Selbstgemalte Porträts

20. März 2017 07:44; Akt: 20.03.2017 11:13 Print

Bushs Buch erstürmt Bestsellerlisten

Ex-US-Präsident George W. Bush hat es mit einem Bildband selbstgemalter Porträts von US-Veteranen an die Spitze der US-Bestsellerlisten geschafft.

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Der Ende Februar erschienene Bildband des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush führt seit zwei Wochen die Bestseller-Kategorie Sachbuch der «New York Times» an und steht auf Platz 18 der meistverkauften Bücher im Onlineportal Amazon.

Bush will mit seinen «Portraits des Mutes» verwundete und traumatisierte US-Soldaten würdigen, die unter seinem Befehl im Einsatz waren. Alle porträtierten Soldaten waren nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 in Afghanistan oder dem Irak stationiert. Bush traf sie alle persönlich.

Umstrittener Präsident

Bush hat nie öffentlich Bedauern darüber geäussert, sein Land Ende 2001 in den Afghanistan- und im Frühjahr 2003 in den Irakkrieg geführt zu haben. Knapp 7.000 US-Armeeangehörige wurden getötet, mehr als 50'000 verletzt. Im Internetdienst Instagram würdigt Bush jedoch ausdrücklich die «aussergewöhnlichen Männer und Frauen, die bei der Ausführung meiner Befehle verletzt wurden».

Die Erlöse aus dem Bildband sollen seiner Stiftung zugutekommen, die sich für eine Wiedereingliederung von Veteranen in die Zivilgesellschaft einsetzt.

(jdr/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bürgererzieher am 20.03.2017 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegsverbrecher

    In einer ehrlichen und gerechten Welt müsste der Internationale Strafgerichtshof die Verantwortlichen für den illegalen Angriff auf den Irak 2003 George Bush, Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Colin Powell und Tony Blair wegen des schweren Verbrechens der Aggression anklagen. Doch der Internationale Strafgerichtshof wagt sich derzeit nicht an die NATO-Länder heran, weil sie zu mächtig sind. Gelten die rechtlichen Maßstäbe, die wir an Saddam Hussein oder Slobodan Milosevic anlegen, nicht auch für westliche Regierungschefs?

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  • kitco am 20.03.2017 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    das Tagebuch

    eines Kriegsverberechs, wie verkommen müssen die Käufer sein.

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  • Colko am 20.03.2017 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch?

    Kauft kauft. sein Buch! Dadurch wird dieses Monster noch unterstützt. Schaut mal sein stralendes Gesicht. ... und hat tausende Menschen auf dem Gewissen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • USMC am 21.03.2017 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hilft Kriegsversehrten

    Ein Buch für einen guten Zweck. Da sollte es von Lob nur so prasseln.

  • Rolf Raess am 20.03.2017 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unter der Clique Cheney/Bush/Rumsfeld

    mussten die US-Familien ihre toten Soldaten aus den losgetretenen Kriegen möglichst ohne Aufsehen verlochen. Vergessen? Herr Rumsfeld Rüstungsaktien (Chemie) hatten dafür 8fachen Mehrwert generiert.

  • Rönz am 20.03.2017 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Massenmörder!

    Es kann nur spannend sein, Einblicke in den Charakter dieses Massenmörders zu erhalten!

  • EMM am 20.03.2017 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    (( Bush hat nie öffentlich Bedauern darüber geäussert, sein Land Ende 2001 in den Afghanistan- und im Frühjahr 2003 in den Irakkrieg geführt zu haben)) Es gab nicht nur grosse Verluste von Soldaten, sondern auch Zivilisten, für ein Krieg die von der UNO nicht einmal genehmigt ist. Er muss gar nichts bedauern, denn sie haben davon Profitiert.

  • G.Nervt am 20.03.2017 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Hohn

    "Bush will mit seinen «Portraits des Mutes» verwundete und traumatisierte US-Soldaten würdigen," Dann sollte er wenigstens alle Einnahmen durch das Buch an jene Menschen weiterreichen, wie wärs Georgie Boy?

    • asdf am 20.03.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      Zu Ende lesen...

      Genau das tut er ja auch.... lies den Artikel.

    • Brandon am 20.03.2017 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @asdf

      Jr. Bush würde besser sein verdientes Geld während dieser Zeit an diese Stiftung spenden. Weil er der Ursprung ist für die jetzige Krise im Orient. Dazu kommen noch andere Krise dazu, die eigentlich er zum Anstoss brachte (z.B. letzte Immobilienblase in den USA (Ramschpapiere)). Aber letzteres wird ja nicht nach den Gründen gesucht, warum diese entstand, sondern nur alleine den Banken die Schuld zugeschoben. Aber es wird vergessen, dass Jr. Bush per Gesetz das noch ausgelöst (gefördert) hatte. Darum müsste er sein gesamtes verdientes Geld von damals spenden.

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