Ungeliebter Ministerpräsident

12. Oktober 2011 22:02; Akt: 12.10.2011 22:03 Print

Berlusconi kämpft ums ÜberlebenBerlusconi kämpft ums Überleben

In der Bevölkerung ist Silvio Berlusconis Popularität gesunken. Auch Verbündete lehnen sich gegen ihn auf. In einer Regierungserklärung versucht Italiens Ministerpräsident nun, seine politische Zukunft zu retten.

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Muss laut Staatspräsident Giorgio Napolitano glaubwürdige Antworten liefern: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi. (Bild: Keystone)

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Silvio Berlusconi kämpft um seine Zukunft als italienischer Ministerpräsident. Noch in dieser Woche - voraussichtlich am Freitag - wird sich der 75-Jährige einer Vertrauensabstimmung im Parlament stellen. Sollte er diese verlieren, wäre er gezwungen zurückzutretesn.

Am Donnerstag wird Berlusconi eine Regierungserklärung abgeben. Während Europa mit der Schuldenkrise ringt, lehnen sich einige Verbündete gegen den italienischen Regierungschef auf, weil das Unbehagen an seinem Führungsstil zuletzt deutlich zugenommen hatte.

Unpopulär in der Bevölkerung

Auch in der Bevölkerung sind seine Popularitätswerte nicht gerade gestiegen. Mit Sex-Skandalen, den sogenannten Bunga-Bunga-Parties in seiner Villa und diversen Prozessen wegen Korruption und Steuerbetrug hat Berlusconi an Rückhalt verloren. Am Mittwoch gab es in Rom, Neapel und anderen Städten zu kleineren Demonstrationen gegen den Ministerpräsidenten.

In einer ungewöhnlich deutlichen Botschaft forderte Staatspräsident Giorgio Napolitano mit Blick auf die «unbestreitbare Zurschaustellung akuter Spannungen innerhalb der Regierung und der Koalition» am Mittwoch «glaubwürdige Antworten» vom Kabinett ebenso wie vom Parlament.

(dapd)