Dank Novartis-Konkurrenz

26. Oktober 2012 19:24; Akt: 26.10.2012 19:24 Print

In Deutschland wird wieder gegen Grippe geimpft

Nachdem das Novartis-Grippemittel in Deutschland aus dem Verkehr gezogen wurde, wird jetzt in deutschen Arztpraxen wieder geimpft. Anstelle des Novartis-Impfstoffs werden Produkte von anderen Herstellern verwendet.

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Der Novartis-Impfstoff kommt in Deutschland weiterhin nicht zum Zug. (Bild: Colourbox.com)

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Nach dem Rückruf von Grippeimpfstoffen der Firma Novartis hat die Zulassungsbehörde den Weg für den Vertrieb von Mitteln anderer Hersteller freigemacht. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) habe am Freitag 620.000 bereits produzierte Impfdosen freigegeben, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. 560.000 stammten vom Hersteller GlaxoSmithKline, 60.000 von der Firma Abbott.

Damit kann eine Lücke geschlossen werden, die nach dem Rückruf für rund 750.000 Impfdosen der Pharmafirma Novartis entstanden war. Einige Chargen der Novartis-Produkte Begripal und Fluad mussten vorsorglich zurückgenommen werden, weil sie möglicherweise allergische Reaktionen hervorrufen können.

Laut der Sprecherin sind aktuell etwa 14 Millionen Impfdosen freigegeben und teils schon verabreicht worden. In der vergangenen Impfsaison wurden ihren Angaben zufolge 15 Millionen gebraucht.

(dapd)