400 Kindersklaven befreit

23. November 2012 22:53; Akt: 23.11.2012 23:02 Print

«Wir haben sie aus sehr tiefen Löchern geholt»

Sie wurden gezwungen, in 70 Meter tiefen Schächten nach Gold zu schürfen. Jetzt hat die Polizei in Burkina Faso zusammen mit Interpol 400 Kindersklaven aus den Fängen ihrer Peiniger befreit.

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Polizisten haben im westafrikanischen Burkina Faso mehr als 400 Kindersklaven aus Bergwerken und von Baumwollplantagen befreit. Wie die internationale Polizeibehörde Interpol mitteilte, wurden die Kinder bereits Ende Oktober gerettet. Interpol hatte die Befreiungsaktion geleitet.

«Wir haben sie in Bergwerken gefunden und aus sehr tiefen Löchern geholt», bestätigte Patience Quaye, eine hochrangige Polizeibeamtin im Nachbarstaat Ghana, am Freitag. 73 Verdächtige wurden festgenommen. Ihnen wird unter anderem Menschenhandel zur Last gelegt.

Die jüngsten Opfer waren erst gerade sechsjährig

Die Kinder arbeiteten in den Bergwerken unter «extremen Bedingungen», so Interpol. Sie wurden demnach gezwungen, in engen, bis zu 70 Meter tiefen Schächten Gold abzubauen. Lohn erhielten sie nicht.

Die Behörden in Burkina Faso versuchen nun, ihre Familien zu finden, sagte Quaye. Einige der Kinder stammten aus dem Niger, fügte sie hinzu. Bei den meisten der Opfer handle es sich um Jungen, die jüngsten von ihnen sind nach Angaben von Interpol sechs Jahre alt. Mädchen wurden zudem auch Opfer sexuellen Missbrauchs.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Etienne Rainer am 24.11.2012 02:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit tiefem Mitgefühl

    Es gibt ein solches ungeheuerliches menschliches Verhalten, da spottet es sämtlichen Worten..... Es bleibt zu hoffen, dass die Sklavenhalter ihrer gerechten Strafe zugefügt werden und die missbrauchten Kinder in die Obhut ihrer Familien zurück gebracht werden können! Es lässt sich nur erahnen, welche körperlichen und seelischen Schmerzen diese jungen Menschen zu verarbeiten haben werden und hoffentlich auch irgendwann einmal können....

  • mensch am 24.11.2012 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    ich fass es nicht

    wahnsinn! wo leben wir nur?!

  • Peter am 24.11.2012 03:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Goldrausch

    Für Gold tun die Menschen leider (fast) alles! Den Kindern ihre Kindheit und Jugend dafür zu rauben, übersteigt alle Giervorstellungen, die man dazu haben kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacky am 24.11.2012 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Unmenschlich...bis zu uns

    ...das sind schlichtweg Unmenschliche Taten. Warum "räumt" die UNO, NATO, ja die ganze WELT und deren Hilfs-Organisationen dort nicht mal richtig "auf"? Immerhin werden dort seit Jahren; Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit, und systematische Ausbeutungen von Land und Menschen geduldet...?!

    • Tanja am 25.11.2012 10:48 Report Diesen Beitrag melden

      Geier

      Da stimme ich Jacky voll und ganz zu.Aber die Antwort ist leider naheliegend. Europa kann so alles billiger aufkaufen .Und zum anderen haben die kaum öl.

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  • Chris am 24.11.2012 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Was passiert mit den Kindern?

  • mensch am 24.11.2012 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    ich fass es nicht

    wahnsinn! wo leben wir nur?!

  • I.V. am 24.11.2012 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Konsum steuert alles! Du bist der Konsum

    Ein Planetentreffen findet statt und sie unterhalten sich darüber, wie es jedem so geht. Die Erde jammert: "Ach ich bin schwer krank." Fragt der Mars voller Anteilnahme, was ihr denn fehlt. Die Erde: "Ich habe Homo Sapiens!" "Ach so...", meint Mars beruhigend. "Keine Angst - das vergeht wieder." -- es muss nicht soweit kommen, jeder ist für seinen Teil verantwortlich - ich frage mich bloss warum wir's nicht checken und gleich JETZT mit dieser Gier aufhören können. Aber lieber mal wieder eine Nacht darüber schlafen - wird sicher schon gut geregelt von den andern (...)

  • Mami 73 am 24.11.2012 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Obwohl diese Nachricht mich als Mutter erschüttert ist es eine sehr positive Schlagzeile. Mehr solche Taten und unsere Welt könnte sich im positiven ändern. Bravo an die Polizisten die ihr leben für solche Rettung riskiert haben.