Angebliches Offshore-Konto

04. Mai 2017 15:12; Akt: 04.05.2017 15:32 Print

Macron erstattet Anzeige wegen «Fake-News»

Emmanuel Macron soll ein heimliches Auslandkonto besitzen. Nun wehrt sich der Präsidentschaftskandidat gegen die Vorwürfe.

Unversöhnliche Gegensätze: Präsidentschaftskandidaten Marine Le Pen und Emmanuel Macron. Video: Tamedia/AFP
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Nach einer Andeutung der Rechtspopulistin Marine Le Pen über ein mögliches «Offshore-Konto auf den Bahamas» hat der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron Strafanzeige gestellt. Die Anzeige gegen unbekannt lautet unter anderem auf «Fälschung» und «Verbreitung einer Falschnachricht», wie das Umfeld des parteilosen Ex-Wirtschaftsministers am Donnerstag mitteilte.

Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete umgehend Vorermittlungen ein. Le Pen hatte beim TV-Duell mit Macron am Mittwochabend angedeutet, ihr Rivale könnte ein geheimes Auslandskonto besitzen: «Ich hoffe, dass man nicht herausfinden wird, dass Sie ein Offshore-Konto auf den Bahamas haben.» Macron warf ihr umgehend Verleumdung vor.

Ging mit seiner Kontrahentin hart ins Gericht: Emmanuel Macron während des Fernsehauftrittes.

Verbreitung in den sozialen Medien

Nach Angaben aus Macrons Umfeld war diese «Fake-News» zunächst von einem anonymen Nutzer im Onlineforum «4chan» gepostet worden und machte dann in den sozialen Netzwerken die Runde. Verbreitet wurden die Angaben demnach unter anderen von Anhängern von US-Präsident Donald Trump und von Nutzerkonten mit Verbindungen zu den russischen Medien Sputnik und Russia Today. Demnach zirkulieren Dokumente mit einer gefälschten Unterschrift Macrons.

Der sozialliberale Reformpolitiker warf Le Pen am Donnerstag vor, «Lügen» und «Fake-News» zu verbreiten, die von Internetseiten mit teilweise «russischen Interessen» stammten. Die französische Regierung hatte immer wieder vor einer russischen Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewarnt, unter anderem durch Hackerangriffe und die Verbreitung von Falschinformationen. Le Pen gilt als ausgesprochen russlandfreundlich. Im März empfing der russische Präsident Wladimir Putin die Front-National-Kandidatin in Moskau.

(kaf/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pit am 04.05.2017 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm

    Egal wie diese abstimmung ausgehen wird; Frankreich wird am schluss von einer Frau regiert werden. Von Le Pen oder Merkel, lach

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  • Virto am 04.05.2017 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einflussnahme Russlands?

    Wo sind die Belege? Bewiesen ist, dass die Amis bei der letzten Wahl in Frankreich, massiv Einfluss genommen haben.

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  • Dr. Gapper am 04.05.2017 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Gefahren des Internet

    ja. und eine erschreckende mehrzahl der kommentatoren hier nehmen diese fake-news als tatsachen an, verbreiten sie und halten sie für verifiziert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anna am 05.05.2017 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück

    Ich wünsche Herrn Macron viel Glück. Und Danke für den Mut zu seiner älteren Partnerin zu stehen. Das macht mir auch Mut.

  • Barack am 05.05.2017 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist so offensichtlich....

    Le Pen wird zum Glück die Wahl verlieren...ich sage nur KARMA!

  • Optimist am 05.05.2017 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht aufheben!

    Ich wünsche Marine von ganzem Herzen den gleichen Erfolg wie Wilders und Freysinger!

    • Realist am 05.05.2017 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Optimist

      Ich wünsche Herrn Macron den gleichen Erfolg wie den Sozialdemokraten in ganz Europa;)

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  • Monika am 05.05.2017 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles bleibt gleich 

    Die Franzosen sollen doch "Emanuell" Wählen,dann geht es im gleichen Stil weiter wie mit Hollande. Und mit der Bervormundung von Deutschland auch,vermutlich geht es den Franzosen noch zu gut? Sie haben noch zu wenig Arbeitslose? Das sie nichts ändern wollen.

  • g.mattenberger am 05.05.2017 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Programm

    Wahlkampf mit Strafanzeigen. Hatten wir doch auch schon, gehört offenbar heute zum Programm.