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Pakistan
08. Februar 2012 05:35; Akt: 08.02.2012 14:54 Print
US-Drohne tötet zehn Menschen
Bei einem US-Drohnenangriff in Pakistan sind nach Militärangaben zehn Aufständische getötet worden. Der Geheimdienst sprach von mindestens neun getöteten mutmasslichen Extremisten.
Nach dem Angriff sei ein Brand auf dem Gelände südöstlich von Miranshah in Nord-Waziristan ausgebrochen, sagte ein Militärvertreter am Mittwoch in Peshawar. Bei den Getöteten handle es sich um Aufständische. Nach Angaben des Militärs sind unter den Toten auch ausländische Kämpfer aus Zentralasien.
Ein Geheimdienstmitarbeiter sagte, Kämpfer der afghanischen Taliban und des Hakkani-Netzwerks hätten das beschossene Haus als Versteck genutzt. Das Hakkani-Netzwerk greift von Nord-Waziristan aus Ziele in Afghanistan an.
Die Region wird von dem Kriegsherrn Hafiz Gul Bahadur beherrscht, dessen Kämpfer sich immer wieder Gefechte mit den internationalen Truppen in Afghanistan liefern. Die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsgebiet von Al-Kaida, den Taliban und anderen militanten Gruppen.
Angriffe wieder aufgenommen
Nach zwei Monaten Unterbrechung hatten die USA ihre Drohnenangriffe in den pakistanischen Stammesgebieten Anfang Januar wieder aufgenommen. Die Einsätze waren im November ausgesetzt worden, nachdem bei einem NATO-Angriff 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren.
Die Drohnenangriffe, bei denen auch immer wieder unbeteiligte Zivilisten ums Leben kommen, sind bei der pakistanischen Bevölkerung extrem unbeliebt. Sie werden von der Regierung in Islamabad aber toleriert.
Ende Januar hatte US-Präsident Barack Obama erstmals öffentlich den Einsatz von Drohnen in Pakistan bestätigt. Es handle sich um gezielte Aktionen gegen Verdächtige, die auf einer Liste «aktiver Terroristen» stünden und US-Einrichtungen angreifen wollten, verteidigte er die Angriffe der unbemannten Fluggeräte.
(sda)























