Kofi Annan

10. Mai 2013 15:15; Akt: 10.05.2013 15:51 Print

Afrika wird «gewissenlos» ausgebeutet

Am afrikanischen Pendant zum WEF hat der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan Unternehmen kritisiert, die sich in Afrika auf unmoralische Weise bereicherten.

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Kofi Annan hat an der afrikanischen Ausgabe des Weltwirtschaftsforums (WEF) die Ausbeutung der Rohstoffe des Kontinents kritisiert. Es sei «gewissenlos», dass manche Unternehmen sich auf unmoralische Weise bereicherten, ohne dass die Erlöse auch dem dringend benötigten Ausbau des Gesundheits- und Bildungswesens in Afrika zu Gute kämen, so Annan.

Die Rohstoff-Einnahmen in Afrika hätten bisher kaum dazu beigetragen, «die Kluft zwischen Reich und Arm auf dem Kontinent zu verringern». Der frühere UN-Generalsekretär hat in seiner Rede am Freitag in Kapstadt zudem darauf hingewiesen, dass auch korrupte Beamte die zweifelhafte Geschäftspraxis gewisser Unternehmen unterstützten.

Afrikas Staaten brauchten deshalb Strategien gegenüber ausländischen Investoren, um ihnen Bedingungen im Interesse der Bevölkerung stellen zu können, sagte der ghanaische Ex-Diplomat weiter. Das betreffe vor allem Steuer- und Finanzierungsabkommen. Wichtig sei es im volkswirtschaftlichen Interesse afrikanischer Staaten, dass nicht nur unverarbeitete Rohstoffe exportiert würden.

Am dreitägigen Weltwirtschaftsforum Afrika haben 15 afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche andere Politiker, Spitzenmanager und Ökonomen aus aller Welt teilgenommen.

(aeg/sda)