Sturm auf den Philippinen

07. Dezember 2012 13:32; Akt: 07.12.2012 15:31 Print

Mehr als 500 Tote nach Taifun «Bopha»

Die Zahl der Leichen nach dem schweren Unwetter im Süden der Philippinen steigt immer mehr an. Über 300'000 Menschen wurden obdachlos, hunderte gelten als noch vermisst.

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Taifun Bopha, der am 4. Dezember über die Philippinen gefegt war, hat über 1000 Opfer gefordert. 844 Menschen werden noch vermisst. Die humanitäre Lage war angespannt: Evakuierte Kinder warten hier auf die Ausgabe der Essensration. Drei Tage nachdem der Taifun Bopha über die Philippinen gefegt ist werden immer noch Tote geborgen. Die Suche und der Transport der Leichen sind äusserst beschwerlich. Derweil verteilt der philippinische Präsident Benigno Aquino III. ganz in der Nähe Hilfsgüter an Obdachlose, die in einer Sportanlage in New Bataan untergekommen sind. Andere tragen ihre Güter nach Hause. Der Weg über die umgestürzten Bäume ist halsbrecherisch. Doch neben den Baumstämmen ist es auch nicht einfacher. Der Schlamm ist knietief. Bis am 7. Dezember wurden mindestens 500 Tote geborgen. Ein Regierungsbeamter, der Hilfsgüter verteilt hat, ruht sich kurz aus. Tausende haben ihr Haus verloren. Sie nächtigen in Schulzimmern ... ... oder in Zelten. Mitarbeiter der Küstenwache beladen ihr Schiff mit Hilfsgütern für die Opfer des Taifuns Bopha. Der Taifun Bopha hat auf den Philippinen massive Schäden hinterlassen. Im Compostela-Tal räumen Bewohner am 6. Dezember auf. Der Taifun hat mindestens 475 Todesopfer gefordert. 300'000 Menschen verloren ihr Obdach. Beinahe 400 Menschen werden noch vermisst. Der Taifun «Bopha» erreichte am 4. Dezember 2012 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 185 Kilometern in der Stunde. (Bild: Der Taifun am 2. Dezember auf seinem Weg Richtung Philippinen) Nach den verheerenden Tropensturm, bei dem vor einem Jahr auf Mindanao mehr als 1200 Menschen ums Leben kamen, hatten die Behörden vorgesorgt. «Bopha» ist bereits der 16. schwere Sturm, der in diesem Jahr auf die Inselgruppe im Westen des Pazifiks trifft. Der Taifun ist der bislang mächtigste Sturm der Saison. Am Dienstag herrschte auf der Insel Ausnahmezustand: Tausende Familien wurden vorsichtshalber in Notunterkünften untergebracht. Die Behörden hatten vor Erdrutschen und Sturzfluten gewarnt. Der Schulbetrieb war eingestellt worden und mehr als 100 Flüge wurden gestrichen. Der heftige Sturm war am Dienstagmorgen bei Baganga an der Ostküste der Insel Mindanao auf Land getroffen. Nach Angaben eines Militärsprechers waren unter den Vermissten auch sechs Soldaten. Im Schnitt durchleben die Anwohner der Philippinen etwa 20 schwere Stürme pro Jahr. Im August wurden in dem südostasiatischen Land bei mehreren Unwettern rund 100 Menschen getötet.

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Auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer durch den Taifun Bopha am Freitag auf mehr als 500 gestiegen, rund 400 Menschen galten noch als vermisst. Mehr als 310'000 Menschen wurden durch den Taifun, der am Dienstag über den Süden der Philippinen zog, obdachlos. Viele Menschen waren zum Überleben auf die Unterstützung durch die Regierung oder Hilfsorganisationen angewiesen.

Am schwersten betroffen war die Provinz Compostela-Tal mit der Stadt New Bataan, wo es bislang 252 bestätigte Todesopfer gab. 216 Tote wurden in der benachbarten Provinz Davao gezählt. Von den noch mehr als 400 Vermissten entfielen fast zwei Drittel auf New Bataan.

In einer Karte der Regierung mit möglichen Gefahrenpunkten wird die Stadt als «hoch anfällig für Überschwemmungen und Erdrutsche» bezeichnet. Ganze Familien wurden von den Wassermassen in den Tod gerissen, die einst 45'000 Einwohner zählende Stadt wurde völlig verwüstet. Auch Gebiete, die als sicher galten, wurden zu tödlichen Fallen. So wurden zwei Notunterkünfte, in denen Menschen Zuflucht gesucht hatten, von einer Sturzflut weggerissen.

Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Wirbelstürmen heimgesucht. Im Dezember vergangenen Jahres kamen bei einem Taifun 1'200 Menschen ums Leben.

(dapd)

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