Protest gegen Homophobie

06. April 2017 19:23; Akt: 06.04.2017 19:24 Print

Ob homo oder hetero – Männer halten Händchen

Was aus Solidarität für ein schwules Paar aus Holland begann, flutet inzwischen die sozialen Medien: Männer halten Händchen.

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Es begann mit einem Fall von gewaltsamer Homophobie vor ein paar Tagen: In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden im niederländischen Arnheim zwei Händchen haltende Schwule von einer Gruppe Männer angegriffen. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest. Eines der Opfer, der 35-jährige Jasper Vernes-Sewratan, postete den Vorfall auf Facebook – seitdem schwappt eine Welle der Solidarität über.

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Auf der ganzen Welt veröffentlichen Niederländer und auch Männer anderer Nationalitäten auf Twitter und Instagram Bilder Händchen haltender Geschlechtsgenossen. Unter den Hashtags #allemannenhandinhand und #handinhand setzen Sportler, Politiker und ganz normale Bürger ein Zeichen gegen Homophobie. Angestossen hatte die Idee die niederländische Sportjournalistin Barbara Barend: «Können in dieser ganzen Woche bitte alle Männer (hetero und homo) einfach Hand in Hand laufen ...», bat sie auf Twitter.


Politiker folgten Aufruf

Den Anfang machten am Montag Alexander Pechtold und Wouter Koolmees, Abgeordnete der niederländischen linksliberalen Partei Democraten 66, in Den Haag.


Mittlerweile werden die sozialen Netzwerke von Bildern Händchen haltender Männer geflutet. Darunter sind niederländische UNO-Mitarbeiter in New York.


Andere Politiker wie Arbeitsminister Lodewijk Asscher und Finanzminister Jeroen Dijsselbloem zogen nach.


Kollegen aus der niederländischen Botschaft in London.


Niederländische Botschaftsmitarbeiter in Griechenland solidarisieren sich ebenfalls.


In Australien springt man etwas später auf den Zug auf.


Dieser Labour-Politiker in Grossbritannien sucht Gleichgesinnte.


Unterstützer jeden Alters laufen Hand in Hand.



Arzt und Pfleger in einem Utrechter Spital zeigen sich Hand in Hand.


Mittlerweile haben sich weltweit Männer der Aktion angeschlossen.


(mlr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theorie & Praxis am 06.04.2017 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leben und leben lassen

    Jeder soll leben wie er will. Schlussendlich sind wir alle menschen egal ob hetero, homo, bi, trans oder weiss ich was. Stört doch niemand, ansonsten kann man ja wegschauen.

  • YoungGranny am 06.04.2017 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    genial

    richtig so! Der Gedanke dass Homosexualität schlecht oder gar eine Krankheit sei gehört ins Mittelalter. Wir sind im 21. Jahrhundert und sollten da auch langsam ankommen.

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  • möni am 06.04.2017 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    seltsam

    Zugegeben, der anblick ist etwas seltsam, aber nur, weil es bis anhin selten zu sehen ist. Genau deswegen finde ich die aktion super! Von mir aus darf das zum alltag werden, denn das ist 1000x schöner anzusehen, als all der hass und gewalt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Expat am 07.04.2017 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Randgruppen nehmen zu viel Platz ein

    Ist es jetzt schon so, dass die Mehrheit nicht mehr sagen darf, dass sie sich durch Randgruppen eingeschränkt fühlt. Wenn ich die Zeitung im Tablet aufstarrte, mag ich weder entblösste Brüste von Juso Frauen noch händchenhaltente Politiker als erstes sehen. Wenn Minderheiten über der Mehrheit stehen ist das auch Diskriminierend.

  • pedro d am 07.04.2017 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    wer waren denn die angreifer?

    wer waren denn die angreifer? die von der sogenannten Religion des friedens... dann müsste man da ansetzen, weil das geht nicht. solidaritätsbekundungen sind ja schön und gut, aber nutzen tun sie meistens nicht viel.

  • Profiler25 am 07.04.2017 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toleranz ist keine Krankheit

    Toleranz für alles und viel Love

  • Le Tintin am 07.04.2017 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Aktion...

    und Respektbezeugung. Wann habt ihr das letzte Mal 2 Männer Hand in Hand in der Öffentlichkeit gesehen? Wann zuletzt 2 Männer die sich einen Begrüssungs- oder Abschiedskuss gaben? Wahrscheinlich schon länger her. Grund? Niemand will provozieren und schon gar nicht diskriminierendes Verhalten anderer hinnehmen müssen. Hoffe sehr, dass der Hype anhält. Weils ungewohnt ist und schlicht zur Liebe dazu gehört.

  • werner am 07.04.2017 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    ...Wunschdenken...

    Halt wieder so ein Hype...so lange wie sich die kath.Kirche quer stellt passiert in den meisten Köpfen nichts.-und beim Islam sowiso nichts.-und am Stammtisch getraut sich in der Schweiz sowiso keiner sich zu outen oder Sympatie für den Regenbogen zu bekunden....Wunschdenken!!!

    • Le Tintin am 07.04.2017 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @werner

      Nur nicht so negativ. Vergessen Sie bitte nicht, dass bereits viel erreicht wurde. Auch die kath. Kirche an der Basis hat sich verändert. 2005 sprach sich der kath. Frauenbund fürs Partnerschaftsgesetz aus. Letzte Woche auf SRF Dok wurde eine Reportage eines schwulen Imams aus Frankreich gezeigt. An den Stammtischen sitzen ebenfalls Schwule und Lesben. Klar ist längst nicht alles rosig, doch die CH BürgerInnen zeigen heute doch sehr viel mehr Toleranz als 1980. Es gibt noch viel zu tun - die mehrheitliche Unterstützung des CH Volks sei uns gewiss. Wenn nicht: SpinnerInnen gibts überall.

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