Umfrage in Europa

10. März 2017 05:42; Akt: 10.03.2017 05:42 Print

Der Klimawandel betrifft uns jetzt schon

Der Klimawandel betrifft nicht nur kommende Generationen, sondern führt schon heute zu Naturkatastrophen. Das glaubt die Mehrheit der Befragten einer Studie.

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Seit der US-Präsident Donald Trump damit gedroht hat, das Pariser Klimaschutzabkommen aufzukündigen und Gelder für Klimaforschungseinrichtungen zu kürzen, steht das gemeinsame Vorgehen in der weltweiten Klimapolitik auf der Kippe. Dabei wünschen sich viele Menschen, dass die Politik den Kampf gegen den Klimawandel endlich entschlossen anpackt, wie Umfragen aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Norwegen zeigen.

Umfrage
Müssen die Politiker mehr gegen den Klimawandel tun?
64 %
5 %
3 %
26 %
2 %
Insgesamt 2153 Teilnehmer

Von rund 4000 Befragten sind sich 60 Prozent einig: Der Klimawandel ist kein Problem der Zukunft. Er ist bereits jetzt spürbar. Denken die Menschen an die globale Erwärmung, verspüren sie hauptsächlich Empörung und Angst, eine Minderheit fühlt sich schuldig.

Mehr Flüchtlinge wegen Klimawandel?

Die repräsentative Studie European Perceptions of Climate Change (EPCC) zeigt auch, dass die Bevölkerung ihre Regierungen hart in die Pflicht nimmt: Erneuerbare Energien sollen subventioniert, Länder, die nicht Teil des internationalen Klima-Deals sind, bestraft werden, so der Tenor.

Zudem halten es die Menschen dieser vier Länder für notwendig, dass Entwicklungsländer finanzielle Hilfe erhalten – denn diese Staaten hätten besonders mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen.

Diese Forderung ist nicht ganz uneigennützig: Immerhin glauben 57 Prozent der befragten Norweger und 39 Prozent der Deutschen, dass der Klimawandel zu mehr Migration führen wird. In Frankreich und Grossbritannien liegt der Anteil der Menschen, die das denken, bei 37 beziehungsweise 30 Prozent.

Wieso der Rückhalt der Bevölkerung so wichtig ist

Die überwältigende Mehrheit ist sich einig: Der Klimawandel ist – zumindest teilweise – menschengemacht. «Es ist ermutigend zu sehen, dass die meisten Personen dieser grossen Studie erkennen, dass der Klimawandel passiert», zitiert der «Guardian» den Leiter des internationalen Projekts, Nick Pidgeon von der Cardiff University. Seiner Ansicht nach ist der Rückhalt in der Bevölkerung für Klimaschutzmassnahmen enorm wichtig – gerade in Zeiten, in denen Politiker wie Donald Trump die Notwendigkeit dieser Bemühungen infrage stellen.

Das Pariser Klimaschutzabkommen war am 12. Dezember 2015 in Paris verabschiedet worden. Das Ziel: Der durchschnittliche weltweite Temperaturanstieg soll gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzt werden. Die Vertragsparteien müssen Anstrengungen unternehmen, um den Anstieg auf 1,5 Grad zu limitieren. Der Schweizer Nationalrat hat das Pariser Abkommen erst vor wenigen Tagen, am 2. März 2017, genehmigt. Einzig die SVP stellte sich dagegen.

(mlr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tokken am 10.03.2017 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klima

    Der Klimawandel hatt schon begonnen. Um so mehr Menschen es giebt, um so schneller geht er voran. Nur noch mehr die Welt zu Betonieren und Wälder abschlachten.

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  • Livia19 am 10.03.2017 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gemeinsam

    Die Politiker alleine können auch nicht alles richten! Es braucht uns alle

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  • Cavi33 am 10.03.2017 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nimmt rasant zu

    Habe gestern einen Bericht über Ledergerbung in Bangladesh gesehen . Umweltschutz kennen die nicht und nun wundern wir und über die Naturgefahren, wenn die Dreckarbeit einfach verschoben wird weil es nichts kostet. Und der BR stimmt Fracking zu, keine Ahnung .

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rudi am 12.03.2017 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    muss nicht schlecht sein.

    Es ist nicht gesagt, dass ein Klima-Wandel unbedingt schlecht sein muss. Wir können nicht immer um jeden Preis jede Veränderung vermeiden.

  • Miristkalt am 10.03.2017 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt schon?

    Der Klimawandel betrifft uns schon lange!

  • Roman am 10.03.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder muss was machen

    Also was ich nicht verstehe, jeder möchte dass was getan wird... korrekt? Wenn man dann aber die dieselschleudern ab 2025 verbieten möchte, dann regt sich jeder auf? Jeder muss seinen beitrag leisten. Kauft elektroauto

    • Rolf Gysling am 10.03.2017 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roman

      Was hat das mit den Dieselautos zu tun? Wenn schon hat das mit den Benzinschleudern zu tun, denn diese sind deutlich weniger effizient und emittieren viel mehr CO2 als ein Diesel.

    einklappen einklappen
  • Steffi H am 10.03.2017 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht,geld

    Umweltverschmutzer müssen zahlen,noch mehr zahlen. Das betrifft autofahrer,raucher und die die im jahr 6 mal in die ferien fliegen. Wann kapiert ihr es endlich?! Bevor es zu spät ist

    • Skelly am 10.03.2017 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Steffi H

      einer der größten übel des Klimawandels ist definitiv der Tiermassenhaltung zu zuschreiben. Und somit für jeden einzelnen machbar dem Klimawandel entgegen zu wirken.

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  • Hugo am 10.03.2017 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel

    zur zeit sind wir im Klimawandel und niemand ist richtig interessiert etwas dagegen zu tun. All die bekämpfung ist augenwischerei.und reklame für gewisse Institutionen.