Klimakonferenz

08. Dezember 2012 06:57; Akt: 08.12.2012 12:13 Print

«Letzter Kraftakt» in Katar

Das letzte Plenum an der eigentlich seit Freitag beendeten Klimakonferenz in Doha wurde heute Morgen wieder unterbrochen, um über letzte Kompromissvorschläge zu behandeln.

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Scheich Abdullah bin Hamad Al-Attiyah redet den Delegierten an der Klimakonferenz in Doha ins Gewissen.

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Mit einer eindringlichen Rede hat der katarische Präsident des Klimagipfels in Doha die Delegationen am Samstagmorgen zu einer raschen Einigung aufgerufen. «Die Zeit für den letzten Kraftakt ist gekommen», sagte Abdullah bin Hamad Al-Attiyah bei der Eröffnung des Plenums.

«Wir müssen die Konferenz in den nächsten Stunden beenden», mahnte er die Teilnehmer. Er legte dem Plenum Kompromissvorschläge vor, über die nun weiter verhandelt werden muss. Die Vollversammlung wurde in der Folge wieder unterbrochen.

Eigentlich hätte die Konferenz schon am Freitag zu Ende gehen sollen. In einer Nachtsitzung hatten Minister und Unterhändler um Kompromisse in zentralen Punkten gerungen. Laut Adrian Aeschlimann, Mediensprecher des Bundeamts für Umwelt (BAFU), wird die Veranstaltung mindestens noch bis Samstag Abend dauern.

«Ich frage Sie Minister und Delegationsleiter, glauben Sie, dass weitere Verhandlungen das, was uns vorliegt, wesentlich verbessern würde? Und wenn ja, zu welchem Preis?» Er gestand ein, dass die neuen Vorschläge nicht alle Konfliktpunkte lösten.

Katar warnt vor Ablehnung

Es gehe jetzt angesichts der wenigen noch verbleibenden Zeit darum, diese «anzunehmen oder es bleiben zu lassen», sagte Katars Präsident. Die Delegierten sollten aber vor einer Ablehnung bedenken, «was wir schon in der Hand haben».

In den neuen Vorlagen geht es um die zweite Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll, einen Beschluss zur Klimarahmenkonvention sowie zu den besonders strittigen Finanzfragen.

Umstritten sind auch die Forderungen von Entwicklungsländern und Inselstaaten nach Schadenersatz für nicht mehr abwendbare Klimaschäden sowie der Fahrplan für die Verhandlungen über ein neues, umfassendes Klimaabkommen.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefanie am 08.12.2012 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Da wollen wohl ein paar nicht mehr!

    Da wollen wohl ein paar nicht mehr! Nach den neusten Daten über das Klima ist das verständlich. Die grosse Flut wird nicht kommen, die Horrorszenarien sind selbst vom IPCC auf gut abschätzbare Risiken zurückgestuft worden. Da überlegt sich jede Regierung zweimal, ob sie sich selbst zurückbindet und ihre Wirtschaft mit unnötigen CO2 Steuern belegt. Dann gibt es da noch die unabhängigen Stimmen, die sagen, dass die ganze Klimaerwärmungshysterie ein einziger Betrug ist. Google nach "Klimalüge", prüfe die Fakten!

  • Roswitta Steiner am 08.12.2012 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Grösseres Problem

    Die Bevölkerungs-Explosion ist für mich das wichtigere Thema. Alle 11 Jahre + 1'000'000'000 mehr Menschen, das verträgt unsere Welt nicht mehr lange. Hitze- und Kälteperioden hatten wir auf dieser Welt schon 1000x. Das regelt sich schon.

  • Mike am 08.12.2012 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Kapitalismus statt Hirn

    Wenigstens die überbezahlten Delegierten hatten einen schönen Ausflug! Es wird immer davon geredet, was die jetztigen Massnahmen kosten würden, aber kaum was uns das nichts tun kosten wird. Diese Kosten werden um ein mehrfaches höher sein. Gewöhnt Euch ans Geld fressen, mehr bleibt nicht mehr überig. Wäre spannend zu wissen, wie viele Menschenopfer in den nächsten 100 Jahren, durch diese Versager und Nichtstuer verursacht werden. Zivilisation der Steinzeitmenschen

  • Theo Hess am 08.12.2012 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Der Zug ist abgefahren

    Eigentlich sollte jedem Erdenbürger klar sein, dass nicht die Politiker die sind, die bis heute nicht begriffen haben, um was es beim Klimaschutz geht. Es ist jeder einzelne von uns, der seit Jahrzehnten, so lange sind wir uns des Problems bewusst, noch immer im gleichen Stil weiterwursteln. Autofahrten für jeden Spass, Plastik um jeden Preis, Wasserverbrauch bis zum geht nicht mehr, Stromverschleuderung gegen jede Vernunft. Also, wenn sie ab sofort alle ihre Gewohnheiten um 20% reduzieren, könnte es sein, dass wir den durchschnittlichen Welttemperaturanstieg bei 4-5% halten können.

  • Marc am 08.12.2012 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ferienstimmung

    Es ist kein Geld mehr in Umlauf. Europa und USA stehen vor der Insolvenz und Regierungen verbringen schöne Tage an der Sonne auf kosten der Steuerzahler. Schämt euch Ihr Studierten. Schaut schön zu euren Millionen denn ihr werdet es zum Feuermachen brauchen. Der Mensch handelt erst wenn der Supergau da ist, vorher ist es nicht Wirtschaftlich oder Profitabel.

    • gstar am 08.12.2012 12:17 Report Diesen Beitrag melden

      Naturkatastrophen

      War schon immer so und wird sich auch immer wieder wiederholen bis die Welt untergeht. Und dieser Klimagipfel ist für den Eimer wenn nicht die Ganze Welt an einem Strik zieht. Man muss es Weltweit an den Wurzeln fassen, weil Probleme wie sie kürzlich in NYC mit Sandy hervortraten werden zur Tagesordnung gehören. Früher hat der Mensch sich selber geschlachtet (Römer, Mittelalter usw), seit den letzten 100 Jahren nimmt er leider auch noch die Welt unkontrolliert auseinander. Dafür werden wir bezahlen. Vielleicht nicht mehr wir aber unsere Nachkommen.

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