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US-Jobmarkt
06. Juli 2012 18:44; Akt: 07.07.2012 01:19 Print
Schwache Zahlen sind Munition für Mitt Romney
Nur 80 000 neue Jobs gab es in den USA im Juni. Das sind keine guten News - weder für die 8,2 Prozent Arbeitslosen, noch für Präsident Barack Obama.
Das ist Mitt Romney.
Eine Arbeitslosenquote von unverändert 8,2 Prozent und ein schwächer als erwarteter Zuwachs an neuen Jobs bringen US-Präsident Barack Obama in Bedrängnis. Nur
Für Obama sind die Daten ein herber Rückschlag - ein viel zu geringer Zuwachs, um die für US-Verhältnisse deprimierende Sitation am Arbeitsmarkt zu verbessern. Bis zur Wahl im November verbleiben dem Amtsinhaber nur noch vier solcher Monatsberichte, um den Eindruck zu zerstreuen, seine Wirtschaftspolitik verfehle das wichtigste Ziel - die Schaffung neuer Jobs.
Jobverluste im öffentlichen Sektor
Im Vorjahresmonat war der Beschäftigungsanstieg mit
Der leitende Wirtschaftsberater im Weissen Haus, Alan Krueger, machte die oppositionellen Republikaner für die Arbeitsmarktmisere mitverantwortliche. Sie hätten Konjunkturprogramme blockiert. «Würden wir mehr in solche Programme investieren, so hätten wir ein deutlich besseres Bild», sagte er. Er verwies darauf, dass der private Sektor seit 29 Monaten einen kontinuierlichen Beschäftigungszuwachs aufweise.
Daten sind Munition für Romney
Die Republikaner wiederum antworteten auf den Arbeitsmarktbericht sofort mit scharfen Angriffen auf die Obama-Regierung. Ihr wahrscheinlicher Präsidentschaftskandidat Mitt Romney sprach in einer ersten Stellungnahme von «deprimierenden Nachrichten». Nicht nur die Daten vom Arbeitsmarkt, sondern alle Nachrichten aus der Wirtschaft zeigten, dass Obama versagt habe. «Die Politik dieses Präsidenten hat nicht dazu geführt, dass Amerika wieder zum Arbeiten kommt», sagte Romney.
Die Börse reagierte auf die Nachrichten mit Kursverlusten auf breiter Front, die von den Telekommunikationswerten angeführt wurden. Die anderen in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen ökonomischen Daten liessen allerdings Hoffnung auf einen allmählich sich beschleunigten Wirtschaftsaufschwung aufkommen. Insbesondere der Automobilsektor überraschte mit positiven Zahlen. Chrysler beispielsweise meldete einen Zuwachs von Verkäufen von 20 Prozent in den ersten sechs Monaten und erreichte damit in etwa wieder die Zahlen vor der grossen Krise. Und auch die Daten über den privaten Konsum weisen nach oben. Der deutliche Anstieg des Dollars insbesondere gegenüber dem Euro hat allerdings dazu geführt, dass die Gewinne im Exportsektor stark schrumpften.
(dapd)

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