Selbstmordanschlag

22. November 2012 06:14; Akt: 22.11.2012 09:58 Print

Angriff auf Schiiten - 23 Tote nahe Islamabad

In Pakistan hat ein Selbstmordattentäter nahe der Hauptstadt Islamabad 23 Menschen getötet und 62 verletzt. Die Taliban haben sich zum Angriff auf die schiitischen Muslime bekannt.

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Grosse Verwirrung unter den schiitischen Muslimen nach dem Anschlag. (Bild: AFP)

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Ein Selbstmordattentäter hat eine schiitische Prozession in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi angegriffen und mindestens 23 Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 60 Menschen sind nach Angaben der Polizei bei dem Anschlag in der Nacht zum Donnerstag verletzt worden.

Der etwa 18 Jahre alte Attentäter habe eine Sprengstoffweste getragen und sei mit Handgranaten bewaffnet gewesen. Unter den Toten befänden sich auch mehrere Kinder, hiess es. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat.

Bei zwei weiteren Bombenanschlägen auf Schiiten in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi wurden in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben der Polizei insgesamt zwei Menschen getötet. Bereits am Mittwoch wurden in Pakistan drei Anschläge gezählt, bei denen insgesamt 28 Menschen getötet wurden.

Gipfel in Islamabad

Schiiten stellen etwa 20 Prozent der mehr als 180 Millionen Pakistaner. Die Minderheit begeht derzeit den Trauermonat Muharram, der am Sonntag mit dem Trauerfest Aschura endet. Sunnitische Extremisten wie die Taliban greifen immer wieder Schiiten an.

Rawalpindi liegt direkt neben der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, wo am Donnerstag Staats- und Regierungschefs aus acht vorwiegend muslimischen Ländern zusammenkommen wollen.

Neben dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi wollen auch sein iranischer Amtskollege Mahmud Ahmadinedschad und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an dem Gipfeltreffen teilnehmen.

(sda/dapd)