Behörden berichtigen

28. Juni 2013 10:18; Akt: 28.06.2013 13:37 Print

Kinderporno-Fund bei Dutroux dementiert

Gut getarnt soll der belgische Mörder und Sexualstraftäter Marc Dutroux gemäss Medienberichten einen Kinderporno in seiner Gefängniszelle aufbewahrt haben. Die Behörden widersprechen.

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Die Berichte klangen abenteuerlich: Zeitungen der belgischen Mediengruppe Sudpresse und Het Nieuwsblad berichteten am Freitag, in der Haftzelle des belgischen Kindermörders Dutroux sei ein Kinderporno-Video gefunden worden. Das pornografische Material sei inmitten einer auf den ersten Blick unverdächtigen Fernsehdokumentation versteckt gewesen.

Dies dementiert ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Nivelles südlich von Brüssel nun. Bei einer routinemässigen Durchsuchung der Zelle sei zwar eine Videokassette mit einer Reportage gefunden worden, in der auch ein junges Mädchen in einem Badeanzug gezeigt wurde. Dies sei aber «nichts gewesen, was man ihm vorwerfen kann».

Meistgehasster Verbrecher

Dutroux war 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er sechs Mädchen und junge Frauen entführt, gefoltert und vergewaltigt hatte. Vier von ihnen starben. Dutroux, der als meistgehasster Verbrecher Belgiens gilt, hat einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Darüber ist noch nicht entschieden.

Dutroux verfüge in seiner Zelle über einen Videokassetten-Player, einen DVD-Player und eine Playstation. 2009 war bekanntgeworden, dass Dutroux auf seinem Computer Kinderbilder gespeichert hatte, die mit seinem eigenen Verfahren zu tun hatten.

(jbu/sda)