Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Im Kongo
22. November 2012 13:17; Akt: 22.11.2012 16:50 Print
Überfall auf Schweizer UNO-Beobachter
Zwei Schweizer UNO-Militärbeobachter sind im Osten des Kongo angegriffen worden. Beide blieben unverletzt. Sie waren für die Mission MONUSCO unterwegs.
-
Strafgerichtshof fordert: Rebellenführer im Kongo sollen verhaftet werden
-
Déjà-vu im Kongo?: Kongos Rebellen erhalten wieder Hilfe aus Ruanda
-
Kongo-Kinshasa: Die Rebellen sind weiter auf dem Vormarsch
-
Rebellen in Goma: UNO-Sicherheitsrat fordert Sanktionen im Kongo
-
Konflikt im Kongo: Rebellen nehmen ostkongolesische Stadt ein
Zwei Schweizer Offiziere der UNO-Mission MONUSCO sind im Osten des zentralafrikanischen Kongo von Bewaffneten überfallen worden. Sie blieben jedoch unverletzt.
Infografik Die Entkolonialisierung AfrikasTimeline KongoDer Swissint-Sprecher Hans-Jörg Ruh bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Meldung der «Basler Zeitung» zum Vorfall am Dienstag vergangener Woche.
Nach dem Überfall in ihrem Wohnhaus in Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo (RDC) durch vier Kämpfer wurden die beiden Soldaten nach der Hauptstadt Kinshasa in Sicherheit gebracht. Die beiden Schweizer nehmen als unbewaffnete Militärbeobachter an der UNO-Friedensmission MONUSCO teil.
Das für die Schweizer Auslandeinsätze zuständige Swissint-Zentrum im Verteidigungsdepartement VBS habe nicht von sich aus informiert, um die Sicherheit der betroffenen Offiziere nicht zu gefährden, sagte Ruh weiter.
Bei dieser Art von freiwilligem Auslandeinsatz müsse jedoch mit erhöhter Gefahr gerechnet werden. Auf gefährliche Situationen wie die eines bewaffneten Überfalls würden die Soldaten in der Ausbildung vorbereitet.
Knappes Dutzend Schweizer im Kongo im Einsatz
Derzeit nehmen laut dem Swissint-Sprecher insgesamt ein knappes Dutzend Schweizer an der MONUSCO in der Demokratischen Republik Kongo teil, die Mehrheit davon sind Offiziere. Insgesamt sind nach UNO-Angaben derzeit knapp 17'000 UNO-Soldaten in dem zentralafrikanischen Land stationiert.
Bisher waren die UNO-Friedenssoldaten an verschiedenen Orten im Land stationiert. Nun versucht sie die MONUSCO-Leitung möglichst in die Hauptstadt Kinshasa zu bringen, wo die Lage immer noch am sichersten ist. Während eines Einsatzes trägt die UNO-Mission die Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort.
Die kongolesischen Rebellen hatten am Dienstag die Grossstadt Goma im Osten des Landes eingenommen. Nun wollen sie das ganze Land unter ihre Kontrolle bringen, wie am Mittwoch ein Sprecher der Gruppe M23 verkündete. Die Rebellen planen demnach einen Einmarsch in die 1600 Kilometer entfernt liegende Hauptstadt Kinshasa.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 23 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt

















Schweizer Militärbeobachter?
Ich erwarte schon die vielen Beiträge der Armeegegner, die jetzt wieder aufschreien, den Auslandeinsatz verteufeln und verlangen, wir sollen uns nicht einmischen. Meiner Meinung nach gehört es zu unserer Aufgabe, bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinzuschauen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ich habe grossen Respekt vor den Soldaten, die unter dem UNO-Mandat diese Aufgabe übernehmen. Stell Dir vor, es passiert ein Völkermord alle schauen weg und niemand greift ein! Passiert: 1994 in dieser Region mit ungefähr 1 Million Toten!
wie eh und je
passiert auch jetzt in Syrien nur so nebenbei..in Kongo ist der Bürgerkrieg seit eh und je im Gange nur hört man von dem allem nicht unbedingt viel..gibt ja wichtigeres wie Paris Hilton glaubt singen zu können...
oder auch:
passiert in irak mit 2 mio toten.
(St)urschweizer
Ist doch schön, dass sich so Armeebefürworter, wie sie's offenbar sind, als erstes hierzu melden und was wegen Armeegegnern rumquängeln . Und schön dass sie sich als Urschweizer bezeichnen.nur bedeutet das Wort Ur in unserem Universum gleich gar nichts. Bin übrigens auch nicht Pro-Armee, finde aber solche Einsätze absolut gerechtfertigt. Sie können also ihr einseitiges Bild über Armee-Gegner ein wenig revidieren.
@Urschweizer-NW
Das schon, aber gerade Leute aus ihrem Lager der Armeebefürworter (bürgerliche) bestehen doch immer auf die Neutralität und Souveränität der Schweiz nicht?
@Paulo & Urmensch
Zuerst lesen, dann Blabern! Urschweiz ist eine Herkunftsbezeichnung und bedeutet für belesen Mitbürger einen Innerschweizer aus den Kantonen UR, SZ oder NW/OW. Im ersten Satz wir über eine Reaktion spekuliert und nicht in eine Pauschalisierung gemacht wie (St)urschweizer, Armeebefürworter = bürgerlich etc.
pro armee
ich bin klat für eine armee aber gegen solche einsätze. tja auch das gibt es.
@Sepp aus Obwalden
Sepp aus Obwalden und wer hat das definiert, was sie da gelesen haben und sie zu DEM belesenen Menschen gemacht hat ? Ja genau, ein Mensch....und wie lange existiert der Mensch in diesem Universum, das sollten sie als DER belesene Mensch wissen. Somit ist einzig und alleine das Universum UR und nie und nimmer ein Mensch. Sich so zu bezeichnen, zeigt nur, dass sich derjenige als was besonderes sieht und das ist er nun mal im Vergleich zur Natur und zu Universum nicht. Falls sie begreifen, was ich meine....
Afrika
Langsam verliere ich die Hoffnung, dass es in Afrika jemals bergauf geht.. die zerstören und bekämpfen ja sich nur gegenseitig, ohne mal zusammen die riesen Probleme auf diesem Kontinent anzupacken. Tragisch.. und schade um das wunderschöne Land..
Grund
Ausbeuten ging super, aber jetzt beim Aufbau mithelfen nicht. Vielleicht würden 1-2 Stunden im Geschichtsunterricht kann nicht schaden...
Afrika ist kein Land
Mensch, Afrika ist doch ein Kontinent und kein Land! Warum lese ich das jeden tag. Und der Kongo ist nicht gleich Afrika. Und schlussendlich geht es da immernoch um viel Rohstoffe, in diesem Fall in erster Linie um Zinnvorkommen. Glencore & Co lässt grüsssen und entzieht sich auch gleich der Verantwortung. So lange wir die ausbeuten, werden die nie zur Ruhe kommen. So viel zum thema "zusammen".
hab ich was verpasst?
afrika=das Land? (einzahl?)
Afrika
@ Dave Müller Die Schweiz hat Afrika nicht ausgebäutet. Das waren die meisten der EU Mitglieder, wenn du einen Schuldiegen suchst dann such nich hier in der Schweiz. Schau mal bei den Deutschen, Franzosen, Spanien und Grossbritanien vorbei. Die haben verallem Afrika ausgebäutet.
@ Mr. Gut
Der Kongo wurde in erster Linie von den Belgiern ausgebeuted. König Leopol II brachte es zustande 10Mio!!! Kongolesen wie Tiere abzuschlachten wärend der rest der Welt einfach nur hinschaute.. waren ja auch nur Schwarze.. als der Kongo 1960 unter Lumumba, welcher demokratisch gewählt wurde, die unabhängigkeit anstrebte wurde er von den amis und belgiern kurzerhand erschossen, zerhackt und in säure aufgelöst!!! so konnte man einen puppenstaat errichten und das land weiterhin ausbeuten mit riesigen profiten für den westen! siehe glencore (hauptsitz in der schweiz.
Der Heilige
Mr Gut ,ist schon Gut,kaufst du Produkte das nur in der Schweiz hergestellt wird?Oder produziert die Schweiz nur Ware, mit Rohstoffe aus den Alpen?Nicht, also sind alle Schuld,sogar wir Schweizer verwenden täglich Materialien aus aller Welt.Bringt sicher nichts nur der EU die Schuld zu geben.Pontius Pilatus sagte:Ich wasche meine Hände in Unschuld,das gilt in dieser Sache sicher nicht.
Selber schuld
Wüsste nicht was Schweizer Offiziere im Kongo zu suchen haben. Mal abgesehen davon, dass solche UNO Einsätze sowieso schon seit Jahrzehnten vollkommen sinnlos und effektfrei sind.
Gruss aus dem Kongo
Viele Gruesse aus dem Kongo, Herr Ruchti. Ich hoffe, sie haben in letzter Zeit etwas sinnvolles mit ihrem Leben gemacht.
schrecken ohne ende!
sicher sinnvolleres als sie da unten!