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Syrien ausser Kontrolle
25. Januar 2012 18:15; Akt: 25.01.2012 18:26 Print
Russland blockiert weiter UNO-Sanktionen
Russland bleibt bei seiner Meinung. UNO Sanktionen gegen Syrien seien «ungerecht und kontraproduktiv», sagt Aussenminister Sergej Lawrow. Obama richtete einen Appell an die syrische Regierung.
Trotz der anhaltenden Gewalt gegen die Bevölkerung in Syrien blockiert Russland weiterhin internationale Sanktionen gegen die Regierung in Damaskus. Aussenminister Sergej Lawrow sagte am Mittwoch, seine Regierung werde keine Strafmassnahmen der Vereinten Nationen gegen Syrien unterstützen.
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Sanktionen seien «ungerecht und kontraproduktiv», erklärte er. Russland wolle sich jedoch für die schnelle Aufnahme von Gesprächen zwischen Regierung und Opposition einsetzten.
Lawrow kritisierte die Entwürfe anderer Länder als zu einseitig. Sie könnten die syrische Regierung ermutigen, auf Konfrontationskurs zu gehen und ihre Kompromissbereitschaft aufzugeben, sagte Lawrow nach einem Gespräch mit dem türkischen Aussenminister Ahmet Davutoglu.
Obama ruft Assad zum Einlenken auf
Russland isoliert sich mit seiner Position international zunehmend. Die USA, die Europäische Union und die Arabische Liga haben bereits Sanktionen gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad verhängt.
In seiner Ansprache zur Lage der Nation forderte US-Präsident Obama den syrischen Staatschef zum Einlenken auf. Assad werde in Kürze einsehen, «dass die Kräfte des Wandels nicht umgekehrt werden können».
Die Arabische Liga, die am Sonntag erstmals den Rücktritt Assads gefordert hatte, bemühte sich in einem Brief an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon um die Unterstützung der Vereinten Nationen, um den Machtkampf in Syrien mit politischen Mitteln zu beenden.
Syrien wies den Vorstoss der Arabischen Liga als irrelevant zurück. «Sie können nach New York oder zum Mond fliegen. Solange wir nicht ihre Tickets bezahlen müssen, interessiert uns das nicht», sagte Aussenminister Walid al-Mualem im Damaskus. Während die halbe Welt gegen Syrien sei, stehe Russland auf Seiten seines Landes und werde niemals eine Militärintervention zulassen, sagte er.
IKRK-Vertreter getötet
Unterdessen gingen die Gefechte zwischen syrischen Streitkräften und Regimegegnern am Mittwoch weiter. Gemäss dem Syrischen Observatorium für Menschenrechte wurden in der Stadt Hama drei Zivilisten getötet. Sechs weitere, darunter ein 5-jähriges Kind und seine Mutter, fanden in den Provinzen Damas und Homs den Tod.
Ebenfalls am Mittwoch starb ein Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), wie die Organisation gegenüber der Nachrichtenagentur SDA bestätigte.
Der Präsident der IKRK-Sektion in der Stadt Idlib sei auf dem Weg zwischen Damas und Idlib durch einen Schuss getötet worden. Gemäss den staatlichen syrischen Medien sei eine «terroristische Gruppierung» für den Tod des Mannes verantwortlich.
Die genauen Umstände des Todes seien noch nicht geklärt, teilte dagegen das IKRK mit. Die Organisation verurteile die Tat aufs Schärfste.
(sda)






















