Verdacht auf Wahlbetrug

01. September 2017 11:10; Akt: 01.09.2017 14:42 Print

Präsidentschaftswahl in Kenia für ungültig erklärt

Unregelmässigkeiten beim Urnengang: Ein kenianisches Gericht hat die Wiederholung der Präsidentschaftswahl angeordnet.

Bildstrecke im Grossformat »
Wiederholung der Präsidentschaftswahl: Polizisten bewachen das Gerichtsgebäude, in dem der Entscheid gefällt wurde. (1. September 2017) Wahlsieger: Uhuru Kenyatta wird in seinem Amt bestätigt. (8. August 2017) Manipulationsvorwürfe führen zu Unruhen: Anhänger der Opposition demonstrieren in Nairobi. (9. August 2017) Der Kandidat der Opposition, Raila Odinga, behauptet, Hacker hätten die Wahlergebnisse gefälscht. (9. August 2017) Bei Krawallen auf den Strassen eröffnet die Polizei das Feuer und tötet einen Menschen. (9. August 2017) Kenia sei sehr gut in der Lage, sein Wahlsystem abzusichern: Ex-US-Aussenminister John Kerry, Leiter einer internationalen Wahlbeobachtermission. (9. August 2017) 20 Millionen Kenianer sind zur Wahl aufgerufen: Eine Frau trägt traditionelle Kleidung der Massai. (8. August 2017) Eine Frau trägt ihr Kind auf dem Rücken, während sie ein Wahllokal in Nairobi betritt. (8. August 2017) Eine Frau gibt ihre Stimme ab. (8. August 2017) Vor den Wahllokalen im ganzen Land bildeten sich lange Schlangen. (8. August 2017) Ein Mann gibt seine Stimme ab in Kibera in Nairobi, einem der grössten Slums Afrikas. (8. August 2017) Massai versammeln sich unter einem Baum ungefähr 140 Kilometer südlich von Nairobi nachdem sie ihre Stimme abgegeben haben. (8. August 2017) Kenianische Samburu tragen zur Stimmabgabe ihre traditionelle Kleidung. (8. August 2017) Ein Angehöriger der Samburu gibt seine Stimme ab. (8. August 2017) Auch die Massai sind traditionell gekleidet. (8. August 2017) Die Wahlen verliefen zunächst friedlich. (8. August 2017) Zuvor befürchteten internationale Wahlaufseher Ausschreitungen. (8. August 2017) Der Zutritt zu den Wahlstationen ist reguliert. (8. August 2017) Die Wahlen blieben zunächst friedlich. (8. August 2017)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der oberste Gerichtshof Kenias hat eine Wiederholung der Präsidentschaftswahl angeordnet. Der Urnengang am 8. August sei von Unregelmässigkeiten und Rechtsverstössen belastet gewesen, erklärte das Gericht am Freitag. Die Richter erklärten das offizielle Endergebnis für nichtig, das Amtsinhaber Uhuru Kenyatta zum Sieger erklärt hatte. Die Wahl soll binnen 60 Tagen wiederholt werden.

Tiefe politische Krise

Oppositionsführer Raila Odinga hatte Beschwerde gegen das offizielle Wahlergebnis eingelegt und von Betrug gesprochen. Kenyatta und Odinga sind seit langem verfeindet. Der Oppositionsführer, der zum wiederholten Mal für das Präsidentenamt kandidierte, hatte schon bei vorherigen Wahlen vergeblich den Sieg für sich beansprucht und 2013 erfolglos das Wahlergebnis vor dem Obersten Gericht angefochten. Die jüngsten Wahlbetrugsvorwürfe haben das ostafrikanische Land in die tiefste politische Krise seit 2007 gestürzt.

(chi/afp)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jamal Said am 01.09.2017 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    "Wenn zwei Elefanten kämpfen,"

    "Wenn zwei Elefanten kämpfen, leidet das Gras", die Elite hat nichts aus der Vergangenheit gelernt. Egoismus puur

  • Te Rasse am 01.09.2017 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuwahlen

    Fraglich ob das am Resultat etwas ändert und an der Krise im Land sowieso nicht

  • retep am 01.09.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Aber auch in der Schweiz...

    ...gibt es Richter/Parlamentarier, die den Volkswillen nicht so interpretieren,g wie der Stimmbürger es wollte!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lebensarchitekt am 01.09.2017 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Gedanke dazu

    Um Himmels Willen, jetzt haben beide Seiten wieder die Option zum Zündeln bis hin zum Bürgerkrieg.

  • marko 32 am 01.09.2017 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • retep am 01.09.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Aber auch in der Schweiz...

    ...gibt es Richter/Parlamentarier, die den Volkswillen nicht so interpretieren,g wie der Stimmbürger es wollte!!

    • Simon Mosimann am 01.09.2017 19:46 Report Diesen Beitrag melden

      er weiss es ...

      und natürlich weiss der retep wie 'der Stimmbürger' den 'Volkswillen' interpretieren wollte

    einklappen einklappen
  • Christian am 01.09.2017 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keniakenner

    CHOLERA ODER PEST einmal mehr die Gretchenfrage. Fakt ist, dass China wie blöd in den Staat investiert natürlich nicht ohne Eigeninteresse. Davon wird viel abgezweigt, leider. Fakt ist aber auch, dass das wirtschaftliche Wachstum über die letzten Jahre stark gestiegen ist und auch der Mittelstand stark provitieren konnte. Sollte Odinga Präsident werden in diesem Vielvölkerstaat, dann ist es definitiv vorbei mit Wachstum und Stabilität, welche notabene auch für die Ostafrikanische Region von zentraler Bedeutung wäre. So gesehen ist resp. wäre Kenyatta das kleinere Übel...

  • Henri Dumont. am 01.09.2017 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wallis und Kenia = gleich

    Oder fast. Nach dem enormen Wahlbetrug im Wallis, lebt die Sippe der Mächtigen noch besser als vorher. Freysinger war zu offen.

    • Andreas Honegger am 01.09.2017 18:54 Report Diesen Beitrag melden

      Etwas zu salopp

      Im Wallis war das Ausmass des Betruges definitiv viel bescheidener. Und der Betrug ging zu Gunsten von Freysinger (von ihm selber organisiert?), welcher sowieso deutlich abgewählt wurde. Liebe SVPler, akzeptiert mal, dass nicht das ganze Volk auf Eurer Linie ist.

    einklappen einklappen