In der Nähe von Peking

01. Oktober 2012 09:11; Akt: 01.10.2012 15:13 Print

Fünf deutsche Ärzte sterben bei Busunglück

Bei einem Busunglück im Nordosten Chinas sind am Montag fünf deutsche Ärzte und der chinesische Fahrer ums Leben gekommen. Der Bus war nach Angaben von staatlichen Medien auf einen Lastwagen aufgefahren und in Flammen aufgegangen.

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Das schwere Busunglück im Nordosten Chinas, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen und 14 verletzt wurden, ereignete sich am chinesischen Nationalfeiertag, an dem jeweils zahlreiche Menschen in die Ferien fahren oder ihre Angehörigen besuchen. (Bild: Keystone/AP)

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Bei einem schweren Verkehrsunfall im Norden Chinas wurden 14 Menschen verletzt, sechs kamen ums leben, davon fünf deutsche Ärzte und ein Chinese. Gemäss Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua handelt es sich beim sechsten Opfer um den Fahrer des Busses. Der Unfall ereignete sich auf einer Schnellstrasse zwischen Peking und Tianjin. Die Strasse verbindet die chinesische Hauptstadt mit Shanghai.

Der mit 21 Menschen besetzte Reisebus fuhr aus ungeklärter Ursache gegen 8.30 Uhr auf einen Lastwagen auf, fing Feuer und brannte völlig aus. Nach Angaben der deutschen Botschaft in Peking waren 19 deutsche Mediziner sowie ein chinesischer Reiseleiter und der einheimische Fahrer an Bord des Busses. Unter Berufung auf die Polizei berichtete Xhinhua, es habe sich um eine Reisegruppe eines in Peking ansässigen Veranstalters gehandelt. Zu dem Unglück kam es demnach am Morgen gegen 8.30 Uhr Ortszeit.

Überlastete Autobahnen

Chinesische Medien berichteten, dass insgesamt 14 Verletzte im Wuqing-Volksspital in Tianjin behandelt würden, zwölf von ihnen seien Deutsche. Drei Verunglückte seien schwer verletzt. Deutsche Diplomaten sagten, die Verletzten seien auf drei Spitäler verteilt worden. Nach Informationen des ZDF stammt die deutsche Reisegruppe aus Bayern.

Viele Autobahnen und Schnellstrassen in China waren aufgrund des chinesischen Nationalfeiertags am 1. Oktober überlastet. 85 Millionen Reisende fuhren bereits am Sonntagnachmittag auf Chinas Autobahnen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

(dapd)