Toter Schweizer bei Flugzeug-Crash

12. Februar 2018 13:28; Akt: 12.02.2018 18:56 Print

«Er war ein loyaler Mitarbeiter»

Ein russisches Flugzeug stürzte am Sonntag in der Nähe von Moskau ab. Unter den Opfern ist auch ein Schweizer. Er war beruflich unterwegs.

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Bei der Absturzstelle wird nach Wrackteilen gesucht. Beim Absturz der Maschine bei Moskau kam auch ein Schweizer ums Leben. (Bild: AFP/ Russian Emergency Ministry) Der Schweizer aus Schaffhausen war in Russland auf Geschäftsreise. «Der Tod unseres Mitarbeiters ist zwar nicht offiziell bestätigt, aber er müsste gemäss unserer Buchung in dieser Maschine gesessen haben», so Marcel Pawlicek, CEO der Firma, in der der Mann gearbeitet hat. Bundesrat Ignazio Cassis sprach den Angehörigen sein Beileid aus. (Bild: AFP/ Russian Emergency Ministry) Die Antonow An-148 war am 11. Februar 2018 abgestürzt. (Bild: AFP/ Russian Emergency Ministry) Beim Absturz ging sie in Flammen auf. (Bild: Life.ru via AP) Die Antonow verschwand wenige Minuten nach dem Start vom Radar. (Bild: Life.ru via AP) Rund 40 Kilometer von Moskau entfernt stürzte die Maschine auf offenes Feld. Die Trümmerteile sind weitherum verstreut. (Bild: Life.ru via AP) Beim Absturz kamen alle 71 Menschen an Bord ums Leben. (Bild: Screenshot life.ru) Beim Flugzeug handelte es sich um eine Antonow An-148 der Fluggesellschaft Saratow. (Bild: Wikipedia/Alex Snow/CC BY-SA 4.0) Laut der Nachrichtenagentur Interfax befanden sich Wrackteile noch in einiger Entfernung von der Absturzstelle. (Bild: Keystone/Russian Ministry for Emergency Situations) Augenzeugen aus dem Dorf Argunowo berichteten von einem brennenden Flugzeug, das vom Himmel gestürzt sei: Rettungskräfte bei der Absturzstelle. (Bild: AFP/Dmitry Serebryakov) Über die Unglücksursache herrscht zurzeit noch Unklarheit. (Bild: Keystone/Nikolay Koreshkov) Die Maschine war am Flughafen Domodedovo in Moskau gestartet und wollte nach Orsk fliegen. (Bild: Screenshot Flightradar) Die Antonow war sieben Jahre alt. Beim Start herrschte schlechte Sicht. (Bild: Keystone/Anatoly Maltsev) Trauer am Moskauer Flughafen Domodedowo. Die Behörden richteten ein Krisenzentrum ein. (Bild: Orsk.ru via AP Trümmerteile der abgestürzten Maschine. (Bild: AFP/Vasily Maximov) Ein weiteres Wrackteil, das im Schnee liegt. (Bild: AFP/Vasily Maximov)

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Beim Absturz einer Passagiermaschine in einem Moskauer Vorort sind alle 71 Personen ums Leben gekommen. Keiner der 65 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder habe das Unglück am Sonntag im Bezirk Ramenski überlebt, teilte die Luftverkehrsbehörde mit.

«Gemäss Bestätigung der russischen Behörden befindet sich unter den Todesopfern des Flugzeugabsturzes in der Nähe von Moskau eine Person mit Schweizer Staatsangehörigkeit», sagt EDA-Sprecher Pierre-Alain Eltschinger zu 20 Minuten. Die Schweizer Vertretung in Moskau stehe diesbezüglich in Kontakt mit den lokalen Behörden. Auch habe das EDA die Angehörigen des Opfers kontaktiert.

Bundesrat spricht Beileid aus

Dies habe auch der CEO der Firma, für die der Schweizer arbeitete, am Montagmorgen als Erstes getan. «Ich habe der Familie unser tiefstes Beileid ausgedrückt. Der Tod unseres Mitarbeiters ist zwar nicht offiziell bestätigt, aber er müsste gemäss unserer Buchung in dieser Maschine gesessen haben», so Marcel Pawlicek. Sein Mitarbeiter sei von Zürich über Moskau nach Orsk unterwegs gewesen. «Er arbeitete als Monteur und sollte in Orsk einen Kompressor in einer Raffinerie aufbauen.»

Nachdem er mit der Familie gesprochen habe, habe er ebenfalls seine Mitarbeiter am Hauptsitz informiert. «Für uns alle ist es ein Schock», erklärt der CEO. Er habe ihn persönlich gekannt. «Er war ein loyaler Mitarbeiter und hat sich für die Burckhardt Compression AG sehr eingesetzt.»

Bundesrat Ignazio Cassis spricht allen betroffenen Familien, darunter derjenigen des Schweizer Opfers, sein Beileid aus und wünscht ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

(qll)