundlegend beschädigt

  • A. Ernst am 09.03.2018 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsverbrecher

    Naja, zumindest haben sie alle etwas gemeinsam. Sie sind Kriegsverbrecher und gehören angeklagt. Da dieser Zustand aber nie eintreffen wird, könnten sie ja gemeinsam darüber Spässchen machen.

  • Sebastian am 09.03.2018 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bush, Busher, Trump

    Trump ist eine Folge der Bushregierung, er sollte mal darüber nachdenken.

  • M. K. am 09.03.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Der Skull and Bones Aff

    Das ich nicht lache! Trump hat meinen Respekt. Die Bush Clique bestimmt nicht.