EU-Austritt

20. März 2017 12:38; Akt: 20.03.2017 13:31 Print

May verkündet Brexit nächste Woche

Die britische Premierministerin will Ende Monat die offizielle Erklärung für den Austritt Grossbritanniens aus der EU abgeben. Wie es danach weitergeht.

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Die britische Premierministerin Theresa May wird am 29. März offiziell den Austritt ihres Landes aus der EU verkünden. Das bestätigte ein Regierungssprecher in London. Damit wäre der Weg dann frei für die zweijährigen Verhandlungen mit Brüssel. Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union wird voraussichtlich im März 2019 enden.

Die übrigen 27 Mitgliedstaaten werden ihre Verhandlungslinie in drei Schritten festlegen: Ein Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs beschliesst wenige Wochen später Leitlinien. Auf dieser Basis schlägt die EU-Kommission dann den Start der Verhandlungen und ein Mandat vor und lässt es vom Rat bestätigen.

Mammutaufgabe

In den kommenden Monaten steht den Experten auf britischer und EU-Seite eine Mammutaufgabe bevor: Rund 21'000 EU-Regeln und -Gesetze müssten erörtert werden, berichtet die Nachrichtenwebseite «Politico» unter Berufung auf Ausschussberichte des EU-Parlaments. Bei etwa 500 Arbeitstagen bis zum Ausscheiden Grossbritanniens werden die Verhandlungspartner demnach täglich etwa 40 Gesetze abarbeiten.

Ein hochkomplexes und heikles Thema sind die Rechte der fast drei Millionen EU-Ausländer in Grossbritannien. Darüber will London möglichst schnell verhandeln - falls den etwa eine Million Briten in Kontinentaleuropa vergleichbare Garantien gegeben werden.

Die Briten hatten im vergangenen Juni in einem historischen Referendum mit knapper Mehrheit für den Brexit gestimmt. Das Vereinigte Königreich war 1973 dem Vorläufer der EU beigetreten. Es wird nun der erste europäische Staat sein, der die EU wieder verlässt.

(afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim Tim am 20.03.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Viel Glück....ihr packt das.

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  • Amadies am 20.03.2017 12:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frei sein ist ein grosses Gut

    ich gratuliere dem mutigen bald freien England....

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  • Der Realist am 20.03.2017 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brexit

    Richtig so! Der Anfang ist gemacht. Es werden bald die nächsten folgen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Diplomat am 21.03.2017 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Immer schön langsam

    ein Debakel innerhalb UK zeichnet sich immer mehr ab. Die EU ist gut beraten, Austrittsverhandlungen erst dann konkret zu beginnen, wenn die Beziehung UK/Schottland geklärt ist.

  • gloria derungs am 21.03.2017 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Danke GB

    Habe schon viel Geld dank dem Brexit verdient. Dank Britten für die sicherheit im Optionenhandel!

  • USMC am 21.03.2017 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Go for it

    Wir wünschen den Briten nur das Beste für den EU Austritt. Wir drücken Euch ganz fest die Daumen und hoffen der Austritt wird fair abgehandelt.

    • Diplomat am 21.03.2017 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      @USMC

      im Moment siehts nicht fair aus, hat aber weniger mit der EU zu tun. Sondern dass England den Schotten verbietet, über ihre eigene Zukunft abstimmen zu können

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  • Rapple am 21.03.2017 01:10 Report Diesen Beitrag melden

    Es fehlen noch

    Holland, Italien und Frankreich. Mal schauen wie lange die noch drin bleiben.

  • M.G. am 20.03.2017 23:46 Report Diesen Beitrag melden

    Exodus

    In Frankfurt/Main erhalten die Makler für gewerbliche Immobilien wöchentlich Anfragen aus London. Banken, Versicherungen, Broker, Treuhänder bereiten ihr Zügeln in die Main-Metropole vor. Frau May kann sie nicht aufhalten und Hessens Ministerpräsident Boffier lässt in London die Werbetrommel rühren.

    • Peach Pan am 21.03.2017 02:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M.G.

      Und wovon träumen Sie in der Nacht, wenn Ihre Tagträume schon so frei jeglicher Realität sind?

    • USMC am 21.03.2017 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M.G.

      Von GB nach D ist vom Regen in die Traufe

    • M.G. am 21.03.2017 20:13 Report Diesen Beitrag melden

      Citigroup geht mit Sicherheit

      und weitere 25 Banken wollen nach Frankfurt oder Paris (z.B. Goldmann Sachs, LLoyds, UBS und HSBC). Barclays zügelt nach Dublin. Hessens Ministerpräsident Bouffier hat schon die Werbekampagne mit viel Geld und Resourcen gestartet. Weil so viele Banken das Zügeln schon angekündigt haben stellt sich die EU stur und will unter keinen Umständen britischen Banken nach dem Brexit einen Zugang von London aus gestatten. Frau May hat sich selbst in diese Situation gebracht weil sie öffentlich den harten Brexit ankündigte, sie damit selber Kompromisse ausschliesst.

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