Diplomatische Krise

17. August 2017 05:01; Akt: 17.08.2017 05:22 Print

Saudiarabien lässt Pilger aus Katar ins Land

Der König von Saudiarabien ermöglicht Bürgern aus Katar die Pilgerfahrt nach Mekka. Ob das eine erste Annäherung ist, wird von Experten bezweifelt.

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Erstmals seit dem Abbruch der Beziehungen zu Katar vor gut zwei Monaten öffnet Saudiarabien seine Grenze zu dem Nachbarland. Damit wolle König Salman den Bürgern Katars die Pilgerfahrt nach Mekka ermöglichen, meldete die staatliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA am Mittwochabend.

Der Grenzübergang Salwa solle für die jährliche Hadsch Anfang September geöffnet werden. Die Pilgerfahrt gilt als Höhepunkt im Leben von Muslimen. Der König habe zudem angeordnet, Flugzeuge nach Doha zu schicken, um katarische Pilgerer «auf seine Kosten» zu transportieren, hiess es in dem SPA-Bericht weiter. Zuvor hatte das saudiarabische Königshaus erstmals seit Beginn der diplomatischen Krise am 5. Juni einen Gesandten aus Doha empfangen.

Kronprinz lobt Beziehungen

Kronprinz Mohammed bin Salman lobte nach dem Treffen die «historisch tiefen Beziehungen zwischen den Völkern Saudiarabiens und Katars». Im Juli hatte die Regierung in Doha Saudiarabien noch vorgeworfen, ihren Bürgern die Pilgerreise nach Mekka untersagen zu wollen.

Ob es sich bei dem Schritt des Königshauses um ein erstes Zeichen der Annäherung an Katar handelt, ist umstritten. Der Experte Ali Shihabi von der Arabia-Stiftung in Washington nannte ihn auf Twitter eine «Geste des guten Willens», aber noch keinen «Durchbruch».

Saudiarabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate werfen Katar vor, Terrororganisationen zu unterstützen. Deshalb hatten diese Staaten Anfang Juni eine umfassende Blockade gegen das Golfemirat verhängt.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B. Kerzenmacher am 17.08.2017 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Auch...

    wenn die Katars keine lupenreine Demokraten und die Hinweise auf die Unterstützung von Terror nicht zu leugnen sind, ändert das nichts an der Tatsache, dass ein dreistes Ultimatum mit Forderungen im Raum steht, das den Terrorvorwurf nur als Vorwand zur Erpressung vorschiebt. KSA muss sich ziemlich sicher vor Protesten des Westens fühlen, wenn sie, die selbst Terrorpaten sind, glauben, dieses dreiste Stück aufführen zu können. Und die Reaktionen geben KSA bisher Recht. Nicht einmal deutliche Kritik ist zu hören, obwohl Forderungen, wie die Schliessung von Al-Jazeera auf der Liste stehen.

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  • Ostseeanrainer am 17.08.2017 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufklären hilft

    Vielleicht werden sie in dieser Region in 600-700 Jahren auch soweit sein,wie in Europa. Gottseidank leben wir in einer aufgeklärten Zeit und haben die christlichen Konfessionskriege lange hinter uns gelassen. Hoffnung besteht also,leider werden wir es nicht mehr miterleben.

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  • Zeus187 am 17.08.2017 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NO GODS!

    Das liest sich wie eine Satire wenn ich sehe, welche Länder diese ungeheuerlichen anschuldigungen stellen! Ich bin in meinen Grundfesten erschüttert!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bob am 17.08.2017 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten die Zeit regelt so einiges

    Abwarten, da ja alle auf Elektrofahrzeuge umstellen und Verbrennungsmotoren verboten werden, werden die ach so hochentwickelten Erdölländer wieder in der Steinzeit versinken! Sie werden kaum noch die Mittel haben die sie heute besitzen und für den Westen wieder so Interessant sein wie vor zweihundert Jahren!

  • Zeus187 am 17.08.2017 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NO GODS!

    Das liest sich wie eine Satire wenn ich sehe, welche Länder diese ungeheuerlichen anschuldigungen stellen! Ich bin in meinen Grundfesten erschüttert!

  • B. Kerzenmacher am 17.08.2017 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Auch...

    wenn die Katars keine lupenreine Demokraten und die Hinweise auf die Unterstützung von Terror nicht zu leugnen sind, ändert das nichts an der Tatsache, dass ein dreistes Ultimatum mit Forderungen im Raum steht, das den Terrorvorwurf nur als Vorwand zur Erpressung vorschiebt. KSA muss sich ziemlich sicher vor Protesten des Westens fühlen, wenn sie, die selbst Terrorpaten sind, glauben, dieses dreiste Stück aufführen zu können. Und die Reaktionen geben KSA bisher Recht. Nicht einmal deutliche Kritik ist zu hören, obwohl Forderungen, wie die Schliessung von Al-Jazeera auf der Liste stehen.

    • Ostseeanrainer am 17.08.2017 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @B. Kerzenmacher

      Die Amerikaner und der Westen müssen halt verhindern,dass ein zu grosses Ungleichgewicht in dieser Region herrscht,sonst eskaliert das ganze noch mehr,denn mit Öl können die Araber nicht mehr viel Punkten. Dafür kaufen die Araber aber wiederum genug Waffen......

    • David Stoop am 17.08.2017 15:09 Report Diesen Beitrag melden

      @Ostseeanrainer

      Es sind nicht immer alles die Amerikaner. Die Eskalation zwischen Saudi-Arabien und Katar ist sicherlich nicht durch die Amerikaner zu Stande gekommen, sondern schlicht ein regionales Problem. Wären die Amerikaner nicht, hätten wir aber vermutlich schon lange einen Iran-Saudi-Arabien-Krieg erlebt. Denn genau diesen Konflikt schiebt die ganze Region vor sich her.

    • Dk10 am 17.08.2017 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ostseeanrainer

      Wenn die länder arabien, katar etc... den export von öl verbieten. Dann wird auf dieser welt ziemlich viel los sein. Und die USA die reden über verschlossenen türen schlecht über die länder. Nach trumps besuch in saudi arabien ist es zu diesem boykott gekommen

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  • Ostseeanrainer am 17.08.2017 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufklären hilft

    Vielleicht werden sie in dieser Region in 600-700 Jahren auch soweit sein,wie in Europa. Gottseidank leben wir in einer aufgeklärten Zeit und haben die christlichen Konfessionskriege lange hinter uns gelassen. Hoffnung besteht also,leider werden wir es nicht mehr miterleben.

    • Oli am 17.08.2017 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ostseeanrainer

      Und ich sage ihnen das wir 600 Jahre in der Vergangengeit leben.

    • Sukram am 17.08.2017 10:18 Report Diesen Beitrag melden

      Status wie anno 600

      Da haben Sie durchaus recht. Wer einen Stein umkreist und anbetet, hätte sehr wohl mal eine Reformation dringend nötig.

    • nagler am 17.08.2017 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sukram

      sie haben Recht, die sollten einen Plus anbeten

    • der leser am 17.08.2017 10:51 Report Diesen Beitrag melden

      Aufklärung

      zur Information Muslime beten nicht den Stein an sondern beten nur Gott allein an. Die Kaaba ist lediglich der ort der Gebstsrichtung nach dem sich die Muslime richten. Muslime betten keine Götzen, Steine, Bäume Tiere oder Menschen an . Diese Religion ist purer Monotheismus .

    • MasterMind am 17.08.2017 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ostseeanrainer

      Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber Friede wird erst dann herrschen, wenn sich alle Schiiten, Suniten, Wahabiten und was sich sonst noch dort herumtreibt, gegenseitig abgeschlachtet haben.

    • MrM am 17.08.2017 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sukram

      wir beten nicht den stein an sondern in diese richtung das alle muslime zusammen in ein richtung beten und ausserdem beten wir gott an nicht den stein

    • tim am 17.08.2017 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MrM

      und wie soll das gehen alle in eine richtung beten wenn all um diesen stein rumrennen bei mir ändern sich die himmelsrichtungen wenn ich mich im kreisdrehe

    • Reisender am 17.08.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      True

      @Der Leser Ja ich weiss, deswegen haben sie auch alle Polytheisten aus Mekka und Media vertrieben / getötet. Islamische Geschichte ist so blutrünstig!

    • lm am 17.08.2017 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MasterMind

      danke das ist genau das was ich auch immer sage und denke.

    • Ottoman am 17.08.2017 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @tim

      Das sind zwei verschiedene Rituale. Sie rennen nicht herum, das ist ein Ritual im Schritttempo.

    • Beat am 17.08.2017 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ostseeanrainer

      Ist das so? Ist der Katholizismus verschwunden? Gibt es keine Bibelverteilungen mehr auf der Welt? Sind alle Missionare mit der Christlichen Botschaft gestern in Luft aufgelöst? Bisher hat Saudi-Arabien vs Katar noch kein einziger Toter direkt generiert. Während unsere ach so tollen Demokratie Schützer ständig ein Blutbad um das andere am Hals haben. Irak, Syrien, Afgahnistan......,,

    • David Stoop am 17.08.2017 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Beat

      Das sind aber alles Beispiele, die auch ganz alleine Blutbäder angerichtet haben. Ja ich weiss, es ist heute modern die Massaker von Saddam und Assad-Senior zu vergessen, weil das ja soooo tolle Diktatoren sind. Nichts desto trotz waren dies alles keine friedlichen Regionen, welche bloss durch Gehirnstrahlen der CIA zu Gewalt animiert wurden.

    • Tomson1994 am 17.08.2017 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ostseeanrainer

      Wann haben die Kriege genau aufgehört? Können Sie mich mal aufklären?

    • Ostseeanrainer am 17.08.2017 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tomson1994

      Selbst in Nordirland werden sie grösstenteils nur noch verbal geführt. In einer aufgeklärten Gesellschaft,wie in Mittel-,West-,und Nordeuropa,wo Protestanten und Katholiken friedlich zusammenleben,gibt es keine Konfessionskriege mehr. Und in Süd- und Osteuropa gibt es grösstenteils nur eine Konfession,da erübrigt sich das Köpfe einschlagen sowieso. Selbst die verschiedenen Kirchenfürsten gehen respektvoll miteinander um,ob nur zum Schein und des lieben Frieden willens kann ich nicht beurteilen. In England z.B. gibt es die anglikanische Kirche,auf den Thron kommt jedoch kein Katholik(in).

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