Gas- und Aschewolke

09. September 2012 00:12; Akt: 09.09.2012 00:51 Print

6000 Menschen wegen aktivem Vulkan evakuiert

Der Vulkan San Cristóbal ist ausgebrochen. Es soll mehrere Explosionen gegeben haben. Aus fünf umliegenden Dörfern wurden die Menschen vorsorglich evakuiert.

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Evakuieren das Gelände um den Vulkan: 300 Soldaten sind im Einsatz, um die Menschen aus fünf Dörfern in Sicherheit zu bringen. (Bild: Keystone)

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Die Aktivität des Vulkans San Cristobal hat die nicaraguanischen Behörden am Samstag dazu veranlasst, rund 6 000 Menschen zu evakuieren. Der Berg spie eine Gas- und Aschewolke rund vier Kilometer in die Höhe. Anwohner berichteten von drei schweren Explosionen im Inneren des Vulkans, bevor sich die Wolke ihren Weg himmelwärts bahnte und Asche über nahegelegene Dörfer geweht wurde.

Laut dem Institut für territoriale Studien (INETER) sind an den Hängen des Vulkans mehrere Ortschaften gebaut, giftige Dämpfe zogen durch die Strassen der Siedlungen. «Starke Winde trieben die giftigen Schwaden durch die Gemeinden am Hang des Vulkans. Mehr als 6 000 Menschen aus fünf Ortschaften wurden evakuiert, 100 Familien verliessen ihre Behausungen freiwillig», gab Guillermo González, Direktor des nationalen Systems für Risikovermeidung und Katastrophenvorsorge (Sinapred) in einer Pressekonferenz bekannt.

Vertreter des Zivilschutzes teilten mit, 300 Soldaten seien entsandt worden, um die Menschen zu evakuieren und sich um sie zu kümmern. Der Direktor des Geologischen Instituts von Nicaragua, Javier Mejia, berichtete von einer starken Aktivität im Vulkan. Dies zeigten die Messinstrumente an. «Wir schliessen nichts aus, rufen aber zur Ruhe auf», sagte er. Der 1 745 Meter hohe Berg liegt mehr als 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Managua.

(oku/dapd)