Katalonien

17. Oktober 2017 18:27; Akt: 19.10.2017 13:07 Print

Madrid droht offen mit Aussetzen der Autonomie

Der Countdown zum spanischen Ultimatum läuft. Spaniens Vize-Regierungschefin macht weiter Druck auf den katalanischen Regionalpräsidenten.

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Einen Verzicht auf die Unabhängigkeit als Vorbedingung für Gespräche würde Puigdemont aber als «Demütigung» ansehen: Carles Puigdemont vor den Medien in Barcelona. (15. Oktober 2017) Protestieren für Selbstbestimmung: Eine Frau hält ein Schild während einer Demonstration in Barcelona. (17. Oktober 2017) Freilassung zweier Anführer der Unabhängigkeitsbewegung gefordert: Rund 200'000 Menschen sind in Barcelona auf die Strasse gegangen. (17. Oktober 2017) Eine Richterin hat gegen die Leiter der zwei wichtigsten Zivilorganisationen der katalanischen Separatisten – Jordi Sànchez des – unbedingte Untersuchungshaft angeordnet: Sànchez (r.) und Cuixart (l.) vor der Anhörung in Madrid. (16. Oktober 2017) Die Staatsanwaltschaft legt dem katalanischen Polizeichef Josep Lluís Trapero «aufrührerisches Verhalten» zur Last – er ist aber unter Auflagen wieder freigekommen. Wollte zwei Monate mehr Zeit: Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont. (15. Oktober 2017). Will Klarheit: Spaniens Aussenminister Alfonso Dastis. (Archivbild) In acht Werktagen haben wegen des Unabhängigkeitsreferendums 540 Unternehmen Katalonien verlassen: Demonstranten in Barcelona schwingen die «Estelada». (Archiv) Bittet Katalonien formell um Klarheit: Ministerpräsident Mariano Rajoy bei einer kurzen Ansprache im Regierungspalast «La Moncloa» in Madrid. (11. Oktober 2017) Liess sich bislang nicht in die Karten blicken: Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont. (15. Oktober 2017) Der Ministerpräsident Carles Puigdemont unterschreibt die «ausgesetzte» Unabhängigkeitserklärung – Regierungssprecher Turull wird sie später als «symbolisch» beschreiben. (10. Oktober 2017) Keine Unabhängigkeit: Carles Puigdemont nimmt das Mandat an, um Katalonien in die Unabhängigkeit zu führen. (10. Oktober 2017) Public Viewing: Befürworter der Abspaltung Kataloniens sehen sich Puigdemonts Auftritt in Barcelona auf Grossleinwand an. (10. Oktober 2017) Wird er die Unabhängigkeit ausrufen? Der katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont kommt im Regionalparlament an. (10. Oktober 2017) Grosse Hoffnungen: In der Nähe des Parlaments versammeln sich die Befürworter der Unabhängigkeit Kataloniens. Blitzlichtgewitter: Seine Rede wird mit Spannung erwartet. (10. Oktober 2017) Die spanische Polizei positioniert sich vor dem Parlament in Barcelona. (10. Oktober 2017) Die Regionalregierung in Katalonien um Carles Puigdemont soll den Konflikt mit Madrid geplant haben. Die Bürgermeisterin von Barcelona hat sich gegen eine unilaterale Unabhängigkeitserklärung ausgesprochen: Ada Colau während dem verfassungswidrigen Referendum in Barcelona. (1. Oktober 2017) «Manche reden schon von militärischer Intervention»: Der Generalsekretär der spanischen Linkspartei Podemos, Pablo Iglesias, rät den Katalanen zur Vorsicht. «Die konstitutionelle Krise, die sich in Spanien entfaltet, erfordert Beratungen und keine Konfrontation», sagte der frühere UN-Generalsekretär, Kofi Annan. (Archivbild) Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy will nicht über die Einheit des Landes verhandeln. Madrid führe «keine Gespräche unter Drohungen», sagte er. Am Sonntag haben in Barcelona hunderttausende Menschen gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens demonstriert. (8. Oktober 2017)

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(nxp/sda/afp)