Verzicht

13. Dezember 2012 22:23; Akt: 14.12.2012 09:30 Print

Susan Rice wird nicht die neue Hillary Clinton

Die UNO-Botschafterin der USA, Susan Rice, zieht sich aus dem Rennen um das Amt der US-Aussenministerin zurück. Ihr wurden Aussagen zum Botschaftsangriff in Libyen zum Verhängnis.

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
Die US-Spitzendiplomatin Susan Rice hat ihre Kandidatur für die Nachfolge von Außenministerin Hillary Clinton zurückgezogen. (Video: Reuters) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Ihre Ernennung wäre kostspielig und würde Unruhe stiften, sagte Susan Rice am Donnerstag dem Sender NBC News. Und das würde «sich für unser Land nicht lohnen.» Die Diplomatin galt als Topfavoritin auf die Nachfolge von Aussenministerin Hillary Clinton.

Allerdings kam nach den tödlichen Angriffen auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi harsche Kritik an Rice und ihrer unglücklichen Reaktion auf den Vorfall auf. Vor allem die Republikaner forderten Antworten auf die Frage, warum Rice und etliche andere ranghohe US-Vertreter auch Tage später noch von einem spontanen Protest wegen eines Anti-Islam-Films sprachen und die inzwischen bekannte Verwicklung von Al-Kaida-Terroristen herunterspielten. Bei dem Angriff vom 11. September wurden vier Menschen getötet, darunter der US-Botschafter in Libyen.

Ein schwerer Schlag für Obama

Für Präsident Barack Obama ist der jüngste Rückzieher von Rice ein schwerer Schlag. In einer Stellungnahme akzeptierte er ihre Entscheidung und übte dabei indirekt Kritik an den Republikanern. Rice habe mit ihrem Schritt Charakterstärke gezeigt, sagte Obama. Er bedauere die unfairen und irreführenden Angriffe auf Rice in den vergangenen Wochen.

Zuvor hatte Obama noch erklärt, seine Vertraute gegen alle politischen Widerstände als Aussenministerin nominieren zu wollen. Allerdings wäre er damit auch auf Konfrontationskurs mit dem Kongress gegangen. So hatten republikanische Senatoren erklärt, eine Nominierung Rices verhindern zu wollen.

Clinton hat angekündigt, nicht für eine zweite Amtszeit als Aussenministerin zur Verfügung zu stehen. Nach dem jüngsten Rückzug von Rice gilt nun der Senator von Massachusetts, John Kerry, als heisser Favorit auf das Amt des US-Chefdiplomaten.

(dapd)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Obama Spender am 14.12.2012 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    John Kerry

    Schade, sie wäre gut gewesen. Aber Kerry ist auch super, erfahren, liberal und gut vernetzt.

  • Hans am 14.12.2012 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Fallender Stern

    Das amerikanische Volk und die Europäer werden einen ernsthaften, wirklich ernsthaften Preis für die Naivität Obamas in der Aussenpolitik bezahlen müssen. Ich hätte mir einen neuen Präsidenten gewünscht, aber leider waren/sind Romney und die Republikaner unwählbar geworden. Dabei hätte man Obama im Wahlkampf wirklich easy besiegen können.

  • Fritz am 13.12.2012 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    Damit hat Obama nicht gerechnet.

    Armer Obama, wie weiter? Dabei war sie doch seine Lieblingskandidatin und er hatte sie in Gedanken, bereits in sein Team engagiert. Wer steht denn jetzt noch zur Verfügung? Ich bin sicher, damit hatte Obama nicht gerechnet.

  • nei dankä am 13.12.2012 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    supi

    sehr gut! Sie wäre noch schlimmer als Hillary geworden!

    • Maja Steinlin am 14.12.2012 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @nei dankä

      Da gebe ich Ihnen Recht! Susan Rice hat eine schlecht Ausstrahlung und wäre genau so unberechenbar gewesen, wie Hillary Clinton! Die Haltung gegenüber den Palästinen- ser rückte sie in ein schlechtes Licht! Mit so einer Zionisten-Freun- din wäre es bei den Friedensver- handlungen niemals vorwärts ge- gangen! Obama neigt dazu, vor allem der Israel-Lobby Unterstütz- ung zu geben, was ich mit grossem Bedauern zu Kenntnis nehmen muss! Obama ist nicht unabhängig und wird von seinen Geldgebern ferngesteuert! Schade!

    einklappen einklappen