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Gewalt nimmt zu
13. Januar 2012 18:09; Akt: 13.01.2012 18:26 Print
Bürgerkrieg in Syrien kurz vor dem Ausbruch
Die Arabische Liga ist angesichts der sich zuspitzenden Gewalt in Syrien sehr besorgt. Sie warnt eindringlich vor einem Bürgerkrieg. Die Opposition schliesst sich immer mehr zusammen.
Die Arabische Liga warnt vor einem Bürgerkrieg in Syrien. Ein solcher würde sich auch auf die Nachbarstaaten auswirken, sagte Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi einem ägyptischen Fernsehsender.
Infografik SyrienDie arabische Welt im UmbruchDie Berichte der Beobachter im Land seien beunruhigend. Die syrische Regierung halte sich nicht an ihre Versprechen, die sie der Arabischen Liga gegeben habe, sagte al-Arabi am Freitag in dem Interview. «Wir sind sehr besorgt. Wenn das so weitergeht, dann kann das in einen Bürgerkrieg führen.»
Opposition rückt zusammen
Noch sind Präsident Baschar al-Assads Gegner zersplittert und schlecht bewaffnet. Am Freitag jedoch ist es zum Schulterschluss zwischen dem aus dem türkischen Exil tätigen Syrische Nationalrat (SNC) und der Miliz der Deserteure gekommen. Nach Angaben des SNC habe sich der SNC-Vorsitzende Burhan Ghalioun mit dem Kommandanten der Freien Syrischen Armee, Oberst Riad al-Asaad, getroffen.
In ihrem Kampf für Assads Sturz setzen sie vor allem auf Strategien, um weitere Soldaten zur Fahnenflucht zu bewegen. Die Massenproteste vom Freitag standen denn auch unter dem Motto «Unterstützt die Freie Syrische Armee».
Dabei wurden erneut mehrere Menschen getötet. Nach Angaben der in London ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurde in der Ortschaft Kafrnubol nahe der türkischen Grenze ein Mann von Sicherheitskräften erschossen. Gemäss Informationen der Nachrichtenagentur DPA starben in den Protesthochburgen Homs und Hama mindestens sieben Menschen.
Dennoch gingen in mehreren Städten wieder tausende Menschen auf die Strassen und protestierten gegen die Regierung von Assad. Proteste wurden aus Damaskus und Umgebung, Duma, Idlib, Palmyra, Deir Essor, Dschassem und Banias gemeldet. In den meisten dieser Orte waren nach unbestätigten Angaben Schüsse zu hören.
Langer Kampf nötig
Immer öfter stossen die Schergen des Regimes auf bewaffneten Widerstand. Die syrischen Rebellen könnten für den Sturz von Assad nach Einschätzung eines desertierten Generals jedoch noch mehr als ein Jahr benötigen.
Zwar seien bereits bis zu
Einen solchen Verlauf möchte die Arabische Liga verhindern. Der Einsatz ihrer Beobachter soll am kommenden Donnerstag enden. Diese werden in den folgenden Wochen den Aussenministern der Organisation einen Bericht vorlegen. Aus Sicht der syrischen Opposition ist die Initiative der Liga jedoch bereits gescheitert, weil immer noch Zivilisten von den Sicherheitskräften gefoltert und getötet werden.
Auch unter den Beobachtern selber mehren sich Zweifel am Sinn des Einsatzes. Nach dem Algerier Anwar Malik hat inzwischen auch ein Sudanese die Mission unter Protest verlassen. Er kritisierte, dass sich das Assad-Regime die Schwächen des Beobachtereinsatzes zunutze mache.
Die Proteste gegen Assad hatten im März 2010 friedlich begonnen, sind jedoch inzwischen in gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Streitkräften und Deserteuren umgeschlagen. Laut der UNO wurden in dem Konflikt mehr als 5000 Menschen getötet.
Zweifel an Regierungsversion
Am Mittwoch war erstmals seit Beginn des Aufstandes auch ein ausländischer Journalist ums Leben gekommen. Der 43-jährige französische Kriegsreporter Gilles Jacquier wurde in Homs bei einem Mörserangriff getötet, für den Syriens Regierung Rebellen verantwortlich macht.
Inzwischen sind aber Zweifel an dieser Version der Ereignisse laut geworden, da sich die offiziellen Begleiter des Journalisten bei Beginn des Angriffs zurückgezogen hatten. Die französische Justiz hat eine Untersuchung angeordnet.
Die deutsche Regierung forderte wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage alle Deutschen zur Ausreise aus Syrien auf und verkleinerte das Botschaftspersonal weiter.
(sda)
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Alle 13 Kommentare

























wieso?
wieso greift die uno nicht ein? genau dafür ist sie da!
Vetomacht Russland
Solange Russland Assad Munition liefert, wird es sicherlich auch sein Veto gegen jegwelche Resolution des UNO Sicherheitsrates einlegen ...
....
Ein- oder Angreifen kann nur die Nato und nicht Uno. Die Uno kann nur Santkionen beschliessen oder Friedensvördernde Soldaten senden aber keinen Angriff. Desweiteren steht hinter Syrien der Iran sowie die Hisbollah, die westlichen Länder die Gadafi gestürtzt haben, haben keinen Mut oder Interesse Syrien anzugreifen, sonst würden sich die Verbündeten Syriens in den Konflikt einmischen.
Darum
Weil dann der Westen wieder in die Kritik käme, wie z.B. in Lybien. Jetzt soll die fortwährende kritisierende Arabische Liga mal zeigen, wie und ob sie ohne den Westen auskommen.
falsch
Die UNO soll zuerst ihre eigenen probleme in den griff bekommen. es kann ja wohl nicht sein, dass sie sich immer reinmischen und dann truemmer hinterlassen.
Wie blind kann man sein?
Diese Frage ist doch jetzt Ironisch gemeint, oder? In Lybien sind mehr Zivilisten durch Bomben der Nato gestorben als kämpfende Soldaten. Seit die UNO Ägypten intervenierte, haben die Menschen dort Angst abends auf die Strasse zu gehen. Wie mir scheint funktioniert bei euch in der Schweiz die Augenwischerei genau so gut wie hier in Deutschland.
Uno greift nicht ein
...weil dies die Russen und Chinesen stets verhindern?
Rohöl
weil es dort kein rohöl hat
Baschar-al-Assads muss weg !
Seine Zeit ist vorbei. Hoffen wir, dass sich das syrische Volk gegen ihn durchsetzen kann. Wünsche Ihnen viel Glück dabei und möge die freie syrische Armee von Tag zu Tag stärker werden ...
Sich in die Lage andere Versetzen
Hallo Jan, Hast du Dich mal gefragt woher das Volk die Waffen hat, welche dazu benötigt werden? Würfest du es auch so sehen, wenn in deinem Land sich auf einmal eine Gruppe auftut und gegen Deine Regierung hetzt? Wenn du jetzt denkst, deine Regierung würde nciht so gewaltsam gegen die Demonstranten vorgehen, dann erinner Dich mal an Stuttgard21. Der Regierungsstand von Schweiz und Deutschland ist defakto gleich.
Traurig aber ist so
Tut mir leid für die Menschen dort. Andererseit hoffe ich ja, dass wir - zum ankurbeln unserer Wirtschaft - Munition und sonstigen Kram dahin verschachern. Schafft und erhält Arbeitsplätze bei uns.
OMG
Wie kann man in so einem moment noch an Profit denken? Einfach nur grauenhaft