Wilderei Südafrika

19. März 2012 18:49; Akt: 19.03.2012 18:54 Print

Nashorn-Jagd geht ungehindert weiter

Die Wilderei in Südafrika hat 2012 einen neuen Höchstwert erreicht. Bereits sind 135 Tiere wegen ihrer wertvollen Hörner getötet worden. Grund sind die horrenden Preise auf dem Schwarzmarkt.

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Die Jagd auf Nashörner in Südafrika reisst nicht ab. In diesem Jahr haben Wilderer bereits 135 der vom Aussterben bedrohten Tiere erlegt. Das entspricht laut südafrikanischen Behörden bereits einem Drittel aller im gesamten Jahr 2011 getöteten Tiere.

Zudem wurden in den ersten elf Wochen des Jahres bereits 89 Wilderer festgenommen, wie die staatliche Umweltbehörde am Montag mitteilte. Am stärksten betroffen war demnach der östliche Krüger- Nationalpark, wo seit 1. Januar bereits 75 Rhinozerosse getötet wurden.

Teures Nashorn-Pulver

Die Wilderer haben es auf die Hörner der Tiere abgesehen, deren Pulver vor allem in Asien immer noch als Medizin eingesetzt wird. Auf dem Schwarzmarkt werden bis zu 500 000 Dollar pro Stück gezahlt.

Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität beim Schmuggel und Verkauf von Nashorn-Hörnern setzt Südafrika mittlerweile auch auf das Militär. Mit über 400 getöteten Tiere hatte die illegale Jagd auf Nashörner 2011 in Südafrika ein Rekordhoch erreicht.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Antonietta/Tumminello am 20.03.2012 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Jedes Jahr beschlagnahmt der Zoll

    Tausende von Wildtierprodukten, die Reisende aus fernen Urlaubsländern mitbringen. Die meisten dieser Gegenstände sind Souvenirs, die aus gefährdeten oder vom Aussterben bedrohten Tieren hergestellt sind. Im Reisegepäck befinden sich dann z. B. Elfenbeinschnitzereien und -schmuck, Accessoires aus Schildkrötenpanzer, Handtaschen, Gürtel und Schuhe aus Reptilienhaut, Felle von Großkatzen, Designartikel aus Stachelschweinspießen, sowie Korallen und Muscheln. Die Vielfalt an Produkten aus Wildtieren sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

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  • Antonietta/Tumminello am 20.03.2012 08:04 Report Diesen Beitrag melden

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