Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Angola - Frankreich
16. Januar 2010 09:08; Akt: 16.01.2010 09:17 Print
Paris geht gegen Exilrebellen vor
Frankreich will den Aufruf zu Gewalt eines im Land lebenden Anführers der Cabinda-Rebellen nicht dulden und leitet ein Verfahren ein. Vor einer Woche hatten die Rebellen den Bus der Fussball-Nationalmannschaft von Togo überfallen und drei Menschen getötet.
Das Justizministerium habe ein Verfahren gegen Rodrigues Minguas wegen Verherrlichung von Gewalt in Gang gebracht, teilte das Pariser Aussenministerium am Freitagabend mit. Minguas habe die französische Staatsbürgerschaft. «Seine Aussagen sind inakzeptabel und können nicht ohne Folgen bleiben.»
Rodrigues Minguas in einer undatierten Aufnahme, die von der Rebellenorganisation FLEC veröffentlicht wurde.(Bild: AFP)
Angola hatte Frankreich vorgeworfen, zu duldsam gegenüber den Rebellen der FLEC (Front für die Befreiung der Exklave Cabinda) zu sein. Dazu war am Donnerstag den französischen Botschafter einbestellt worden.
Minguas hatte im Namen der FLEC den Angriff auf die Sportler und ihre Begleiter gerechtfertigt und weitere Attacken in Cabinda angekündigt. Im Krieg sei alles erlaubt.
Minguas soll sich mit anderen FLEC-Rebellen oft in Frankreich aufhalten. Cabinda ist eine ölreiche Exklave Angolas zwischen Kongo- Kinshasa und Kongo-Brazzaville.
(sda)






















